Welten verbinden JuFuN zieht positive Jahresbilanz Vesna Groznica als Vorsitzende verabschiedet
Mit einer durchweg positiven Bilanz präsentierte der JuFuN–Vorstand seinen Rechenschaftsbericht bei der Mitgliederversammlung im Stadtteilzentrum Ost. Verbunden war dieser Abend freilich auch mit einem Abschied.
SCHWÄBISCH GMÜND
(pm). Vereinsvorsitzender Peter Niedergesäss (
KAB) durfte bei der Begrüßung gleich einen Stabwechsel vollziehen. Es war die letzte Mitgliederversammlung für den scheidenden
VGW–Geschäftsführer, Burkhard Fichtner, der zugleich auch seinem Nachfolger Wolfgang Frei ans Herz legte, die Geschicke des
JuFuN–Vereins nicht aus dem Auge zu verlieren. Niedergesäss ließ Revue passieren, wie die
VGW seit Anfang der neunziger Jahre zunächst in der Hardtsiedlung Mitinitiator der Sozialarbeit war. Schon die Einrichtung des Jugendtreffs und der Anfangsfinanzierung eines Pädagogen war damals zukunftsweisend.
Später bei der Geburtsstunde des FuN war Burkhard Fichtner ein wichtiger Förderer der Arbeit mit Erwachsenen. Beherzt habe die
VGW dann den Bau des Familien– und Nachbarschaftszentrums angepackt. Aber nicht nur auf dem Hardt, sondern auch in der Oststadt half die
VGW mit, die Infrastruktur für die Sozialarbeit im Stadtteil zu schaffen. Auf diese Weise sei der Jugendtreff in der Werrenwiesenstraße und zuletzt das Stadtteilzentrum entstanden.
„Welten verbinden“ stand als Motto über den Berichten, mit denen die Vereinsspitze über ein überaus angefülltes Arbeitsjahr Rechenschaft ablegen konnte. Besonders gespannt war die Versammlung auf die neu gestaltete Homepage (www.jufun.de), die in diesen Tagen ins Netz gestellt werden konnte. Die neue Internetpräsentation bot der Versammlung einen roten Faden, um über ein viel verzweigtes soziales Engagement des Vereines auf dem Hardt und in der Oststadt zu berichten. Vesna Groznica hob in ihrem Vorstandsbericht die Konsolidierungsarbeit auf dem Hardt hervor. Mit der Neubesetzung der Leitungsstelle des FuN mit Birgit Bormann habe die Erwachsenenarbeit mit den Familien im Stadtteil wieder ganz neu belebt werden können. Dies werde an der Nachfrage der Sprechstunden deutlich, genauso wie an der großen Besucherzahl, die jeden Tag die Angebote im Nachbarschaftstreff nutzen.
Eine besondere Herausforderung sei es im vergangenen Jahr gewesen, die Jugendarbeit neu zu strukturieren. Galt es doch dem Jugendtreff wieder neue Attraktivität zu verleihen und dabei die Jugendlichen zum Mit-Anpacken zu motivieren, so Groznica. Stolz konnte die neue Leiterin des Jugendtreffs, Eva Hönes, von großen und kleinen Erfolgen berichten: der Jugendtreff hat unter tatkräftiger Mitwirkung der Jugendlichen ein ganz neues Outfit bekommen, in einer Garage konnte ein Fitnessraum eingerichtet werden. Aber auch auf die gute Kooperation mit Schule und Polizei bei Gewaltpräventions-Seminaren oder bei der täglichen Hausaufgabenbetreuung in der Grundschule Hardt, konnte Hönes verweisen.
Schließlich gab Helga Frey, Hauskoordinatorin des Stadtteilzentrums und Leiterin des Sozialbetriebes Werkhof Ost, einen Einblick in das erste Jahr des Bestehens des Bewohnertreffs. Vieles habe sich mittlerweile eingespielt und alle Mitträger des Zentrums seien in der täglichen Abstimmungsarbeit gewachsen. Profitieren können die Bewohner der Oststadt von einer Vielzahl von Aktivitäten, die alle Zielgruppen im Blick haben. Nicht zuletzt die Möglichkeit, das Zentrum für private Familienfeiern nutzen zu können, werde vermehrt in Anspruch genommen. Besonders erfreulich für Helga Frey ist die Entwicklung der stadtteilbezogenen Seniorenarbeit, die der
JuFuN–Verein als ganz neues Feld in der Gemeinwesenarbeit übernommen hat. Eng damit verbunden ist das Angebot des Mittagstisches jeden Donnerstag, der mittlerweile von über
40 Personen aus der Oststadt angenommen wird.
Der Werkhof Ost mit seinem handwerklichen Dienstleistungsangebot insbesondere für Seniorenhaushalte entwickle sich kontinuierlich weiter. „Hier im Werkhof finden Arbeitslose wieder einen Sinn im Leben, sie erfahren Halt und Struktur. Daher freuen wir uns über jeden Auftrag, damit unsere Leute Beschäftigung haben und der Sozialbetrieb sich finanziell trägt“, begründet Frey die Arbeit im Sozialbetrieb.
Auf ein Jahr Deutsch-Türkisches Familienmentorat konnte Bernhard Bormann, Projektleiter des
EU–geförderten Integrationsprojektes, zurückblicken. Türkische Migrantenorganisationen und die Stadt sind dabei Partner des
JuFuN–Vereines. Mit Hilfe dieses Förderprogammes sei es gelungen, so Bormann, ein hervorragendes Ausbildungsprogramm für türkischsprachige Familienmentoren durchzuführen. Peter Niedergesäss präsentierte den Jahresabschluss des vergangenen Rechnungsjahres. Finanziell sei das Jahr schwierig gewesen, aber im laufenden Haushaltsjahr zeichne sich ein guter Trend ab. Mit einem positiven Jahresergebnis hoffe der Vorstand auch wieder die Rücklagen stärken zu können. Die Kassenprüfer Alexander Wurst und Klaus Knödler konnten auch diesmal wieder eine sorgfältige Buchführung attestieren. So konnte die Versammlung mit einem guten Gefühl, auch bezüglich der Finanzen, den Vorstand entlasten. Diese fiel dann einstimmig aus.
Danach stand die Neuwahl des kompletten Vorstandes an. Vesna Groznica hatte schon im Vorfeld angekündigt, dass sie nicht mehr kandidieren werde. Sie könne das zeitliche Engagement nicht mehr aufbringen, das für die Vorstandtätigkeit erforderlich sei. Es hätten einige konstruktive Gespräche mit möglichen Kandidaten stattgefunden, aber leider könne man keine Person zur Wahl präsentieren, erklärt Johannes Sumowski, Vertreter der Kirchengemeinde St. Peter und Paul im
JuFuN. Die Wiederwahl von Peter Niedergesäss, der sich bereit erklärte, auch einige Monate allein den Vorsitz zu übernehmen, erfolgte mit einem einstimmigen Votum.
Ebenso zur Wiederwahl stand der Vorsitzende des Beirates, dem Beratungsgremium für den Vorstand, an. Betriebsseelsorger
Dr. Rolf Siedler erklärte seine Bereitschaft, für weitere zwei Jahre das Amt zu übernehmen. Auch er erhielt das einstimmige Votum des Gremiums.
Schließlich erhielten die seitherigen Kassenprüfer wieder einen Prüfauftrag für das kommende Jahr.
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