Ortschaftsrat Straßdorf fordert schnelle Erweiterung des Gewerbegebiets
Die zukünftige Entwicklung des Stadtteils Straßdorf stand gestern Abend immer wieder im Blickpunkt der Ortschaftsratssitzung. Mehrfach wurde die Forderung an die Stadtverwaltung formuliert, die teils von OB Leidig persönlich zugesicherten Projekte zügig voranzubringen.
GMÜND-STRASSDORF
(hs). Zu Beginn beschäftigten sich die Ortschaftsräte mit dem Entwurfsbeschluss für den Bebauungsplan „Am Friedhof“. Hierbei wird es sich um eine kleine Neubausiedlung mit bis zu neun Wohneinheiten handeln. Die geplante Erschließung erfolgt von der Einhornstraße aus und grenzt dann an den Friedhof an. Möglich ist eine Einzelhausbebauuung, aber auch eine Kombination mit Doppelhäusern. Zwischen der Bebauung und Friedhof wird eine Grünzone eingerichtet. Notwendig wird in diesem Zusammen die Verlegung der Bushaltestelle an der Einhornstraße, was jedoch laut Ortsvorsteher Werner Nußbaum problemlos möglich sei. Die Ortschaftsräte sprachen sich einhellig für die Planung aus.
Dann ging es in der Sitzung um die Mittelanmeldung für die Finanzplanung
2010 bis
2013. Ganz dringend aufgenommen werden soll laut Ortsvorsteher Nußbaum die Erschließung der Wohnbaugebiets „Emmerland“, besonders auch eine Erweiterung des Gewerbegebiets „Straßdorf Süd“. Dort befinde sich im Augenblick nur noch eine einzige freie Fläche. Es müsse Vorsorge getroffen werden, um auch zukünftig die Nachfrage nach Gewerbebauplätzen im Stadtteil bedienen zu können. Weiter auf dem Wunschzettel: Weiterer Sanierungsabschnitt für die Gemeindehalle mit einer neuen Lautsprecheranlage, Erweiterung der Aussegnungshalle und neue Möbel fürs örtliche — Rathaus (wie der zukünftige OB Richard Arnold die Bezirksämter ja gerne wieder umbenannt sehen will). Nußbaum beschrieb, dass der alte Bezirksamtsschreibtisch klemmt und wackelt. Auch neue Schränke und Bestuhlung im Sitzungssaal seien notwendig. Ortschaftsrat Christian Baron drängte auf eine zügige Inangriffnahme des Projekts „Ortsmitte“. Deshalb sollten entsprechende Planungsmittel eingefordert werden. Der Ortsvorsteher beschrieb die Problematik, dass sich bislang noch kein privater Investor gefunden habe, der ja Voraussetzung für das große Straßdorfer Zukunftsprojekt sei.
„Mehr Druck bei der Stadtverwaltung, sonst läuft nix!“ mahnte auch Max Hummel. Bemängelt wurde in diesem Zusammenhang auch, dass für die in diesem Jahr zugesagte Sanierung der Gemeindehalle noch nicht mal die Ausschreibung für die Heizungsanlage erfolgt sei. Ortsvorsteher Werner Nußbaum erklärte, dass er mit dem Hochbauamt diesbezüglich in Kontakt stehe. Das augenblickliche Problem: Man wolle zunächst die Bühnenausschnittserweiterung voranbringen, um dann die Heizung einzubauen. Hierzu bemühe sich das Amt derzeit um die notwendigen Gelder.
Immer wieder wurde im Hinblick auf verschiedene, eigentlich bereits zugesicherte Projekte der Eindruck formuliert: Das „läppert sich bloß so ahne“ (Originalzitat Max Hummel), wenn man da im Gmünder Rathaus nicht ständig nachbohre.
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