Rems-Zeitung - Täglich eine gute Zeitung

Anzeige

Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Mittwoch, 16. Dezember 2009

Ausstellungseröffnung und Buchvorstellung unter dem Titel Eine Zeit Lang gestern Abend im Gmünder Polizeirevier

„Eine Zeit Lang“ – das ist der Titel einer Ausstellung, die gestern Abend im Gmünder Polizeirevier eröffnet wurde, und eines Buches. Fotograf Hubert Minsch dokumentiert darin die Veränderungen der Stadt Gmünd in den vergangenen Jahrzehnten. Von Manfred Laduch

SCHWÄBISCH GMÜND. In seiner Begrüßung, die neben den folgenden Rednern auch dem Leitenden Polizeidirektor Volker Schindler und Bürgermeister Bläse galt, erinnerte Gmünds Polizeichef Helmut Argauer an den Kommentar eines Kollegen über die „scheußlichen Bilder“ an den Wänden des Reviers. Nach einer Ausstellung von Minsch-​Bildern sei die Idee zur Präsentation im Polizeirevier entstanden. Kein typischer Ort für eine Ausstellung, meinte Argauer. Schließlich könne nicht jeder rein und die meisten seien froh, wenn sie wieder raus dürften.
Die Polizei als Partner der Bürger war ein Thema des Grußwortes von Polizeipräsident Konrad Jelden, der seinem Gmünder „Statthalter“ Argauer ein hervorragendes Zeugnis in Sachen Bürgernähe ausstellte. Hubert Minsch, so der Präsident weiter, solle man künftig als Polizeifotograf einbinden. Anhand eines der Fotos lieferte Jelden eine hörenswerte Bildinterpretation unter den Polizei-​Gesichtspunkten Spurensuche, Fahndung, Tatort und Gegenüberstellung.
Michael Lang erinnerte an seinen Großvater Karl-​Otto. Aus den heute im Stadtarchiv lagernden Schätzen des 1875 geborenen passionierten Fotografen, der sein Hobby als Postkarten-​Verleger zum Beruf machte, stammen die historischen Aufnahmen in Ausstellung und Buch. Man sehe, so Michael Lang, dass sich Gmünd sehr verändert habe – obwohl es keine Zerstörungen im Krieg erlitt.
Hubert Minsch, der den Lang-​Bildern seine aktuellen, vom exakt gleichen Standort aus aufgenommenen gegenüberstellt, gab sich als bekennender Gmünder. Um so mehr, als er „im architektonischen Elend Wasseralfingens“ aufgewachsen sei. Als zu einer Schau dieser Fotos in seiner Galerie an nur zwei Tagen 300 Besucher gekommen seien, habe er die Idee zu Ausstellung und Buch gehabt. Sein Dank galt der Familie Lang und dem Einhorn-​Verlag.
 

Noch keine Kommentare vorhanden.

Neuen Kommentar hinzufügen