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» Schwäbisch Gmünd | Dienstag, 23. Juni 2009

Augsburg war das Ziel des Münsterchor-​Jahresausflugs

Dunkle Wolken bestätigten den Wetterbericht, als der Münsterchor am Morgen zu seinem Jahresausflug den Bus bestieg. Augsburg war das Ziel.

SCHWÄBISCH GMÜND (pm). Sängervorstand Hans Barth begrüßte die frohgelaunten Sängerinnen und Sänger samt Chorleiter KMD Hubert Beck mit Gattin. Sein besonderer Gruß galt Münsterpfarrer Robert Kloker, der wieder einmal seinen Chor begleiten konnte. Kaum hatte man die Grenze zum Freistaat Bayern passiert, spürte man das Bedürfnis, sich vor dem anstrengenden Tagesprogramm zu stärken. Im Landgasthof „Linde“ in Günzburg — Deffingen geschah dies bei einem deftigen Weißwurstessen mit bayrischen Brezen und Weißbier. In flotter Fahrt gelang es Busfahrer Thomas noch einmal der Regenfront zu entkommen. Die aber holte die Ausflügler endgültig nach Ankunft in der bayrisch-​schwäbischen Metropole Augsburg ein. So gestaltete sich die Stadtführung als ständige Flucht vor dem reichlich prasselnden Nass. Die spannende, wie wechselhafte Geschichte der alten Römergründung „Augusta Vindelicorum“ bis in unsere Tage vermittelte uns eine sehr kompetente wie eloquente Stadtführerin so gut es ging „unter Dach“. Dazu eignete sich besonders das Rathaus mit seinem einmaligen „Goldenen Saal“, Ausdruck des reichen Bürgertums im Mittelalter. Vor allem die Kaufmannsfamilie der Fugger brachte es mit weltweitem Handel zu immensem Reichtum. Aber auch das Handwerk, besonders die Gold– und Silberschmiede waren weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. Von dort stammen auch viele sakrale Geräte im Gmünder Münsterschatz. Sogar sozialen Wohnungsbau gab es schon im Mittelalter: Jakob Fugger errichtete eine geschlossene Siedlung für Arme und in Not geratene Menschen, die auch heute noch besteht und sozial Schwache beherbergt. 0,88 Euro beträgt die Jahresmiete bei monatlichen Nebenkosten von 70 Euro. Am Ende der Stadtführung hörte auch gnädigst der Regen auf. In Cafes und Gaststätten verkroch man sich zur Stärkung und Trocknung. Viel Spaß hatten die Ausflügler am Nachmittag im Museum der „Augsburger Puppenkiste“. Mit glänzenden Augen begegnete man den wundervollen Marionetten und staunte über die notwendigen Fingerfertigkeit der Puppenspieler. In vielen gestellten Szenen der vom Fernsehen bekannten Geschichten von „Jim Knopf“, „Kalle Wirsch“ oder dem „Urmel auf dem Eis“ wurden Kindheitserinnerungen wach. Nach einer Kaffeepause besuchte man die Kirche St.Ulrich und Afra. Vom Gesang einiger Chorsätze war der Mesner so begeistert, dass er unserem Dirigenten Hubert Beck spontan anbot, die Orgel zu spielen. Solche Gelegenheit lässt sich ein Hubert Beck nicht entgehen. So gab er vor der Abreise auf diesem fünfmanualigen Instrument mit über 100 Registern ein Orgelkonzert vom Feinsten. Nach dem Abendessen im „Schwarzbräu“ in Zusmarshausen wurde die Heimfahrt angetreten.
Mit dem Dank an den perfekten Organisator Rolf Crummenauer und dem sympathischen Fahrer Thomas verabschiedet man sich beglückt und zufrieden über einen erlebnisreichen Tag in guter Chorgemeinschaft.
 

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