Landrat Pavel sprach bei der Jahresschlussfeier in Gschwend
Es ist viel mehr als ein Rechenschaftsbericht, den Bürgermeisterin Kottmann den Gschwendern am Jahresende vorlegt: Unter anderem gab’s gestern Abend Neuigkeiten über Hohenohl.
GSCHWEND
(bt). Keine Stadt und keine Gemeinde im Ostalbkreis geht mit einer solchen Jahresschlussfeier ins neue Jahr – „Klasse“, lobte Landrat Klaus Pavel und berichtete den Gschwendern, dass er unter seiner Weihnachtspost eine Zusage für den Ausbau der Forstlichen Ausbildungsstelle Hohenohl gefunden habe: Das Finanzministerium will rund eine Million Euro für die Ausbildung junger Forstwirte freigeben.
1810 kam der erste Förster nach Gschwend, nun kann das Zweihundertjährige doch gefeiert werden – im neuen Ausbildungszentrum. Zuschüsse gibt’s
2010 insbesondere für die Ortsdurchfahrt Frickenhofen, die gemeinsam mit einer der begehrten, über das
ELR–Programm geförderten Wohnumfeldmaßnahme verwirklicht wird. Pavel betonte, wie viel Wichtiges der Gemeinde durch das Engagement der Bürgermeisterin entstehe, die unter anderem im Kreistag und in vielen Funktionen die Interessen ihrer Gemeinde erfolgreich vertrete. Gschwend habe klug in die Zukunft investiert, so Pavel mit Blick auf eine „unterdurchschnittliche Verschuldung“ bei „guter Infrastruktur“ – und das in einer Flächengemeinde, die mit enormen Herausforderungen verbunden sei. Grundsätzlich ging der Landrat auf die wirtschaftliche Entwicklung im Ostalbkreis ein, auf Dinge, die Sorgen bereiten oder die hoffen lassen, und darauf, wie wichtig Arbeit für Menschen ist – Stichwort Qualifikation –, sowie Forschung und Entwicklung („Patentdichte“).
Auch Musik stand auf dem Programm, der von
SWR 4 gezeigte Film über Mittelbronn sowie eine Dokumentation über die Tour Ginkgo, die sehr viel für kranke Kinder erreicht und „
2010 hoffentlich Station machen wird in Gschwend“. Im Mittelpunkt des Abends standen freilich die Bürgerinnen und Bürger und all das was sich ereignet hat im zu Ende gehenden Jahr. An den CMT-Auftritt wurde erinnert, das deutsch-estnische Forum, den Musikwinter und die Arbeit am „SCHUB Sport-Spaß“, die ausführlich gewürdigt wurde – vor allem die Nachbarschaftshilfe, Fahrdienste zum Beispiel, werde sehr gerne angenommen und erweise sich als wertvoll im gegenseitigen Miteinander.
Wichtig war Rosalinde Kottmann die Hauptschule, die nun mal keine Werkrealschule werden kann: „Es wäre fatal, wenn bei solchen Rahmenbedingungen, wie sie in Gschwend gegeben sind, keine weiterführende Schule mehr am Ort wäre“. Für die Zukunft habe die Gemeinde als Schulträger – mit Landkreisunterstützung – die besten Voraussetzungen geschaffen; es gibt Mittagessen, und
2009 wurde Sigrid Feuchter mit einer halben Stelle als Schulsozialarbeiterin eingestellt. Dass Kinder wichtig sind in Gschwend, zeigt auch der Stellenwert, den die Kindergärten im Rückblick hatten. Außerdem galt der evangelischen Kirchengemeinde Dank und Anerkennung und dem
HGV, der Gschwend stärke und mit dem Sipsenäcker Frühling einen „regionalen Magneten“ geschaffen habe. Weder die Leistungen von Feuerwehr,
DLRG, Landfrauen und anderer wurden vergessen, noch die wichtigsten Veranstaltungen der Vereine und Institutionen. Auch nicht die Menschen, die
2009 Träume verwirklicht oder etwas Besonderes geleistet erlebt oder gefeiert haben (die RZ wird berichten).
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