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Donnerstag, 03. Dezember 2009
Klettern: Auf ein ereignisreiches Jahr kann Thomas Tauporn zurückblicken
Auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr kann Thomas Tauporn zurückblicken. Zwar verpasste er einmal mehr seinen großen Traum, den Weltmeistertitel bei der Jugend, doch dafür sorgte der Schechinger im Weltcup der Herren mächtig für Furore.
Viel hatte sich Thomas Tauporn für das Jahr
2009 vorgenommen. Im Herren-Weltcup sollte es in der Gesamtwertung unter die Top Ten gehen und mindestens zweimal ein Finale der besten Acht erreicht werden. Für diese Ziele legte sich der Schechinger mächtig ins Zeug und trainierte eifrig mit seinen Coaches Christoph Finkel und Erwin Marz. „Wir haben andere Sachen ausprobiert, die gut angeschlagen haben“, sagt Tauporn, der eigentlich hauptsächlich als „Shorty“ bekannt ist. Wie gut die Wirkung der neuen Trainingsmethoden war, zeigte sich schon beim ersten Weltcup-Auftritt in Chamonix. Als Fünfter zog der
18-Jährige dort ins Finale ein und landete schließlich auf einem respektablen achten Rang. „Dass es gleich ins Finale ging, war schon eine Überraschung. Aber es war richtig cool vor
12 000 Zuschauern“, so Tauporn zurückblickend. Es sollte nicht die einzige starke Leistung im Jahr
2009 für Shorty werden. Beim nächsten Weltcup in Barcelona bestätigte der Kletterer des
DAV Sektion Gmünd seine gute Form und kehrte als Achter an seinen Trainingsort nach Stuttgart zurück.
Gute Platzierungen sorgen schnell für gestiegene Ansprüche, aber nicht so bei Tauporn. Auch über Rang
16 in Imst konnte er sich freuen. „Letztes Jahr wäre es mein bestes Ergebnis gewesen, dieses Jahr ist es mein Streichresultat“, grämt sich der Schüler nicht. Um einen Zug verpasste er dann das Finale in Puurs und wurde Elfter. Davon ließ sich das Talent, das eigentlich noch bei der Jugend startberechtigt wäre, nicht beeindrucken, sondern glänzte nochmals beim Weltcup in Brno. Als Vierter beendete er diesen Wettkampf. „Das war der Kracher, das Highlight. Als Dritter ins Finale und als Vierter raus. Damit hatte keiner gerechnet“, strahlen selbst mit einigen Wochen Abstand noch seine Augen vor Stolz. Die Weltcup-Saison bei den Herren beendete er mit einem elften Platz in Kranj und erreichte so locker sein Ziel unter die Top Ten der Herren-Elite zu gelangen. „Ich weiß jetzt, dass ich oben mitmischen kann“, freut sich Tauporn.
Nicht nur bei den Weltcups glänzte der Schechinger in diesem Jahr. Auch bei den Einladungswettkämpfen in Shanghai und in Arco, beim Rockmasters, zeigte er sich von seiner besten Seite. „Shanghai war die größte Überraschung überhaupt“, so Tauporn, der diesen Wettbewerb gewinnen konnte. Das Rockmasters beendete er auf Rang
16. „Dort zählt der Olympische Gedanke: Dabei sein ist alles“, erklärt Tauporn.
Dass er einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht hat, war auch bei der Weltmeisterschaft der Herren in Xining zu sehen. „Ich habe das Finale nur um einen Zug verpasst, aber als
14. mein Ziel Top
15 erreicht“, blickt Shorty zurück. Es waren alles andere als „normale“ Titelkämpfe in China. Viele Athleten litten unter Magen-Darm-Problemen. Im deutschen Team blieb nur der Schechinger verschont. Ein Abenteuer, dass unter besonders kurios abgehakt wird.
Mit ganz anderen Ambitionen ging Shorty das Unternehmen Jugend-Weltmeisterschaft an. „Das Ziel war der Titel“, erklärt er. Doch daraus wurde einmal mehr nichts. Als Vierter beendete den Wettkampf. „Das hat mir nicht so viel ausgemacht. Der Fokus lag klar bei den Herren, wobei ein Titel natürlich schon super gewesen wäre.“ Die Krone setzte sich einmal mehr der Österreicher Jakob Schubert auf. Dafür durfte sich Tauporn über den Sieg seines Vereinskollegen Sebastian Halenke bei den Jüngeren freuen. „Das war souverän. Er hat dominiert“, findet dessen Leistung beim
18-Jährigen Anerkennung.
Auf nationaler Ebene sicherte sich Shorty den Deutschland-Cup in Leipzig und qualifizierte sich so für die deutsche Meisterschaft, die am vergangenen Wochenende in Darmstadt ausgetragen wurde. Als Vizemeister verpasste er zwar den großen Coup, freute sich dafür mit Sieger Markus Hoppe. Dem
31-Jährigen versagten bisher bei wichtigen Wettkämpfen regelmäßig die Nerven. „Den Sieg haben ihm alle gegönnt“, erklärt Tauporn.
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