Zwei Tage der offenen Tür in Gotteszell am Wochenende 20. und 21. Juni mit viel Musik
Das als Justizvollzugsanstalt genutzte Kloster Gotteszell will sich bei den Gmünderinnen und Gmündern für 200 Jahre Verständnis und Akzeptanz bedanken: Mit einem Tag der offenen Tür.
SCHWÄBISCH GMÜND. Seit
200 Jahren wird das Kloster Gotteszell als Vollzugsanstalt genutzt. „Im Gegensatz zu anderen Städten hatten wir immer das Gefühl, dass die Stadt und ihre Einwohner uns akzeptieren und als notwendigen Teil der Gesellschaft mittragen“, so die Mitarbeiter: „Dafür möchten wir uns bedanken, indem wir unsere Pforten für die Gmünder Bevölkerung öffnen“
Interessenten erhalten die Gelegenheit, einen interessanten Rundgang durch die Anstalt zu machen. Dabei haben sie nicht nur die Gelegenheit die Gebäude anzusehen, sondern können auch mit den Mitarbeitern der verschiedenen Dienste ins Gespräch kommen und Fragen stellen. Sie können sehen, wie die Gefangenen wohnen und arbeiten, welche Aufgaben die Psychologen, Sozialarbeiter, Lehrer, Seelsorger, der uniformierte Dienst, der Werkdienst und die Verwaltung haben.
Ein paar Einschränkungen sind allerdings zu beachten. Da mehrere Treppen zu überwinden sind, ist das Mitführen von Kinderwagen, Rollatoren und Rollstühlen nicht möglich. Kinder unter
16 Jahren bekommen nur in Begleitung von Erwachsenen Einlass. Außerdem ist aus Sicherheitsgründen eine persönliche Anmeldung erforderlich.
Am Ende des Rundgangs erwartet die Gäste Live-Musik der Schwörhaus Bigband, des Perkussion Ensembles der Musikschule Waldstetten und der Stadtjugendkapelle Schwäbisch Gmünd sowie ein reichhaltiges Angebot an Speisen und Getränken. Außerdem hat die Freizeit – gruppe mit den Gefangenen verschiedene Bastelarbeiten für den Verkauf gefertigt, und auch die Festschrift, die CD unserer Band „Jail Mail“ und die Gefangenenzeitung die „Weis(s)e Frau“ können erworben werden.
Das Strafvollzugsmuseum in Ludwigsburg hat, wie jüngst berichtet, den
200. Jahrestag der Justizvollzugsanstalt zum Anlass genommen, um bis zum
13. September eine Ausstellung über den Frauenstrafvollzug zu zeigen. Das Museum liegt in der Schorndorfer Straße
38 und ist geöffnet Dienstag bis Freitag von
9 bis
12 und von
14 bis
16 Uhr, am Sonntag von
14 bis
18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Für die beiden Tage der offenen Tür am
20. und
21. Juni ist eine persönliche Anmeldung erforderlich. Dies ist für beide Seiten aufwändig, für die Besucher und für die Anstalt, aber nur so ist die Sicherheit der Anstalt an den beiden Tagen einigermaßen zu gewährleisten.
Am
5.,
6.,
8.,
9. und
10. Juni werden am Werkhoftor in der Richard-Bullinger-Straße Einlasskarten für feste Termine an den beiden Tagen ausgegeben. Nur zu diesen Terminen und unter Mitführung des Personalausweises und dieses Berechtigungsausweises ist der Zutritt zur Anstalt möglich.
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