Karfunkelschein-Ausstellung in der Landesvertretung
Die Gmünder Ausstellung Karfunkelschein wurde in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg, Europas Hauptstadt in Brüssel gezeigt.
SCHWÄBISCH GMÜND
(pm). Eröffnet wurde die Ausstellung durch deren stellvertretenden Leiter, Eyke Peveling und durch Burkhard Fichtner für die
VGW als Sponsor und in Vertretung von Oberbürgermeister Richard Arnold für die Stadt Schwäbisch Gmünd eröffnet. Wie auch bei der Ausstellungseröffnung in Schwäbisch Gmünd vor einem Jahr in der Stauferstadt, führten
Prof. Dr. Jürgen Wertheimer von der Universität Tübingen und die Kuratorin Doris Raymann-Nowak in die Ausstellung ein. Eine große Besucherzahl war von den ausgestellten Schmuckstücken der Firma Prade begeistert und machte auch von der Möglichkeit, das eine oder andere Objekt kaufen zu können, reichlich Gebrauch. Mit viel Liebe zum schönen Detail und zur Erinnerung, öffnet sich durch die Ausstellung am Beispiel des Gablonzer Modeschmucks, mit der fast einzigen vollständig erhaltenen Nachkriegskollektion der Firma Prade, ein Einblick in eine einst florierende Welt.
Gegründet
1922 in Gablonz im Sudetenland durch Richard Prade, machte sich die Firma mit seinem Art-Deco-Schmuck einen Namen. Nach der Ausweisung und Vertreibung konnte die Familie ab
1948 die Arbeit in Schwäbisch Gmünd wieder aufnehmen, wo die beiden Töchter nach dem Tod des Vaters die Firma bis
1995 fortführten.
Mit der Ausstellung in der Brüsseler Landesvertretung bekennt sich das Land Baden-Württemberg zu dem großen Bevölkerungsanteil, die als Folge des Zweiten Weltkrieges nach ihrer Vertreibung aus Tschechien ins Land kam, aber auch zu dem Beitrag der Vertriebenen beim wirtschaftlichen Wiederaufbau. In Brüssel ist die Ausstellung noch bis zum
6. Januar zu besichtigen.
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