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» Schwäbisch Gmünd | Mittwoch, 23. Dezember 2009

Bisher zeigt sich der Einzelhandel äußerst zufrieden mit dem Verlauf des Weihnachtsgeschäfts ein paar Trends sind erkennbar

Der Mann, das undurchschaubare Wesen? Nicht so für die Filialleiterin Monika Nubert der Douglas-​Parfümerie. Ihrer Erfahrung nach zählt der morgige Heiligabend-​Tag zur „Männer-​Ära“ – denn an die „95 Prozent“ der Kunden seien männlich. Insgesamt zeigen sich die Vertreter des Einzelhandels mit dem Weihnachtsgeschäft zufrieden. Von Giovanni Deriu

SCHWÄBISCH GMÜND. Die Verkäufer, Berater und Filialleiter des Gmünder Einzelhandels können sich die Hände reiben. Denn, so groß hat die Wirtschaftskrise (noch) nicht eingeschlagen in dieser Vorweihnachtszeit. Immer noch, so scheint es, lassen es sich die Gmünder schon etwas kosten, um ihre Liebsten ordentlich zu beschenken. Vielleicht aber, tun sie es ein bisschen bewusster als sonst. Eine, die es wissen muss, ist die Douglas-​Filialleiterin Monika Nubert. Die 53-​jährige ist im „Weihnachtsgeschäft“ mit Douglas „groß geworden“. Nubert ist im 20. Jahr dabei, und hat einen Vergleich was das Vorweihnachtsgeschäft betrifft. Auf alle Fälle würden die „Leute“ preisbewusster einkaufen – Angebote wie kleine „Sets“ und Schnäppchen gehen immer.
Partnerinnen könnten das Geschenk zu früh entdecken
Das Team um Monika Nubert respektiere alle Käufer gleich, egal wie viel Geld der Kunde zur Verfügung habe – viele gehen „am Limit“, aber am Heiligabend soll das Geschäft noch einmal so richtig brummen, besonders wenn die Männer auf den „letzten Drücker“ kommen. Warum eigentlich so spät? Nun, erläutert Nubert, weil sonst die Partnerinnen der Männer das Geschenk „zu früh entdecken“. Die Renner im Laden? Nubert blickt zu ihrer Stellvertreterin Olga Dalinger, und die Beraterin antwortet: „Für die Dame Dolce und Gabbana Chanels Number one und five.“ Ähnlich bei der Konkurrenz von Kaufhaus, bzw. Drogeriemarkt Müller im CityCenter, wobei, Müller ist mit all seinen Abteilungen gut aufgestellt und nicht nur auf Düfte spezialisiert. Doch Filialleiter Ralf Rüdiger meint schon auch, dass im Bereich der Parfümerie „am Meisten umgesetzt wird“. Sehr beliebt wären die verschiedenen „zusammengestellte Sets“ mit Düften und einer Bodylotion darin, erklärt Rüdiger. Aber da wäre noch die Elektronikabteilung, der Spielwarenbereich und alles rund um „Multimedia“. Die Kinder stehen immer noch auf „Playmobil und Lego“. Das Weihnachtsgeschäft werde mit den 100 Mitarbeitern bestens bewältigt – geschätzt werde von den Kunden der „Einpackservice“. Rüdiger dazu: „Freundlichkeit und Service sind unsere Philosophie.“ Wie Rüdiger kann auch Nubert berichten, dass die „Ladendiebstähle“ vor Weihnachten nicht zugenommen haben. Auch Ralf Rüdiger rechnet damit, dass morgen etliche Männer den Laden besuchen – „Last-​minute-​Geschenke“ Martin Röttele, der Juniorchef des Gmünder Bekleidungsunternehmen ist mit dem Weihnachtsgeschäft auch sehr zufrieden – Röttele erhofft sich auch „Einkaufsimpulse“ für das neue Jahr. Bevorzugt werden gerade, dem kalten Wetter entsprechend, „Schals, Handschuhe und dicke Pullis“ gekauft.
Der Festtagsbraten darf natürlich keinesfalls fehlen
In aller Ruhe stöbern konnte man in den vergangenen Tagen noch im Spielwarenladen „Böttinger“ (Milchgässle). Doch damit, so die Inhaberin Elke Deininger, sei es nun vorbei. Bisher verlief alles „positiv“, sie machte einen starken Verkauf aus, und ein bisschen „Trubel und auch schwitzen“ gehöre doch zur Vorweihnachtszeit im Einzelhandel. Auch Deininger hat Vergleiche zu anderen Jahren, aber dass die Wirtschaftskrise hier eingeschlagen haben soll? Nein, und Schnäppchen oder Angebote gäbe es hier „eh nicht“, ergänzt Mitarbeiterin Katja Meier. Auch denken Meier wie Deininger, dass der „Heiligabend“ morgen noch einmal „gemütlich“ wird. Kreative hochwertige Holzspielzeuge oder „Spielzeugaufbewahrungs-​Truhen“ seien im Trend.
Manche Familien speisen vor, andere nach der großen Bescherung. Auf jeden Fall gibt es die unterschiedlichsten Geschmäcker. Auch in der Metzgerei Feifel gibt es einiges zu tun, doch das, sagt die Leiterin Elisabeth Keim, sei doch normal. Der Verkauf komme nun in die „Gänge“. Filets aller Arten werden gekauft und vorbestellt. Der Festtagsbraten darf nicht fehlen, oder ganz originell der „Nürnberger Früchtebraten“. Was den auszeichnet, wollen wir wissen. Keim: „Es ist ein Schweinebraten mit Aprikosen und Pflaumenfüllung.“ Ja, da kann einem das Wasser im Mund zusammenlaufen.
Weihnachten ohne Süßigkeiten sind unvorstellbar, und es scheint, als mögen es die Gmünder besonders zuckrig und „schokoladig“. Gar keine Zeit hatten die Mitarbeiterinnen im „Haus der Spezialitäten“ bei Hussel. Der Laden war rappelvoll, die Schlange vor der Kasse reichte bis zu den Regalen und schönen Behältern. Pralinen wurden nachgefüllt, Täfelchen platziert. Hausgemachte und individuelle Süßigkeiten sind voll im Trend. An Weihnachten darf es ruhig auch mal was anderes sein, als die gewöhnliche Tafel Schokolade vom Discounter.
 

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