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» Ostalbkreis | Mittwoch, 02. Dezember 2009

Der Raum Schwäbisch Gmünd ist mit einer Quote von sechs Prozent deutlich unter dem regionalen Durchschnitt

Die Arbeitslosenquote stagniert zwar im Agenturbezirk momentan, fiel aber um 0,3 Prozent unter den Landesdurchschnitt von Baden-​Württemberg. Im Agenturbezirk sank die Zahl der Arbeitslosen auf 12 149. Die Arbeitslosenquote bleibt bei 5,3 Prozent.

OSTALBKREIS. „Die Zahl der gemeldeten Stellen ist im November nochmals weiter zurückgegangen. Jedoch bleibt die Kurzarbeit und die Qualifizierung weiterhin auf einem beachtlichen Niveau“, so Hans-​Joachim Gulde, Leiter der Arbeitsagentur Aalen. Im Ostalbkreis sind 8449 Personen arbeitslos gemeldet, das entspricht einer Quote von 5,2 Prozent. Hiervon werden 4460 Personen (im Vergleich zum Vorjahr + 78,9 Prozent) von der Arbeitsagentur (SGB III) und 3989 Personen (im Vergleich zum Vorjahr +22,2 Prozent) von der ARGE abo (SGB II) betreut. Im Landkreis Heidenheim sind 3.700 Personen arbeitslos, dies entspricht einer Quote von 5,5 Prozent; bei der Arbeitsagentur sind 2.034 Personen (im Vergleich zum Vorjahr + 74,9 Prozent) und bei der ARGE Job-​Center 1.666 Personen (im Vergleich zum Vorjahr + 7,4 Prozent) arbeitslos gemeldet.
Bei fast allen Personengruppen ist die Zahl der Arbeitslosen leicht gesunken. Die stärkste Reduzierung der Arbeitslosigkeit ist nun schon den dritten Monat in Folge bei den Jugendlichen unter 25 Jahre zu verzeichnen. Im November waren 94 junge Arbeitslose weniger und damit 1.360 Jugendliche registriert worden. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von jetzt noch 4,5 Prozent. Allerdings dürfen die positiven Zahlen nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass viele Jugendliche zunächst in Qualifizierungsmaßnahmen aufgefangen werden, um anschließend dem Arbeitsmarkt mit einer höheren Qualifikation zur Verfügung zu stehen.
In den weiteren Personengruppen gibt es folgende Entwicklungen: bei den Männern ist ein Abgang von 20 Personen zu verzeichnen, die Gesamtzahl beträgt 6546 Personen (Arbeitslosenquote 5,2 Prozent). Bei den Frauen sind 5603 arbeitslos gemeldet (minus 58). Dies entspricht einer Quote von 5,3 Prozent. Lediglich bei den „50-​jährigen und älteren Arbeitslosen“ stieg die Zahl erneut um 41 auf 3407 an (entspricht einer Quote von 5,8 Prozent). Ausländische Arbeitslose sind mit 2309 Personen betroffen; die Zahl sank hier erfreulicherweise um 41. Die Arbeitslosenquote ist mit 13,5 Prozent aber weiterhin sehr hoch.
Die Kurzarbeit liegt weiterhin auf einem beachtlichen Niveau. So waren, nach statistisch abgesicherten Werten (erst drei Monate später vorliegend), im Monat September 2009 bei der Agentur für Arbeit Ostwürttemberg 440 Betriebe mit 9343 Personen in Kurzarbeit gemeldet. Neue Anzeigen gingen noch für 626 Personen ein. Im Landkreis Heidenheim waren demnach im September 99 Betriebe mit 1998 Mitarbeitern in Kurzarbeit. Im Ostalbkreis waren es 341 Betriebe mit insgesamt 7345 Kurzarbeitern.
„Der Arbeitsmarkt ist weiterhin kaum aufnahmefähig. Es wurden nur 597 neue Stellen gemeldet“.
Hans-​Joachim Gulde, Agentur für Arbeit
„Der Arbeitsmarkt ist weiterhin kaum aufnahmefähig. Dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit wurden nur 597 neue Stellen gemeldet, das sind leider nochmals 93 Stellen weniger als im Oktober“, bedauert Agentur-​Chef Gulde. Hiervon sind 556 Stellen „ungefördert“, also betriebliche, sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Von den gemeldeten Stellen kommen 37,9 Prozent der Stellen aus dem Bereich der Arbeitnehmerüberlassung, 11,9 Prozent aus dem Verarbeitenden Gewerbe sowie 10,8 Prozent aus dem Handel. Die restlichen 39,4 Prozent verteilen sich überwiegend auf die Dienstleistungsberufe, wie zum Beispiel Sozial– und Erziehungsberufe, Ordnungs– und Sicherheitsberufe sowie Organisations-​, Verwaltungs– und Büroberufe“, so Hans-​Joachim Gulde zur Entwicklung des Stellenangebotes im Monat November.“
Der Stellenbestand reduzierte sich demnach im Agenturbezirk von 1331 im Vormonat auf 1327. Im Ostalbkreis wurden dem Arbeitgeberservice im November 392 ungeförderte Stellen gemeldet (Vormonat: 442), in Heidenheim waren es 164 (Vormonat: 173).
In der Hauptagentur Aalen sind 2895 Arbeitslose gemeldet, das sind 16 weniger als im Oktober. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 5,0 Prozent wie im Vormonat. In Bopfingen sind 691 Arbeitslose gemeldet, das sind 16 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sinkt von 5,1 Prozent auf 5,0 Prozent. Im Geschäftsstellenbereich Ellwangen sind 715 Arbeitslose gemeldet. Dies sind 10 Arbeitslose mehr als im Oktober; Ellwangen verzeichnet damit als einzige Geschäftsstelle einen Zugang. Mit einer Arbeitslosenquote von 3,2 Prozent (im Vormonat 3,1 Prozent) bleibt Ellwangen trotzdem der absolute Spitzenreiter unter den Geschäftsstellen. Insgesamt 38 Arbeitslose weniger und damit 4148 Arbeitslose sind in Schwäbisch Gmünd gemeldet; dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 6,0 Prozent (wie im Vormonat). Heidenheim hat 3.700 gemeldete Arbeitslose, das sind 21 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote liegt hier — wie im Vormonat — bei 5,5 Prozent.
„Die Reduzierung der Arbeitslosigkeit ist in diesem Monat nur sehr gering ausgefallen und die Arbeitslosenquote stagniert“, so Hans-​Joachim Gulde. „Auffallend ist der erneute Zugang an älteren Arbeitslosen. Doch gerade in schwierigen Zeiten ist es sehr wichtig, dass die Unternehmen auf die Kompetenzen ihrer erfahrenen Mitarbeiter setzen. Auch im Hinblick auf die demografische Entwicklung ist das Fachwissen, vor allem älterer Mitarbeiter, weiterhin stark gefragt.“
Durch die gesunkene Aufnahmefähigkeit des Marktes muss ein weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit vor allem durch Beschäftigungssicherung verhindert werden. Die Agentur für Arbeit qualifiziert hierbei sowohl Beschäftigte und auch Arbeitslose. Derzeit befinden sich zirka zehn Prozent der Arbeitslosen in einer Qualifizierungsmaßnahme. Auch die Kurzarbeit verhinderte diesen Monat einen stärkeren Anstieg der Arbeitslosigkeit. „Grob gesagt, ist jeder 15. Beschäftigte derzeit in Kurzarbeit, während jeder 20. derzeit arbeitslos ist“, sagte Gulde
 

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