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» Ostalbkreis | Freitag, 22. Mai 2009

„Ein ganzes museales Universum“

„Es gibt nichts, was es nicht gibt“, möchte man angesichts Tausender von Dingen sagen, die Eugen Kiemele seit 25 Jahren in seinem Bauern– und Technikmuseum im Eschacher Teilort Seifertshofen zusammengetragen hat. Von Dietrich Kossien

ESCHACH-​SEIFERTSHOFEN. Es gibt hier unzählige Gegenstände ländlicher und bäuerlicher Herkunft, die einstmals das Leben mitbestimmten – sozusagen vom Dreschflegel bis zur Bauernstube –, aber auch ausgemusterte riesige Dampfmaschinen und andere Veteranen aus Eisen und Metall, von denen einige von Zeit zu Zeit wieder aktiviert werden und dann mächtig Dampf ablassen, zur Freude Tausender Besucher bei nostalgischen Festivals. Und das nun seit 25 Jahren, was gestern mächtig gefeiert wurde.
Oftmals musste das Ausstellerteam auch logistische Meisterleistungen beim Transport von Flugzeugen und anderen großen Objekten, die man dem Museum einverleiben wollte, vollbringen. Und immer noch wird weiter gesammelt. Als Eugen Kiemele damit vor 25 Jahren anfing, konnte niemand ahnen, zu welcher Größe sich sein inzwischen wohl über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt gewordenes Bauern– und Technikmuseum entwickeln würde. Für Nostalgiefreunde aller Coleur ist es ein mächtiger Magnet geworden, der sie immer wieder dorthin zieht – sei es um beim Kampf der Giganten, dem Traktor-​Pulling, dabei zu sein oder auch nur, um in alten Büchern zu stöbern. Und so waren auch jetzt Hunderte von Besuchern in Seifertshofen dabei, um dort das 25jährige Bestehen im Festzelt oder die eigens zum Jubiläum fertig gewordene weitere große Ausstellungshalle mit zu feiern.
Hermann Mesner begrüßte die vielen Besucher am Nachmittag im Festzelt, zu einer kleinen Jubiläumsfeierstunde, zu der er u.a. auch Bürgermeister Reinhold Daiss und die Vertreterin des Ostalbkreises, Heidrun Heckmann begrüßen konnte. Er erinnerte an die ersten Anfänge, als man um die erste nach Seifertshofen geholte Lokomotive eine Halle baute. Auch die Seniorchefin Amalie Kiemele richtete Grußworte an die Besucher und freute sich: „Unser Museum wächst und wächst und wird immer größer.“ Dankesworte richtete sie an die Gemeinde Eschach und an den Ostalbkreis.
Heidrun Heckmann, Sachbearbeiterin für die Museen im Ostalbkreis, stellte in den Grußworten des Ostalbkreises fest, dass Museen eine wichtige Ergänzung des kulturellen Freizeitangebotes wären. Und das Bauern– und Technikmuseum habe seit 25 Jahren in besonderer Weise zur Steigerung unserer Museumslandschaft beigetragen. Das Schwäbische Bauern– und Technikmuseum berge ein ganzes museales Universum in sich: „In Seifertshofen gibt es einfach alles.“ Und Eugen Kiemele habe es geschafft, dass nun auch Menschen ins Museum gingen, die sich sonst nicht so sehr dafür interessierten.
Eschachs Bürgermeister Reinhold Daiss sprach dann davon, dass Seifertshofen der bekannteste Teilort von Eschach geworden sei. Hier werde im Museum auch deutlich, was Geschichte in den letzten hundert Jahren gebracht habe. So habe Eugen Kiemele in Seifertshofen mit viel Leidenschaft einiges entwickelt, was Tausende in den Ort locke. e. Aus kleinen Anfängen sei etwas Großes gewachsen. Auch Daiss erhielt, wie alle Redner, von Amalie Kiemele die Festmedaille. Helmut Stetter, ein Freund des Hauses und Auktionator, bekannte, dass Eugen Kiemele sein allerbester Kunde sei, der alles bei ihm ersteigerte, was er kriegen konnte. Jürgen Klenk, der Vorsitzende des MSC Frickenhofer Höhe erinnerte in seinem Grußwort daran, dass Eugen Kiemele auch ein Gründungsmitglied des MSC sei. Weitere Freunde des Hauses sprachen noch einige Grußworte, bevor man bei bester Bewirtung noch beisammen blieb oder sich auch zu einem Rundgang im Museumsgelände aufmachte.
 

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