Zweifelhafte Sache
Der SPD–Stadtverbandsvorstand hatte in einer Sitzung die Nachlese zur OB-Wahl und die Kommunalwahl auf der Tagesordnung.
SCHWÄBISCH GMÜND
(pm). In der Bewertung der OB-Wahl war sich der Vorstand einig, dass die hervorragende Leistungsbilanz von Oberbürgermeister Leidig, den Bürgern nicht ausreichend vermittelt werden konnte. Gegen die in der Stadt erzeugte Stimmung hätten sich sachliche Argumente nicht mehr durchsetzen können. Den Schlusspunkt unter einen Wahlkampf, dem Fairness gefehlt habe, hätten acht Ortsvorsteher und ein Bezirksbeiratsvorsitzender gesetzt, die sich als Vertreter der Stadtteile einseitig für den Herausforderer stark gemacht hätten.
„Ein zweifelhafter Vorgang, der in den einzelnen Stadtteilen sicher noch zu diskutieren sein wird“, so Ortschaftsrätin Annemarie Thamm. Sie bekundete ihre Freude darüber, dass die Ortsvorsteher von Lindach und Rechberg sich nicht daran beteiligt hätten. Die
SPD werde aber nun mit Blick auf die großen Entscheidungen und Entwicklungschancen für Gmünd wieder nach vorne schauen.
Ein weiteres aktuelles Diskussionsthema war die Indiskretion um den Investorenwettbewerb zur Landesgartenschau und die Gefahr, dass sich zwei oder auch alle drei Bewerber aus dem Wettbewerb zurückziehen könnten. Für die Stadt Schwäbisch Gmünd könne das erheblichen Schaden zur Folge haben. Bei Berücksichtigung der verschiedenen Alternativvorschläge aus den Reihen der Gmünder
CDU zur Verkehrsführung am Bahnhof hätten zwei der Investoren sehr deutlich gemacht, dass die Voraussetzungen für eine sinnvolle Umsetzung der Planungen zur Neugestaltung des Stadteingangs nicht mehr gegeben wären.
„Wir müssen wieder zu einer sachlichen Diskussion über die Entwicklung der Landesgartenschau kommen. Die
CDU–Fraktion muss nun endlich ihren Vorschlag zur Verkehrsführung der Verwaltung und dem Gemeinderat zur Beurteilung zur Verfügung zu stellen, oder sie sollte ihn endgültig in den Papierkorb werfen“, forderte die Stadtverbandsvorsitzende Sigrid Heusel. „Nur eine Stimmung in der Stadt zu erzeugen, die die Investoren vergrault, und dann den propagierten Vorschlag nicht einmal zur genauen Prüfung auf den Tisch zu legen, das hat mit verantwortungsvoller Stadtpolitik nichts mehr zu tun“, so Heusel weiter.
Durch die Querelen zur Landesgartenschau sei schon viel wertvolle Zeit verloren gegangen! „Die Zeit wird knapp und wir können nicht warten, bis der neue Oberbürgermeister sein Amt übernehmen wird. In der allgemeinen Finanzkrise müssen wir froh sein, dass drei finanzkräftige Investoren sich in unserer Stadt engagieren wollen. Nutzen wir fraktionsübergreifend die Gelegenheit zur Fortentwicklung unserer Stadt und arbeiten wir mit OB Leidig zusammen, der bis zur Amtsübergabe seinen vollen Einsatz zugesagt hat“, so Stadtrat Konrad Sorg.
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