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» Ostalbkreis | Mittwoch, 09. Dezember 2009

Pro Monat werden bereits rund 100 000 Fahrscheine über die Chipkarten verkauft /​Auch das Baden-​Württemberg-​Ticket gilt

Am heutigen Tag gibt es OstalbMobil, das Kooperationsmodell von 20 Verkehrsunternehmen, der DB Regio AG und des Ostalbkreises, genau zwei Jahre. Die Nachfrage nach Produkten von OstalbMobil hat sich in dieser Zeit auf hohem Niveau stabilisiert.

OSTALBKREIS (pm). Die Nachfrage nach Produkten von OstalbMobil hat sich in dieser Zeit auf hohem Niveau stabilisiert. „Was viele Jahre nur eine Vision war, nämlich die Vereinheitlichung der Fahrpreise und die Aufhebung der Bedienverbote für die Fahrgäste, ist mit OstalbMobil Wirklichkeit geworden“, freut sich Landrat Klaus Pavel.
Am 9. Dezember 2007 begann die landkreisweite Fahrpreiskooperation OstalbMobil: Seit diesem Tag gilt ein Fahrschein für alle Verbindungen in Stadt und Land, egal ob Bus, ob Bahn, ob Direkt– oder Umsteigefahrt. Zuvor war die Struktur der privaten Busunternehmen im Ostalbkreis über Generationen von unten gewachsen. Es gab in jedem Unternehmen unterschiedliche Tarife, Rabatte und Bedienverbote. Jeder Unternehmer hatte eigene Konzepte zur optimalen Bedienung seiner Kunden. Daneben gab es die Angebote im Schienenverkehr. Eine Vereinheitlichung der Fahrpreise und die Aufhebung der Bedienverbote für die Fahrgäste war sehr schwierig.
Aufbauend auf die Kooperationen FahrBus Ellwangen, FahrBus Gmünd und Verkehrsgemeinschaft Aalen schufen der Ostalbkreis und die Verkehrsunternehmen mit OstalbMobil einen gemeinsamen Tarif mit einem Fahrschein, aber ohne eigene Verbundgesellschaft. Mehr als 100 Linien, auf denen rund 350 Busse oder Züge fahren, stehen für die Kunden bereit. Alle 20 Busunternehmen und die DB Regio AG machen seither mit. Auf beinahe 2000 Bus– und Bahnkilometern im Ostalbkreis ist eine große Flexibilität ermöglicht worden. Abgerechnet wird in Zonen und selbstverständlich auch bargeldlos. Mit einem Abo von OstalbMobil können Fahrgäste um rund 20 Prozent günstiger als mit einzeln gekauften Monatskarten fahren. Die OstalbMobil-​Chipkarte kann man mit mindestens zehn Euro aufladen und zum Bezahlen in Bus und Bahn einsetzen. Diese werden zu einem Preis von drei Euro im Bus und an Vorverkaufsstellen an die Fahrgäste verkauft. Die Karte ist übertragbar, eine Mehrfachnutzung ist möglich. 25 Prozent Rabatt gibt es mit der Chipkarte.
Die Fahrpreise von OstalbMobil gelten für Fahrten mit Quelle und Ziel innerhalb des Ostalbkreises sowie der im Zonenplan dargestellten Zonen, die außerhalb des Kreises liegen. Im ein– und ausbrechenden Verkehr gelten die Haustarife der betreffenden Verkehrsunternehmen. „Die Schließung der Tariflücken mit den Nachbarverbünden ist dabei eine wichtige Zukunftsaufgabe“, betont Pavel. Die Zahl der dauerhaften Kunden, die Nahverkehrsstrecken im Bereich von OstalbMobil nutzen, stieg von Juli 2008 bis September 2009 um gut 15 Prozent auf mittlerweile rund 8 .500 Stück, Ostalb-​Abos für Schüler sind dabei nicht eingerechnet.
Im laufenden Jahr stieg die Zahl der ausgegebenen OstalbMobil-​Chipkarten von 22 000 Stück auf über 29 000 Stück und pro Monat werden über 100 000 Fahrscheine über die Chipkarten verkauft. Seit dem 1. Januar 2009 gilt im Übrigen auch das Baden-​Württemberg-​Ticket der Deutschen Bahn bei allen Partnern von OstalbMobil. Das Baden-​Württemberg-​Ticket kann in allen Bussen von OstalbMobil gekauft werden.
Insgesamt bietet das Fahrpreisangebot von OstalbMobil eine große Bandbreite. So gibt es übertragbare Jedermann-​Monatskarten, die im Einzelverkauf und im Abo um rund 20 Prozent günstiger sind als einzeln gekaufte Monatskarten. Für Schüler, Azubis und Studenten werden nicht übertragbare Monatskarten im Einzelverkauf und im Abo angeboten. Im Abo wird die Monatskarte für Schüler und Auszubildende außerdem zur kreisweiten Netzkarte mit einem Zuschlag von fünf Euro pro Monat ab 13.30 Uhr und am Wochenende ganztags. Für Reisegruppen gibt es nach Voranmeldung Gruppenfahrausweise ab 10 Personen mit 25 Prozent Rabatt auf den Fahrpreis im Einzelverkauf. wobei eine Voranmeldung sieben Werktage vorher notwendig ist.
Bei allem Erfolg wissen die Kooperationspartner aber auch, dass OstalbMobil fit für die Zukunft gemacht werden muss. „Die Nachfrage nach OstalbMobil-​Produkten hat sich sehr positiv entwickelt. Aber OstalbMobil darf nicht stehen bleiben“, betont der Kreischef. „Alle OstalbMobil-​Partner arbeiten deshalb daran, für Berufspendler Firmentickets anzubieten.“ Nach den derzeitigen Planungen soll bei einer gesammelten Abnahme von mindestens 20 Stück für ein Jahr gültiger Karten ein Mengenrabatt eingeräumt werden. Außerdem werden die Bestimmungen über die Ausgabe von OstalbMobil-​Fahrscheinen momentan an landesweite Standards angepasst.

Nähere Informationen zu OstalbMobil und Bestellscheine für OstalbMobil-​Abos gibt es im Internet unter www​.Ostalb​Mo​bil​.de, bei allen Busunternehmen, der DB Regio AG oder telefonisch beim Geschäftsbereich Nahverkehr des Landratsamts unter Telefon0 73 61/​5 0315 53.
 

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