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» Schwäbisch Gmünd | Donnerstag, 17. Dezember 2009

Gemeinderat begrüßt und würdigt neue Erika-​Künzel-​Stiftung

Einstimmig hat der Gemeinderat gestern die Satzung für Gründung einer „Erika-​Künzel-​Stiftung“ genehmigt. Damit wird der im Testament hinterlegte Wunsch erfüllt.

SCHWÄBISCH GMÜND (hs). Erika Künzel war letztes Jahr im Alter von 84 Jahren verstorben. Zeitlebens schlug ihr Herz für Kultur und Geschichte der Stadt Schwäbisch Gmünd. Stets wirkte sie im Hintergrund, machte ihre Spenden nur ungern publik. Sie hat nun ein bleibendes Erbe hinterlassen, denn mit einem Gesamtvermögen von rund 4,4 Millionen Euro (Bargeld und Liegenschaften) wird nun gemäß ihrem letzten Wunsch eine Stiftung gegründet, welche der musikalischen Frühförderung, der Begabtenförderung und besonderen Projekten der Städtischen Musiklschule dienen wird. 13 Personen umfasst der Stiftungsvorstand für f Verwaltung und Vergabe der Stiftungsmittel, der Oberbürgermeister übernimmt den Vorsitz. Die Stadträte fanden in ihren gestrigen Stellungnahme dankende und ehrende Worte, ebenso OB Arnold und Kulturbürgermeister Bläse. „Wir verneigen uns vor dieser Frau, die ihre Stadt so geliebt hat“, formulierte in Hochachtung Stadträtin Christa Rösch (CDU) und schlug auch gleich vor, eine Straße nach Erika Künzel zu benennen. „So ein Erbe ist eine Ehre“, erklärte Stadträtin Daniela Maschka-​Dengler (SPD) und beschrieb die Wirkung: Auch Kindern aus Familien mit wenig Geld könne nun Chancen für eine musische Ausbildung eröffnet werden. Und das mache Kinder stark. Stadträtin Brigitte Abele (Bündnis90/​Die Grünen) regte entsprechende Stipendien für Kinder und Jugendliche an. Das sei eine honorige und noble Geste; ohne großes Aufsehen und ohne sich in den Vordergrund zu rücken habe Erika Künzel diese Stiftung vorbereitet. „Respekt und Dank“, sprach auch Stadträtin Karin Rauscher (FWF) aus. Stadtrat Dr. Kurt Weigand (CDU) hatte eine gute Idee: Jedes Jahr möge die Musikschule fortan eine Erika-​Künzel-​Gedächtniskonzert gestalten.
 

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