Jugendliche in Sozialprojekten
Kinder und Jugendliche setzen unter der Federführung des katholischen Ostalb-Dekanats ein Zeichen und engagieren sich sozial im Ehrenamt. Von Johannes Müller
OSTALBKREIS. Sage keiner mehr, von der Jugend komme nichts Positives.
450 Kinder und Jugendliche im Ostalbkreis treten ab
7. Mai den Gegenbeweis an. An diesem Tag startet die sogenannte „
72-Stunden-Aktion“ im katholischen Dekanat Ostalb, die bis zum
10. Mai ein breites Spektrum sozialer und kultureller Projekte realisiert. Mit dieser erfreulichen Nachricht überraschte Dekan
Dr. Pius Angstenberger den Dekanatsrat im großen Sitzungssaal des Landratsamtes in Aalen. „Insgesamt beteiligen sich
21 Gruppen, die sich
72 Stunden lang einer besonderen sozialen Aufgabe widmen werden“, informierte der Dekan und bat gleichzeitig um Unterstützung dieser Aktion in der Öffentlichkeit.
Den Gruppen wird ihre jeweilige Aufgabe erst zu Beginn der Aktion mitgeteilt, sodass ein gewisser Überraschungseffekt dabei sein wird und ein gesunder Wettbewerb für die jungen Leute entsteht. Vertreter des „Bundes der katholischen Jugend (BDKJ)“ baten die Dekanatsratsmitglieder noch um Sach– und finanzielle Spenden. Der „Startschuss“ der Aktion fällt am
7. Mai in Schwäbisch Gmünd und wird sich von dort über das ganze Kreisgebiet ausbreiten. Das zweite Haushalts– und Rechnungsjahr
2008 des Dekanats Ostalb konnte wie das vorausgegangene erste zufriedenstellend und ohne größere negative Überraschungen bewältigt werden. Diese Feststellung traf Jochen Breitweg, der Rechnungsführer des Dekanats. Der ordentliche Haushalt
2008 wurde mit
428 496Euro abgeschlossen.
Ein Überschuss sei nicht eingeplant gewesen, konnte aber dennoch erwirtschaftet werden, berichtete Breitweg. Er sei an den außerordentlichen Haushalt weitergeleitet worden und diene dort zur Finanzierung des laufenden Bauvorhabens, nämlich dem Umbau des zweiten Stocks im Haus der katholischen Kirche in Aalen. Nicht viel höher als der Haushalt
2008 fielen die Plansummen für die Jahre
2009 (
471 400 Euro) und
2010 (
440 100 Euro) aus. Der Rechnungsführer griff nur wenige Einzelposten heraus wie zum Beispiel die Kirchenmusik, für die der Planansatz für
2010 um
1300 auf
2600Euro mit Blick auf den Dekanats-Chortag in Ellwangen erhöht wurde. Für den neuen Arbeitskreis Mission — Entwicklung — Frieden gib es jährlich
600 Euro.
Der Dekanatsrat segnete alle drei Haushaltstitel einstimmig (
41 Ja-Stimmen) ab, was für die gute Aufbereitung und Präsentation der schwierigen Materie durch Jochen Breitweg spricht. In der von Klaus Panni (Kirchheim) als zweitem Vorsitzenden straff geleiteten Sitzung informierte Dekanatsreferent Martin Kessler über einen neuen Dekretentwurf zur Landpastoral.
Bisher unterstand dieser seelsorgerliche Bereich, der seinen Sitz auf dem Schönenberg in Ellwangen hat, der Diözese. Mit der Neustrukturierung des Dekanats empfahl die Kurie in Rottenburg die Zuordnung der Landpastoral dem Dekanat. Der geschäftsführende Ausschuss und der Dekanatsrat sprachen sich jedoch für eine Beibehaltung durch die Diözese aus. Die letzte Entscheidung habe jedoch der Bischof, erklärte Kessler.
Den Stand der Planung des Dekanatstages am
26. September
2009 erläuterte die Dekanatsreferentin Hildegard Seibold. An über
20 Ständen soll in der Stadthalle die aktuelle Situation und die Bedarfslage in den Familien dargestellt werden. Zum Thema „Mehr als schöne Worte — Familienförderung auf dem Prüfstand“, referiert von
Dr. Jürgen Borchert, Heidelberg, soll in einer Podiumsdiskussion und in Workshops vertieft werden.
Nahezu
20 000Euro erbrachte die Sammlung der Aktion Hoffnung vom
21. März
2009, gab Hildegard Seibold bekannt.
20 Prozent davon, nämlich
3712.
45 Euro, gehen an Missionsprojekte aus dem Dekanat, mit dem Rest werden missionarische Projekte der Diözese unterstützt. Rund
90 Tonnen Sachspenden kamen zusammen,
19 vom Bezirk Aalen,
21 von Bopfingen, vier von Oberkochen,
28 von Ellwangen und
16 von Schwäbisch Gmünd.
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