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» Ostalbkreis | Freitag, 15. Mai 2009

Kommentar: Brücken bauen

Um Ritterburgen hat man früher zum Schutz vor Angreifern tiefe Gräben gezogen. Auch in Durlangen wurden wegen des Ritterlandes Gräben ausgehoben und teils recht scharfe verbale Geschütze aufgefahren. Um beim Vergleich mit der Ritterzeit zu bleiben: Ein Blick in die Geschichtsbücher belehrt uns, dass am Ende einer jeden Schlacht stets auf beiden Seiten Opfer zu beklagen waren. Von Gerold Bauer

Und gehen wir noch weiter in der Historie zurück, ist da etwas von einem „Pyrrhus-​Sieg“ zu lesen. Seit diesem Vorfall in der Antike hat sich mancher aus Prinzipienreiterei erkämpfte „Sieg“ für den Sieger als erheblicher Nachteil erwiesen.
In Durlangen ist es jetzt ein Gebot der Stunde, nicht mit ausgestrecktem Finger aufeinander zu zeigen, sondern aus gemachten Fehlern zu lernen. Es gilt, die Gräben nicht noch tiefer zu buddeln, sondern sie zu überbrücken und Stück für Stück zu füllen. Diese Gemeinde hat es verdient, dass die nächste Chance, die sich bietet, auch genutzt wird.
 

Kommentare

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  1. Brücken bauen
    welche nächste Chance denn??
    Ein jeder Investor, der zwei und zwei zusammenzählen kann, wird künftig einen grossen Bogen um Durlangen machen. Unser Bürgermeister tut mir leid - bei solchen Gemeinderäten brauchst du keine Feinde mehr.
  2. Wie oft kann sich das Durlangen noch leisten?
    Ich wohne schon seit meinem 2. Lebensjahr in Durlangen und habe einiges mitbekommen, was Kommune, Gemeinderat und soziale Einrichtungen in Durlangen anbelangt.
    Ich versuche auch soweit möglich umwelt- und klimabewusst zu denken und abzuwägen.
    Nach Schließung Waiko bzw. Verlagerung großer Teile von Steelcase nach Rosenheim und Projekt Beton-Roesler (mit dem auch ich mich nicht anfreunden konnte), wäre Ritterland eine einmalige Gelegenheit gewesen durch "sanften Tourismus" die Gemeinde aufzuwerten.
    Deshalb finde ich das Zitat (vor allem der letzte Satz) des Investors Horn als äußerst zutreffend:
    "Schade, dass mangelnder Weitblick und die Gier von einigen wenigen die Hoffnung und die Arbeit von so vielen Menschen verhindern kann. Wie oft kann sich das Durlangen noch leisten?"

    Wir können ja dann in ein paar Jahren geschlossen nach Münsingen fahren und uns darüber ergötzen welche Chance Durlangen verpasst hat.
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