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» Sport | Montag, 21. Dezember 2009

Handball, Württembergliga: Mit einem 33:24 bescherten sich die Gmünder Handballer einen tollen Abgang in die Winterpause

Willkommen in der „Blau-​Gelben Hochburg“ begrüßte Hallensprecher Markus Rinderknecht die rund 450 Zuschauer in der Gmünder Großsporthalle – die zu einer uneinnehmbaren Festung zu werden scheint. Jedenfalls hatte der TV Altenstadt nicht wirklich eine Chance, auch wenn sich das Halbzeitergebnis mit 13:12 für den TSB noch recht knapp las. Von Giovanni Deriu

Doch innerhalb von sieben Minuten im zweiten Durchgang machten die TSBler wirklich einen „kurzen Prozess“, und Altenstadts Trainer Gerd Römer zollte dem TSB Lob und Anerkennung, für dessen routinierte Spielweise. Eine Viertelstunde vor dem Match hatte Römer noch gehofft, sein Team würde in der Gmünder Halle nochmals den gleichen „Energieaufwand“ bringen, wie vor zwei Wochen beim 36:32 in Steinheim. Genauso wie TSB-​Coach Kölle wollte auch Römer nichts von einer „Rivalität“ in der anstehenden Partie wissen.
Von Beginn an versteckten sich die Gäste keineswegs, und gingen ein hohes Tempo. Kaum eine Minute gespielt, da stand es bereits 1:1. Erst hatte Gallo den TV Altenstadt in Führung gebracht – postwendend schlug Michael Hieber zurück. Dominik Gallo wurde schön freigespielt, gegen seinen Distanzwurf war TSB-​Keeper Neukamm chancenlos, 1:2. Kölles Team blieb ruhig, und lieferte ganz passable Ballstaffetten über mehrere Spieler, Altenstadt hatte Mühe dem TSB-​Spiel zu folgen, Paul Boizesan erhielt den Ball, behielt die Übersicht – 2:2. Das große Plus des TSB in der ersten Halbzeit war die kompakt stehende Defensive, und das schnelle Umschalten, es kam zu Tempogegenstöße, wenn Altenstadt zu eilig vertendelte, und zweimal Johannes Frey sowie Michael Hieber sorgten für eine 6:3-Führung. Überhaupt war es Johannes Frey, der zwar angeschlagen ins Spiel ging („Achillesfersenreizung“), im Spiel selbst aber sehr variabel agierte, auch mal das Tempo gekonnt drosselte, wenn einfach kein Mitspieler frei stand. Auf der Gegenseite war es der Spieler mit der Nummer 15, Manuel Feitz, der immer wieder Treffer landete (insgesamt acht davon drei Strafwürfe). Es folgte die Phase mit Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten – Abspielfehler und Missverständnisse hüben wie drüben. Flugs stand es wieder 8:8. Johannes Frey lief humpelnd und mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Platz, sogleich ließ er sich von Physiotherapeutin Heisig am Spielfeldrand „pflegen“. Schade, dass der Schiedsrichter gleich zwei Tobias-​Tore abpfiff, statt Vorteil zu gewähren. Gemäß der Gmünder Spielanteile war der Halbzeitstand eher mau. Hannes Frey lief wieder mit auf, Schamberger bekam auch seine Einsatzzeiten, und war genauso wie Paul Boizesan einer der effektivsten Spieler. Kölle später: „Ja, Paule wird noch besser, und Schamberger hat die Bälle wahrlich am Kreis angesaugt.“ Der TSB zog auf und davon und gleichzeitig eine Show ab. Dem TV Altenstadt blieb die Spucke weg, Czypull sorgte für das 29:20, Boizesan und Frey später für den 33:24-Endstand.
TSB Gmünd: Neukamm, Fuß – S. Frey, M. Hieber (6), R. Schneider, Boizesan (10/​1), B. Göth (1), S. Göth (2), J. Frey (7), Nothdurft (1/​1), Czypull (1), Schamberger (2), C. Tobias (3)
 

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