Ein Neubau für 2,8 Millionen Euro ist ein klares Bekenntnis zum Standort Heubach
„Das Geld, das wir der Fa. Susa für das Sporthallen-Grundstück bezahlt haben, bleibt in Heubach“, freut sich Bürgermeister Klaus Maier. Denn dieser Betrag wird von Susa nochmal kräftig aufgestockt, um ein modernes Logistik-Zentrum für den Vertrieb von hochwertiger Unterwäsche zu erstellen. Von Gerold Bauer
HEUBACH. In Heubach freut man sich über dieses deutliche Bekenntnis des seit
150 Jahren bestehenden Traditionsunternehmens zu einer Zukunft am Standort Heubach. „Wir haben die Krise ganz gut überstanden“, sagt Geschäftsführer Martin Ruoss und verweist auf eine Umsatzsteigerung von vier bis fünf Prozent im Jahr
2009. Diesen Erfolg führt der Susa-Chef vor allem auf die Produktqualität zurück. „In Sachen Passform sind wir der Marktführer“, sagt er und stellt klar, dass die Präzision in der Produktion — vom Entwurf über den Zuschnitt bis hin zu den Näharbeiten — letztlich darüber entscheidet, ob sich die Frauen in ihrer Unterwäsche wohlfühlen. Dieses Wissen und technische Können sei neben dem auf dem Markt bestens eingeführten Markennamen das wichtigste „Kapital“ in dieser Branche.
Rund
2000 Fachhändler in ganz Deutschland sowie große Handelshäuser ordern die Ware in Heubach und werden von einer noch schnelleren Lieferung profitieren können, wenn das hochmoderne Logistikzentrum steht und im Altbau ein elektronisch gesteuertes Warenfördersystem installiert ist. An der Decke montierte Schienen verbinden dann die einzelnen Abteilungen und sorgen dafür, dass der Transport von Komponenten und Fertigprodukten hausintern und zum Logistikzentrum ohne lange Fußwege abgewickelt werden kann. „Innerhalb eines Tages nach Auftragseingang wird künftig der Versand erfolgen“, hat sich Geschäftsführer Ruoss ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. „Schneller und den Kundenbedürfnissen entsprechend zu liefern ist ein klarer Wettbewerbsvorteil, sagt er im Gespräch mit der Rems-Zeitung.
Dies in einem noch vor dem ersten Weltkrieg erstellten Fabrikgebäude zu realisieren ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Dreh– und Angelpunkt des Vorhabens wird deshalb der dreistöckige Neubau mit einer Nutzfläche von
2300 Quadratmetern sein. Das vom Stuttgarter Architekturbüro Wöhr/Mieslinger geplante Bauvorhaben wird im Februar
2010 begonnen und soll schon ab Oktober bezugsfertig sein, stellt der Geschäftsführer in Aussicht. Danach wird das marode Schlosserei– und Lagergebäude (zwischen Hauptbau und neuer Sporthalle) abgerissen, so dass eine großzügige Wendemöglichkeit für Lkw entsteht.
Rund
100 Mitarbeiter werden bei Susa in Heubach beschäftigt, die sich natürlich über dieses positive Signal für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze freuen. Dass Susa sich diese Investition mitten in der Krise leisten kann, liegt nicht zuletzt an der gesunden Substanz des Unternehmens. „Wir haben keine Bankschulden und müssen auch für den Neubau keinen Kredit aufnehmen, sondern finanzieren das
2,
8-Millionen-Euro-Projekt aus Rücklagen“, sagt Martin Ruoss nicht ohne Stolz.
Noch keine Kommentare vorhanden.