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» Schwäbisch Gmünd | Dienstag, 29. Dezember 2009

Verein AhA organisierte im FuN ein Jolkafest für die Kinder

Auch in diesem Jahr organisierte der „AhA“ – Verein“ ein Weihnachts– und Silvesterfest für Aussiedlerkinder. Über 90 glückliche Kinder und Jugendliche genossen zusammen mit ihren Eltern und Großeltern eine Reise zu Väterchen Frost und seiner beständigen Begleiterin „Snegurotschka“ Von Eduard Kessler

SCHWÄBISCH GMÜND. Es ist in Schwäbisch Gmünd zu einer guten Tradition geworden, dass vor Weihnachten und Silvester der neu organisierte Verein „AhA“ für die ganz kleinen Kinder und Jugendliche ein Jolkafest organisiert, also ein Fest rund um Weihnachtsbaum bzw. Tannenbaum. Mit diesem Fest wird den Kindern historische Traditionen rund ums Aufstellen eines Christbaumes gezeigt, dann an diesem Baum gefeiert, sowie auf das kommende neue Jahr eingestimmt.
Nach einer kurzen Begrüßung im FuN – Saal vor der Jolka mit ihren Lichterketten, Kerzen und Süßigkeiten hat die Vorsitzende Nelly Joos alle Kinder gefragt, ob sie bereit wären, eine Reise zu Deduschka Moros (Väterchen Frost) zu unternehmen. Alle waren einverstanden und so begann das Märchenfest. Zu den Kindern kam im blauen Festmantel und Mütze Snegurotschka, („Schneemädchen“, „Schneeflöckchen“), die beständige Begleiterin von Deduschka Moros. Das Schneemädchen meinte, dass Deduschka Moros sehr beschäftigt sei: Aber er eile nach Schwäbisch Gmünd zum Jolkafest.
Plötzlich stürzte in den Saal ein Snegowik herein, also ein Schneemann, und teilte mit, dass auf Deduschka Moros kurz vor Weihnachten und Silvester viele Aufgaben zugekommen sind: Er sei mit dem Einpacken der vielen Geschenke für alle Kinder beschäftigt und müsse die Felder und Täler, Wälder und Gebirge mit einer weißen, zarten Schneedecke abdecken. Wenn die Kinder ihre Geschenke haben wollten, müssen sie sich selbst auf die große Reise in den hohen Norden machen. Damit die Reise etwas erleichtert wurde, hatte Deduschka Moros ein magisches Schneeflöckchen ins Kuvert eingepackt, das die Reise ins Reich des Frostes erleichtern solle.
Die Kinder versammelten sich vor der Jolka, freuten sich auf das baldige Wiedersehen mit Deduschka Moros, auf die Geschenke, sagten Gedichte auf, sangen Lieder und tanzten um den Tannenbaum. Hand in Hand setzen sie ihren Weg Richtung Deduschka Moros fort, doch plötzlich mischte sich eine böse Hexe ein und führte die Kinder in die Irre – zunächst ins heiße Afrika zu einem Piraten. Durch Lieder und Gedichte wurde schließlich aber auch der missgünstige Pirat aufs Neujahrsfest eingestimmt.
Die Kinder setzten ihren Festzug fort, doch die Hexe trieb noch einmal ihr böses Spiel und brachte die Kinder ans Meer, zu den Fische und einem ganz anderen Königreich. Der Meereskönig wurde über das Jolkafest unterrichtet, ebenfalls mit Liedern, Gedichten und Tänzen auf die Festtagsstimmung eingeschworen und erklärte sich letztendlich bereit, den Kindern zu helfen. Weil die Kinder dem Meereskönig einen Königsmantel gewebt hatten, versprach er ihnen eine reibungslose Reise auf die Erde und schenkte ihnen magische Muscheln. Die böse Hexe versuchte die Reise wieder zu sabotieren, doch die guten Kräfte und das Zusammenhalten der Kinder siegten endgültig.
Auf der Erde angekommen, wurde mit drei kräftigen Rufen der Deduschka Moros erreicht. In einem weißen, reich geschmückten und durchwebten Mantel erschien Väterchen Frost mit einem langen, weißen Bart. Er hatte einen magischen Stab, dessen Spitze alles, was sie berührte, gefrieren ließ. Er erzählte, dass er in der Taiga wohne und mit drei Rentieren fahre. Für das Gmünd Jolkafest hatte er in seinem großen Sack viele Geschenke mitgebracht.
Gemeinsam mit Väterchen Frost sangen die Kinder um den Tannenbaum, weil dies nun mal das schönste, ganz bestimmt das märchenhafteste Fest aller Feste ist, nicht zu vergessen natürlich die vielen guten Überraschungen und Geschenktüten mit Süßigkeiten und anderen kleinen Aufmerksamkeiten.
Es muss einfach eine
Wiederholung geben
Die Aussiedlerkinder aus dem Gmünder Raum haben sich schließlich vom Jolkafest mit Deduschka Moros und seiner Begleiterin Snegurotschka verabschiedet. Die Reise dauerte zwei Stunden. Auch die Erwachsene freuten sich über die sehr gelungene Veranstaltung mit Väterchen Frost und seiner Enkelin Snegurotschka. Weil die Nachfrage so groß war, haben Vorsitzende Nelly Joss und ihr engagiertes Team mit Robert Schall, Natalija Vasyleva, Katharina Uhlmann, Inna Lebedev, Lesia Kimmel, Jelena Prokopalov, Lilia Gepfner und Elvira Hartmann insgesamt gleich drei Jolka-​Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche durchführen müssen – die sich nun allesamt aufs nächste Jahr freuen.
 

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