Altes und Modernes zur Weihnachtszeit Konzert der Stadtkapelle im Stadtgarten erfreute auch dieses Jahr viele Hörer
Wie der Schlitten zum Weihnachtsmann, so ist in Gmünd die Zeit um Weihnachten herum, ohne das Weihnachtskonzert der MV–Stadtkapelle seit vielen Jahren schier undenkbar.
SCHWÄBISCH GMÜND (kos). So füllte auch am Sonntag ein erwartungsfrohes Publikum das große Foyer des Stadtgartens, um zu hören, was Stadtkapellmeister Dietmar Spiller sich dieses Jahr an musikalischen Weihnachtsgrüßen ausgedacht hatte, um auf das Fest einzustimmen.
Das Programm enthielt traditionelle, klassische jedoch auch moderne Weihnachtsweisen. Altbekannt zwar und wie man sie gerne hört, aber dieses Jahr hatte Dietmar Spiller das meiste davon in neuen Arrangements mit der Stadtkapelle einstudiert. Heuer waren dabei wieder Bläserensembles auf der Empore und der Treppe des Stadtgartens platziert, was die Darbietungen noch besonders reizvoll machte, wie das auch Solisten aus den Reihen des Orchesters und an diesem Tag auch zum ersten Mal die Gesangssolistin Evelyn Scheurer aus Salach machten. Damit wollten sich aber auch Stadtkapellmeister Dietmar Spiller und die Verantwortlichen für das vergangene Jahr bei der treuen Zuhörerschar bedanken.
„Vom Himmel hoch, da komm ich her“ spielte zu Beginn das Orchester, bevor es von der Empore „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ erklang, wobei Johannes Edelbauer das Flügelhorn spielte und Evelyn Scheurer (Sopran) ihren wohlklingenden Gesang beisteuerte.
Von der Treppe zum großen Foyer hörte man dann vom dort platzierten Bläserquartett die alte schöne Volksweise „Es wird scho glei dumpa“, bevor der Bläsergruppennachwuchs schon recht gekonnt „Alle Jahre wieder“ spielte. Zwei Weisen von Georg Friedrich Händel folgten. Einmal war das „Er weidet seine Herde“ mit der ausdrucksvollen Gesangssolistin Evelyn Scheurer, die das Seniorenorchester begleitete und dann das wieder von der Empore zu hörende „Tochter Zion“ mit einem mächtigen Trommelwirbel.
Weiter ging es mit dem bekannten Andachtsjodler aus den Bergen, einem Weihnachtslied aus Schlesien und (mit dem Seniorenorchester) einem aus Ungarn. Die schöne „Hymne an die Nacht“ von Ludwig van Beethoven fehlte dann nicht wie auch jedes Jahr das große Weihnachtslieder-Potpourri „In heiliger Nacht“ mit der Stadtkapelle und dem Seniorenorchester mit „Vom Himmel hoch“ bis „Süßer die Glocken nie klingen“.
Mit dem mächtig aufklingenden „Transeamus Usque Bethlehem“ mit der Stadtkapelle und dem Gesang von Evelyn Scheurer „Ich steh an deiner Krippe hier“, sie wurde wieder vom Seniorenorchester begleitet ging es nach der Pause weiter. Flott und mit Peitschenknall leitete dann die rasante Petersburger Schlittenfahrt über zu vielen weiteren aber nun modernen weihnachtlichen Weisen, zu denen mit der Stadtkapelle Evelyn Scheurer „Santa Claus is Comin“ beitrug und sich Johannes Edelbauer bei „Jingle Bells“ auch als recht passabler Gesangssolist zeigte. Die Stadtkapelle und das Seniorenorchester begleiteten dann Janina Edelbauer (Saxophon) und Evelyn Scheurer (Gesang) „Happy Christmas“ von John Lennon. Nach weiteren Melodien verabschiedete dann Sissi Edelbauer, die Vorsitzende, die vielen Zuhörer, bevor alle gemeinsam „Stille Nacht“ sangen und spielten. Viel Beifall gab es für alle Mitwirkenden, und auch die Schülerinnen Marina Schöne und Lena Schwinger durften sich für ihre Weihnachtsgedichte darüber freuen.
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