34-Jährige lag brennend im Bett /Polizeibeamte erlitten beim Löschen Rauchvergiftungen
Ein schreckliches Bild bot sich Hausbewohnern, Polizeibeamten und Feuerwehrleuten gestern um 13.45 Uhr in der Rinderbacher Gasse: In einer völlig verrauchten Wohnung lag eine junge Frau brennend im Bett. Sie kam mit schwersten Verbrennungen ins Krankenhaus, wo sie am Abend ihren Verletzungen erlag. Über die Brandursache gibt es noch keine Aussage. Von Gerold Bauer
SCHWÄBISCH GMÜND. Rauchmelder hatten in dem Mehrfamilienhaus Bewohner im dritten Stock aufgeschreckt. Sie suchten das Gebäude ab und stellten fest, dass aus einer Wohnung im ersten Stock Rauch ins Treppenhaus drang. Nach dem Betreten der Wohnung fanden sie eine
34-jährige Frau brennend auf einem Bett liegend vor. Die Hausbewohner versuchten zunächst selbst, die Flammen mit Decken zu ersticken, mussten wegen des beißenden Qualms aus der Wohnung flüchten und sorgten dafür, dass die Polizei alarmiert wurde. Als der Notruf auf der Gmünder Polizeiwache eingang, befanden sich zwei Streifenwagen zufällig ganz in der Nähe des Brandortes und so waren die Beamten noch vor der Feuerwehr dort. Die Polizisten versuchten ebenfalls, das Zimmer der Frau zu betreten und unternahmen dazu auch mehrere Anläufe — allerdings ohne Erfolg, da die Rauchentwicklung zu intensiv war. Unmittelbar während dieser Rettungsversuche traf die Feuerwehr ein, die den Brand dann schnell löschen konnte. Die sehr schwer verletzte Frau wurde in die Stauferklinik gebracht, wo sie von einem Rettungshubschrauber aufgenommen werden sollte. Eine Verlegung fand allerdings nicht mehr statt. Drei Polizeibeamte erlitten Rauchvergiftungen und wurden ambulant behandelt. Die Gmünder Kriminalpolizei hat die Ermittlungen vor Ort aufgenommen und fasst den derzeitigen Ermittlungsstand wie folgt zusammen: Es wurde bislang keine technische Ursache als Brandauslöser gefunden, und es liegen bislang keine Anhaltspunkte darauf vor, dass ein Verschulden Dritter vorliegen könnte.
Das Opfer bewohnte die Wohnung mit mehreren Familienangehörigen, die sich jedoch beim Brandausbruch nicht in der Wohnung aufhielten. Der Gmünder Arzt
Dr. Tuncer und Bilal Dincel standen den Angehörigen in ihrem Leid bei.
Noch keine Kommentare vorhanden.