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» Schwäbisch Gmünd | Freitag, 18. Dezember 2009

Gespräch mit Innenminister Heribert Rech und MdL Dr. Stefan Scheffold im Landtag in Stuttgart

Auf Vermittlung des Landtagsabgeordneten Dr. Stefan Scheffold fand kürzlich ein Gespräch mit Innenminister Heribert Rech, Alexander Groll (persönlicher Referent von OB Richard Arnold) und den Initiatoren des Europäischen Peter Parler Preises, Burkhard Fichtner, Doris Raymann-​Nowak und Dr. Kurt Scholze, in Stuttgart statt.

SCHWÄBISCH GMÜND (pm). Die Initiative braucht eine juristische Struktur; angedacht ist eine Stiftung Europäischer Parler Ring. Der designierte Geschäftsführer der Stiftung, Burkhard Fichtner, die Ausstellungsmacherin Doris Raymann-​Nowak (Ausstellung Kommen und Gehen im Rahmen der Kulturregion Stuttgart, Ausstellung Karfunkelschein in Kooperation mit Prade-​Döbbelin) und Dr. Kurt Scholze erläuterten dem Minister die Zielrichtung der geplanten Stiftung. Innenminister Heribert Rech versprach, das Projekt zu fördern. Er meinte, es sei gut zu wissen, dass der Oberbürgermeister der Stadt Schwäbisch Gmünd voll hinter den erfreulichen Aktivitäten der Initiatoren steht.
Schwäbisch Gmünd befinde sich in einer komfortablen Situation: Die Stadt ist einzigartig unter den Städten Europas, hier wurde Peter Parler geboren. Peter Parler stand mehrere Jahrzehnte der Prager Bauhütte vor. Die Bauhütte fungierte damals wie eine technische Hochschule und die „Absolventen“ trugen den neuen Baustil hinaus nach Europa. In über 100 Orten können Spuren der Parlerbauhütte nachgewiesen werden. Der Europäische Parler Ring will die Parler-​Fans in Europa für die Geburtsstadt Peter Parlers interessieren und versuchen, ein Netzwerk unter den Parlerstädten aufzubauen. Eine zweite Stütze für das Projekt ist die Tatsache, dass in Schwäbisch Gmünd fast jeder Dritte Wurzeln im Osten hat.
Jahr für Jahr fahren Hunderte von Gmündern Richtung Osten und begründen Freundschaften mit den Menschen in ihrer früheren Heimat. Es sind Botschafter des Friedens.
Die Gmünder Initiative will einen konkreten Beitrag leisten für Brückenschlag nach Osteuropa
Schon vor zehn Jahren, bei der Gründung des er Parler Ring formulierte man: „Gmünd hat nach dem Krieg, weil unzerstört, überdurchschnittlich viele Vertriebene und Flüchtlinge aus dem Osten aufgenommen. Es wäre eine große Aufgabe unserer Parler-​Stadt, einen Brückenschlag nach Osten zu versuchen und einen Beitrag zu leisten für eine friedlichere Welt.“
 

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