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Donnerstag, 18. Juni 2009
Schwimmen, 41. Deutsche Senioren-Meisterschaft in Magdeburg
Eine derart große Beteiligung hat es in der seit 41 Jahre währenden Geschichte der deutschen Senioren-Meisterschaften über die „kurzen Strecken“ selten gegeben: 310 Vereine hatten 3892 Einzel– und 549 Staffelmeldungen für die Titelkämpfen auf der 50-Meter-Bahn in der „Elbe-Schwimmhalle“ in Magdeburg abgegeben. Von Hans-Peter Sick
Nicht nur die Masse stimmte bei diesen nationalen Titelkämpfen, sondern auch die Klasse. Dies zeigen drei Welt-,
14 Europa– und
64 Altersklassenrekorden. Ein Rekordfestival, das im Bereich des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) noch nie erreicht wurde. Mitten drin der Schwimmverein Schwäbisch Gmünd, der vor allem in zwei Staffelrennen über
4 x
50 m glänzen konnte und sich über Freistil und Lagen in der AK
240 bis
279 jeweils den Titel holte. In beiden Fällen mit neuem deutschem Rekord. Dazu kamen zwei Vizemeisterschaften, sechs dritte und nochmals sechs vierte Ränge für das neunköpfige
SVG–Aufgebot, das samt und sonders auf Spitzenplätzen landete.
Der „Knaller“ aus Gmünder Sicht waren natürlich die beiden Staffelentscheidungen, die aber nichts für schwache Nerven waren. Am Ende hatte der
SVG stets nur wenige Zentimeter und Hundertstelsekunden Vorsprung vor dem alten Kontrahenten der
SG Stadtwerke München. Zunächst standen die
4 x
50 m Freistil auf dem Programm. Nach Gerhard Büttner, Siegfried Wendel und Roland Aubele sprang Roland Wendel als Schlussmann mit einem Rückstand von gut drei Metern ins Wasser. Bereits auf der Hälfte der Bahn hatte der
SVG–Vorsitzenden zu den Münchnern aufgeschlossen. Die zweiten
25 m wurden zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem die Gmünder nach
1:
54,
51 Minuten ein „goldenes Händchen“ hatten. Zugleich verbesserten sie den deutschen Rekord dieser Altersklasse und verteidigten den Vorjahrestitel erfolgreich.
Auch über
4 x
50 m Lagen ging es ähnlich spannend zu und nach dem Einsatz von Gerhard Büttner (über Rücken), Roland Aubele (Brust), Siegfried Wendel (Schmetterling) war es erneut an Roland Wendel (Kraul) den Sieg unter Dach und Fach zu bringen. Erneut gab es ein Herzschlagfinale gegen das Quartett aus der bayerischen Landeshauptstadt. Und erneut hatten die Gmünder nach
2:
12,
56 Minuten den besseren Anschlag. Eine Zeit, die wiederum einen deutschen Rekord bedeutete. Entsprechend groß war der Jubel beim
SVG–Anhang. Wie stark der Schwimmverein zur Zeit gerade in diesen Altersklassen ist, zeigt auch, dass zum ersten Mal eine zweite Mannschaft gestellt werden konnte, die mit Wolfgang Patzke, Manfred Bihr, Hermann Winkler und Werner Siegle über
4 x
50 m Freistil nach
2:
10,
78 Minuten Rang fünf belegte.
In den Einzelrennen konnte Roland Wendel in der der AK
50 seinen Vorjahrestitel über
50 m Freistil nicht verteidigen, sondern landete knapp geschlagen nach
26,
41 Sekunden auf dem dritten Rang. Mit gerade
24 Hundertstelsekunden Rückstand zum Sieger und seinem „ewigen Rivalen“ Peter Nocke (SC Wasserfreunde Wuppertal). Dafür gab es für den
SVG–Chef mit
59,
42 Sekunden eine nicht unbedingt erwartete Vizemeisterschaft. Ebenfalls nicht seine beiden Siege vom Vorjahr wiederholen konnte Gerhard Büttner in der AK
55. In beiden Fällen landete er über
50 m (
34,
08 Sekunden) und
100 m Rücken (
1:
16,
18 Minuten) auf dem dritten Rang. Eine starke Leistung bot in der AK
65 Siegfried Wendel, der gleich mit Rang zwei über
200 m Freistil in
2:
39,
94 Minuten in die Titelkämpfe startete. Es folgte noch ein dritter Rang über
100 m Freistil in
1:
10,
88 Minuten und Platz vier über
50 m Freistil in
30,
80 Minuten. In beiden Rennen duellierte er sich mit Roland Aubele. Dabei schlug Aubele über
50 m Freistil in
30,
38 Sekunden als Dritter an.und wurde über die doppelt so lange Distanz mit
1:
11,
89 Minuten Vierter. In der gleichen Altersklasse wurde Hermann Winkler über
50 m Schmetterling mit
37,
40 Sekunden Vierter und belegte über
50 m Freistil Rang neun (
33,
20). In der AK
60 schwamm sich Werner Siegle mit
1:
20,
98 Minuten über
100 m Rücken auf den dritten Platz. Dazu kamen für ihn mit
3:
02,
34 Minuten Rang vier über
200 m Lagen und mit
36,
89 Sekunden ein sechster Platz über
50 m Rücken. Wolfgang Patzke belegte in dieser Altersklasse mit
2:
40,
25 Minuten über
200 m Freistil Platz vier. Zweimal wurde er mit
1:
13,
01 Minuten über
100 m Freistil und
34,
56 Sekunden über
50 m Schmetterling Fünfter. Manfred Bihr, der in der AK
70 startete, belegte über
100 m Freistil mit
1:
20,
06 Minuten den vierten und mit
34,
48 Sekunden über
50 m Freistil den fünften Rang. Einzige Vertreterin der
SVG–Frauen war Erika Matussek, die in der AK
45. Mit
40,
47 Sekunden über
50 m und
1:
29,
85 Minuten über
100 m Brust belegte sie zweimal Rang acht.
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