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» Schwäbisch Gmünd | Mittwoch, 02. Dezember 2009

Regierungspräsident Johannes Schmalzl überreichte Alfred Kraus die Staufermedaille

Auszeichnungen hat Alfred Kraus, der frühere Ortsvorsteher von Degenfeld und Gmünder Sportpionier, schon einige erhalten. Gestern kam noch eine hinzu, über die er sich besonders freute: die Staufermedaille.

SCHWÄBISCH GMÜND (rw). Auf Anregung des Skiclubs Degenfeld hatte die Stadt Schwäbisch Gmünd diese Auszeichnung beantragt. Verleihen kann die im Stauferjahr 1977 eingeführte Medaille nur der Ministerpräsident, sie ist eine Auszeichnung für Verdienste um das Land Baden-​Württemberg. Und in diesem Fall ein Beleg dafür, wie weit das Wirken von Walter Kraus auf skisportlichem Gebiet über den kleinen Gmünder Teilort und die Stadt hinausreicht. Wobei, wie jeder weiß, sich Alfred Kraus auch einige Meriten auf kommunalpolitischem Gebiet erworben hat, wie er im Übrigen auch schon öfters ausgezeichnet worden ist — mit der silbernen und goldenen Ehrennadel des Deutschen Skiverbandes und mit der Ehrennadel des Landes Baden-​Württemberg. Die Stadt Schwäbisch Gmünd kürte ihn 1994 zum Sportpionier.
Im Prediger-​Refektorium rekapitulierte Oberbürgermeister Richard Arnold gestern Abend einiges davon vor den Gästen, darunter Vertreter der Gemeinderatsfraktionen und des Ortschaftsrats: der Bau der Kalte-​Feld-​Halle in Degenfeld sei vor allem auf den Einsatz von Alfred Kraus zurückzuführen, ebenso der Bau der Skilifte Große Mulde und Winterhalde. Nicht zuletzt setzte er eine Skihütte durch, zunächst in Form eines Containers, der trotz behördlicher Androhung von Strafzahlungen stehen geblieben sei, „im Laufe der Jahre wurde eine gemütliche Wanderhütte daraus.“ Schließlich habe Alfred Kraus den Skiclub Degenfeld über die Grenzen von Schwäbisch Gmünd hinaus bekannt gemacht. Hinzu komme das kommunalpolitische Engagement von Alfred Kraus: Gemeinderat in der bis Anfang der 70er Jahre selbstständigen Ortschaft Degenfeld, dann über zwei Jahrzehnte lang Stadtrat in Schwäbisch Gmünd und fast genauso lange auch Ortsvorsteher von Degenfeld.
Dem Dank des Oberbürgermeisters für die jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit und den dabei gezeigten Gestaltungswillen schloss sich Regierungspräsident Johannes Schmalzl an, der Alfred Kraus die Staufermedaille aushändigte. Was Kraus für den SC Degenfeld geleistet habe, sei wahrlich beeindruckend.
Die eigene sportliche Karriere des heute 84-​Jährigen habe schon im Schulalter begonnen, wo er im Skilang– und Sprunglauf aktiv war. 1950 wurde er Vorsitzender des Skiclubs, was er die folgenden 22 Jahre lang blieb. Neben dem Skisport setzte sich Alfred Kraus für die Entwicklung Degenfelds ein, ob es um Dorfverschönerung oder Waldwege ging, um Neubaugebiete oder die Sicherstellung der Wasserversorgung. Die Krönung schließlich: Feuerwehrhaus und die Mehrzweckhalle mit Sportplatz.
Walter Ziller dankte namens des SC Degenfeld für den überdurchschnittlichen Einsatz des Amts– und Funktionsträgers, der sein Organisationstalent bei unzähligen Veranstaltungen unter Beweis gestellt habe. „Möge Dein Wunsch einer 75-​Meter-​Mattenschanze in Erfüllung gehen“, so Ziller. Alfred Kraus dankte in bewegten Worten, vor allem den Weggefährten und seiner Frau Annelies. Das Bläserensemble der Stadtkapelle Weißenstein umrahmte die Feierstunde.
 

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