Arbeitskreis Naturschutz Ostwürttemberg legte Themen fest
Vor Beginn der eigentlichen Tagesordnung ehrte Prof. Dr. Friedrich Bay im Namen des Arbeitskreises Naturschutz Ostwürttemberg Prof. Dr. Dieter Rodi für dessen 25-jährige Tätigkeit als Sprecher des ANO. Diese Funktion übt er auch weiterhin aus.
OSTWÜRTTEMBERG
(pm). H. Maihöfer, der seit
30 Jahren von Seiten des Fischereiverbandes für den ANO tätig gewesen ist, legte aus persönlichen Gründen sein Amt nieder. Mit H. Kollmann hat sich ein kompetenter Nachfolger finden lassen, der bereits seit vielen Jahren engagiert im Landesfischereiverband Baden-Württemberg tätig ist. Unter der Voraussetzung einer Neuorganisation des Arbeitskreises stellten sich Dieter Rodi und Andreas Mooslehner einer erneuten Wiederwahl als ANO-Sprecher bzw. Stellvertreter. Die Neuorganisation umfasst eine klare personale Zuordnung der einzelnen Fachbereiche, um die zeitaufwändigen Arbeiten vor allem bei Stellungnahmen auf mehrere Schultern zu verteilen.
Vorgeschlagen wurden:
Prof. Dr. Rodi für „Schutzgebiete und Kontakt zum
LNV“, Andreas Mooslehner für „Siedlung, Straßenbau und Flächenverbrauch“,
Prof. Dr. Bay für „Vögel und Amphibien“, H. Wacker für „Forst, Jagd und Landwirtschaft“, H. Kollmann für „Gewässer“ und H. Blessing für Protokoll und Pressearbeit. Nachdem alle Mitglieder dem Vorschlag positiv zugestimmt haben, wurden der Sprecher und sein Stellvertreter einstimmig gewählt. Die Wahl gilt für weitere drei Jahre.
In Stellungnahmen hat der ANO seine ablehnende Haltung gegenüber der Trasse des Remstalradweges durch einen Bereich des Naturschutzgebiets Lorcher Baggerseen deutlich gemacht. Nachdem sich jedoch der politische Wille gegenüber den geäußerten Bedenken durchgesetzt hat, gilt es nun, die vom Regierungspräsidium verlangten Auflagen auch tatsächlich umzusetzen. Dass hierbei noch einiges zu optimieren sei, machte Martin Müller vom
NABU Lorch deutlich. Seiner Ansicht nach sollte die als Brutplatz für den Flussregenpfeifer dienende Kiesfläche vergrößert werden. Ebenso bedürfe es einer entsprechenden Pflege und Entwicklung der angrenzenden Ruderalflächen, auf denen die Kanadische Goldrute als Neophyt den Großteil der Fläche überziehe. Nach Ansicht von
Dr. Elser von der Unteren Naturschutzbehörde ist einzig das komplette Ausreißen dieser Pflanze vor Beginn ihrer Blüte hinsichtlich einer Zurückdrängung erfolgversprechend. Nach Aussprachen und Diskussionen bezüglich praktikabler Pflegeeinsätze wird dem Antrag einer Pflegeoptimierung einstimmig zugestimmt.
Umgestaltung des Gmünder Josefsbachs Gesprächsthema
Unter vielen abgehandelten Punkten gilt es die Gartenschau-Umgestaltung des Gmünder Josefsbachs zu erwähnen. Wiederholt äußerte H. Maihöfer vom Fischereiverband seine Bedenken hinsichtlich des flachen Gefälles. Seiner Meinung nach wird dies zu einer Verlandung des Bachbetts aufgrund abgelagerter Sedimente führen. Auch Äußerungen des verantwortlichen Planers
Dr. Thiele Brand sowie die Ansicht der Unteren Naturschutzbehörde konnten seine Zweifel nicht zerstreuen. Die Entwicklung der Baumaßnahmen am Josefsbach sind kritisch zu begleiten. Am jährlichen Termin bei Landrat Pavel möchte der ANO folgende Themen behandeln: Ungebremster Flächenverbrauch im Ostalbkreis, Landschaftswirksamkeit von freistehende Solaranlagen („Solarpark“) sowie Biogasanlagen und Naturschutz.
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