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» Schwäbisch Gmünd | Donnerstag, 18. Juni 2009

Jakobspilger der Seelsorgeeinheit Schwäbisch Gmünd Mitte

Mitglieder der Seelsorgeeinheit Schwäbisch Gmünd Mitte machten sich an Christi Himmelfahrt wieder auf, um die siebte Etappe auf dem Weg ins 2700 km entfernte Santiago de Compostella zu schaffen.

SCHWÄBISCH GMÜND (pm). Da der Anfahrtsweg immer länger wird, nahmen die zwölf Pilger diesmal das Flugzeug bis nach Toulouse, um wieder bis nach Cahors zu gelangen. Dort hatten sie letztes Jahr ihre Pilgerreise beendet. Wer Pilger auf dem Weg fragt, was sie bewegt, die Strapazen dieses Weges auf sich zu nehmen, so gibt es die verschiedensten Antworten. Eine genaue Antwort weiß niemand. Aber jeder Mitpilger spürt selbst, wie befreiend und beglückend es ist, nur mit dem nötigsten auf dem Weg zu sein, dafür mit sehr viel Gottvertrauen und Freude an der herrlichen Natur, die einem jeden Tag etwas anderes bietet, meint z. B. Andreas Zengerle. In den täglichen kurzen Impulsen ging es in diesem Jahr um den Sonnengesang des Franz von Assisi, der sein luxuriöses Leben aufgab, um nur noch Gott zu dienen. Von Cahors aus ging es am nächsten Tag gleich steil aufwärts, um über Lascabanes und Lauzerte am dritten Tag nach Moissac zu gelangen. Die Unterkunft dort lag ganz in der Nähe der Abteikirche Saint Pierre und des von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgewiesenen Kreuzganges. So konnten die Gmünder dort am Abend der Komplet der Nonnen beiwohnen und auch den Gottesdienst mitfeiern, den sie mit einem deutschen Lied bereicherten. Die Natur dort in Südfrankreich ist wieder ganz anders wie im letzten Jahr, als sie auf der Hochebene von Aubrac wanderten. Gott sei dank waren die Berge nicht gar so hoch und steil, denn manchmal musste in sengender Hitze gewandert werden. Auch die Unterkünfte, auf die man jeden Tag aufs neue gespannt war, boten viel Abwechslung. Vom einfachen Mannschaftszelt über ehrwürdige Herbergen bis hin zu den tollsten, sehr geschmackvoll eingerichteten Häusern war alles dabei. Abends saß man dann auch mit den andern Pilgern zusammen, da man sich ja schon zum Teil von unterwegs kannte und viele die gleiche Etappenlänge hatten. Über Condom, mit seiner herrlichen Kathedrale und Eauze der Hauptstadt des Gebietes von Armagnac, ging es weiter nach Aire-​sur l´Adour wo die Pilger abends vom dortigen Pfarrer begrüßt wurden. Immer weiter südwestlich ging der Weg. Am Horizont waren schon öfters die Pyrenäen zu sehen Auch Hinweisschilder zeigten, dass der große Wallfahrtsort Lourdes nicht allzu weit entfernt liegt. Um wieder günstig zu einem Flughafen für die Heimreise zu gelangen, wurde in Arthez der Jakobusweg verlassen, um mit dem Zug nach Biarritz am Atlantik zu kommen. Den dortigen dreistündigen Aufenthalt nutzte die Gruppe, um kurz an den Strand zu fahren. Mit dem Rucksack auf dem Buckel nahm man im Atlantik ein Fußbad und fuhr mit dem nächsten Bus wieder weiter zum Flughafen. Pünktlich startete dann der Flieger in die Heimat. Genau 893 km müssen die Pilger noch schaffen, dann werden sie in Santiago de Compostella eintreffen.
 

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