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» Ostalbkreis | Freitag, 04. Dezember 2009

Eine Weihnachtszeit ohne schwere Unfälle; das wäre ein schönes Geschenk nicht nur für die Polizei

Fast 140 Mitbürger wurden im vergangenen Jahr verletzt oder getötet durch Menschen, die betrunken oder unter dem Einfluss von Drogen einen Verkehrsunfall verursachten. Die Polizei im Ostalkreis reagiert darauf mit verstärkten Kontrollen.

OSTALBKREIS (pm). Unfälle haben mannigfaltige Ursachen, vermeidbare und auch unvermeidbare. Alkohol und Drogen als Unfallursache sind immer vermeidbar, weshalb auch jede dadurch verursachte Folge hätte vermieden werden können. Folgen, die teilweise nicht mehr wieder gut zu machen sind, weil die Verletzung irreparabel ist, oder das Opfer gar verstorben ist.
Die Polizei bemüht sich, diese Gefahren zu reduzieren, indem sie diejenigen, die gedankenlos bis mutwillig Leid verursachen, aus dem Verkehr zieht, bevor sie etwas anrichten können. Dazu führt die Polizei, neben dem gezielten Zugriff auf betrunkene Autofahrer, ganzjährig anlassunabhängige Verkehrskontrollen durch.
Im laufenden Jahr konnten so insgesamt 387 Fahrten, bei denen der Fahrzeugführer unter Alkohol oder Drogen stand, beendet werden, bevor ein Unfall passierte. Diesen Fahrzeugführern wurde der Führerschein entzogen oder ein Fahrverbot auferlegt.
Diese Erfolge werden neben den Routinekontrollen auch immer wieder mit über das Jahr verteilten Schwerpunktkontrollen erreicht, zu denen zusätzliches Personal abgestellt wird. Die Polizei ist sich sicher, dass ihre Bemühungen, im Verbund mit Maßnahmen anderer Institutionen, dazu beigetragen haben, dass sich beispielsweise die Zahl der Unfalltoten seit Gründung des Ostalbkreises auf ein Viertel der Höchstzahl aus den Achtziger Jahren eingependelt hat. Doch jeder Verkehrstote und jeder Verletzte im Straßenverkehr ist zu jeder Zeit zuviel.
Für diejenigen, die beruflich mit dem Unfalltod zu tun haben, aber auch für diejenigen, die dieses Leid selbst erfahren mussten, muss diese Aussage nicht weiter erläutert werden.
Denjenigen, die die knappen Meldungen über den sinnlosen Tod auf der Straße eher im Vorbeigehen zur Kenntnis nehmen, sei die erschreckende Zahl der Toten des Ostalbkreises mit einem Bild dargestellt.
Um die Zahl der Toten allein auf den Straßen unseres Kreises seit der Gründung des Ostalbkreises vor nunmehr 36 Jahren zu erreichen, hätten wir fünf Abstürze eines Jumbo-​Jets miterleben müssen. Ein Absturz eines Jumbo-​Jets alle sieben Jahre auf unserem Kreisgebiet wäre uns sicherlich nachhaltiger in Erinnerung geblieben.
Und trotzdem, oder deshalb, willen die Polizei auch und gerade in der Vorweihnachtszeit die Menschen wenigstens vor denen schützen, die sich gleichgültig, trotz gravierender persönlicher Mängel hinters Steuer setzen und damit Leib und Leben Aller riskieren.
Deshalb sei darauf hingewiesen, dass die Polizei ihre Kontrollen in der Vorweihnachtszeit wieder intensivieren wird. An vielen Orten, zu allen erdenklichen Zeiten werden personalintensive Alkohol– und Drogenkontrollen durchgeführt werden.
Und weil zu Weihnachten jeder einen Wunsch frei hat, wünscht sich die Polizei, dass sie bei ihren Kontrollen möglichst wenig Unverbesserliche antreffen muss; vor allem aber, dass niemand durch eine solche Unverantwortlichkeit Schaden leiden muss und alle ein unbeschwertes Weihnachtsfest im Kreise aller ihrer Lieben feiern können.
 

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