Heimstatt auf Dauer in Schwäbisch Gmünd: Drei Räume im ersten Obergeschoss Einweihung soll im September 2011 sein
Für Gerda Fetzer und ihre Mitstreiter vom Schulmuseums-Förderverein kam Weihnachten einen Tag früher: Das Schulmuseum erhält drei Räume im ersten Stock der Klösterleschule. Allerdings dauert’s noch ein Weilchen – Eröffnung ist im September 2011.
SCHWÄBISCH GMÜND
(rw). Seit
18 Jahren bemüht sich Gerda Fetzer um die Einrichtung eines Schulmuseums, zunächst als Einzelkämpferin, dann zusammen mit einem Förderverein. In dieser Zeit wuchs der Fundus kräftig an. Enttäuschungen und Rückschläge blieben nicht aus: Neben einer Odyssee durch diverse Lagerräume kam es vor allem zu einer ausgedehnten Wanderung durch einen bürokratischen Irrgarten von Aufschüben und Vertröstungen. Dann brannte das Lager im Lindacher Bezirksamt ab und beschädigte die Bestände – wobei man nicht weiß, wie viele und welche Objekte wie die „Bärenschule“ wo abgeblieben sind. Aufregung genug also, auch wenn ein historisches Klassenzimmer derzeit sehr angemessen im Heubacher Schloss untergebracht ist und dort das Ziel zahlreicher Besuchergruppen ist.
Doch eigentlich, findet nicht nur der OB, gehört das Schulmuseum in die Schulstadt Schwäbisch Gmünd. Gestern Nachmittag verkündete er zusammen mit Kulturbürgermeister Joachim Bläse an Ort und Stelle, dass die langjährige Suche nach geeigneten Museumsräumen beendet sei: Der Förderverein erhält drei ehemalige Klassenzimmer im ersten Stock der Klösterleschule zur Ausgestaltung als Museum. Die Eröffnung ist zum Schuljahresbeginn
2011/
12 geplant.
Bis dahin werden die Zimmer als Ausweichräume für die zu renovierenden Schulen Baldung– und Parler-Gymnasium verwendet; das
HBG wird auch über
2011 hinaus noch im zweiten und dritten Obergeschoss sein. Ferner haben Naturkundeverein und
VHS im Haus Räume, ebenso ist die Ganztagesbetreuung mit mittlerweile
100 Kindern und eine Hausaufgabenbetreuung dort untergebracht, die von den
380 Kindern der Klösterleschule (alle im Maria-Kahle-Gebäude untergebracht) aufgesucht werden. Kurz: das Schulmuseum wird in einem Haus und in einer Umgebung mit Leben stecken, was dem OB wichtig ist.
Gerda Fetzer nahm das Stadtoberhaupt, gewitzt durch die Erfahrungen unter drei OB-Vorgängern, gleich in die Pflicht: „Heubach ist ein Vorbild“, mahnte sie. Das Sekretariat und der Gang müssten zu den drei Räumen hinzukommen, der zuvor zu sanierende Dachstock als Lager. „Eins nach dem anderen“, bremste der OB. Doch er wisse, wie viel Herzblut am Schulmuseum hänge. Die Überlassung der Räume sei auch ein Zeichen des Respekts vor dem Förderverein. Auch Klösterle-Rektorin Edda Hogh freut sich über den Museums-Standort: „Das war vor Jahren schon meine Idee.“
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