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» Ostalbkreis | Dienstag, 15. Dezember 2009

Konzert der Kolpingkapelle im Heilig-​Kreuz-​Münster bereitete vielen Freude /​Unterstützung der Johanniskirchen-​Renovierung

Was vor genau 30 Jahren als „Novum“ beschrieben wurde, hat sich seither zur gut gepflegten Tradition entwickelt: Die Konzerte der Kolpingkapelle im Heilig-​Kreuz-​Münster, die für viele Gmünder jahrein jahraus als ein schönes musikalisches Ereignis in der Vorweihnachtszeit gelten.

KONZERT (kos). Egon Spiller hatte sie als Dirigent ins Leben gerufen, und bis heute haben sie unter der trefflichen Leitung von Udo Penz nichts von ihrer Beliebtheit verloren.
Davon konnte man sich am Sonntagabend im Münster wieder überzeugen, als sich wiederum viele von den weihnachtlichen Klängen gefangen nehmen ließen. Vorstand Thomas Eble hob hervor, das Konzert solle auch ein Dank für die Treue der vielen Zuhörer zur Kolpingkapelle sein. Für das Weihnachtskonzert hatte Dirigent Udo Penz ansprechende und anspruchsvolle Bearbeitungen für Blasmusik zusammen gestellt, die den Zuhörern die Tür zum Weihnachtsfest musikalisch schon ein gutes Stückchen öffneten. Wie immer hatte das Konzert auch einen karitativen Hintergrund, denn mit dem Spendenerlös soll die Renovierung der Johanniskirche unterstützt werden.
Prachtvoll begann das weihnachtliche Konzert mit der „Antique Suite“ des englischen Komponisten Henry Purcell (16591695) mit vier fantasievollen Sätzen, wobei die Kolpingkapelle unter Udo Penz etwas davon erahnen ließ, dass Henry Purcell zu seiner Zeit zur Blüte der englischen Musik beitrug.
Eine ganz anders geartete „Festmusik“ erklang dann mit einer Komposition von Richard Wagner. Das schier ausufernde klangmalerische Werk Wagners schien wie für die Kolpingkapelle geschaffen, die hier mit Hingabe musizierte. Ted Huggens (der in unserer Zeit viele Werke für Blasorchester schrieb) „Pavane in Blue“ folgte, eine fantasievolle Bluesweise, die fast jedem Freund guter Blechbläsermusik bekannt ist. Anklänge an gregorianische Gesänge bot dann eine weitere moderne, den weiten Kirchenraum füllende Komposition eines amerikanischen Komponisten, bevor die Kolpingkapelle mit Choral und Fuge über „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ von Bach erkennen ließ, wie schön und ansprechend die Musik von Johann Sebastian Bach auch auf diese Weise klingen kann, wenn man wie in Udo Penz einen Dirigenten hat, der die Kolpingkapelle zu Höchstleistungen führen kann.
Das wurde danach auch beim viersätzigen Weihnachtsoratorium von Camille Saint-​Seans erkennbar und hörbar. Das gefällige lyrische und auch klangmalerisch romantische Weihnachtsoratorium des 1921 gestorbenen französischen Komponisten war im Münster wunderschön anzuhören. Dazu trug im Air gewiss auch das Flügelhornsolo von Hermann Schopf bei.
„Die Kunst der kleinen Schritte“ waren die bedeutungsvollen Gedanken von Antoine de Saint-​Exupéry überschrieben, mit denen Thomas Eble zu den alten und schönen Weihnachtsliedern wie „Alle Jahre wieder“, „Ihr Hirten erwacht“, „O du fröhliche“ und als allerschönstem „Stille Nacht“ überleitete. Ihnen schlossen sich zwei modernere Weihnachtsweisen an, so das einfühlsame „Evening Prayer“ mit Birgit Hölldampf und Matthias Summ als Trompeten-​Solisten und das inzwischen auch schon altbekannte „Feliz Navidad“ in einem modernen Arrangement an.
Die Zuhörer im Münster dankten Dirigent Udo Penz und der Kolpingkapelle mit großem Applaus für ein auch in diesem Jahr schönes stimmungsvolles weihnachtliches Konzert, das eine nunmehr 30-​jährige Reihe fortsetzte.
 

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