Der Stuttgarter OB und seine Gmünder
Auch als vielbeschäftigter OB der Landeshauptstadt ist Wolfgang Schuster seinem Altersgenossenverein in Gmünd treu geblieben. Mithin gehörte er am Samstag beim 60er-Fest sozusagen zu den Publikumslieblingen.
SCHWÄBISCH GMÜND
(hs). Fast waren am Morgen bedingt durch Donnerschläge und peitschende Regengüsse die Salutschüsse für den
AGV 1949 nicht zu hören gewesen. Auf der sicheren, sprich trockenen Seite — hätte der Himmel erneut seine Schleusen geöffnet — stand beim zweiten Umzugsdurchgang Joachim Bläse, Bürgermeister und Erster Beigeordneter der Stadt Schwäbisch Gmünd, denn er hielt ein mächtiges Bündel von
60 gasbefüllten Ballons in Händen. Da hätte der Regen lange gebraucht, ehe er durch diese Dach durchgekommen wäre. Die Ballons in den Stadtfarben waren der offizielle Gruß der Stadt für den ehemaligen Gmünder OB. Der Beschenkte freute sich sehr. Überhaupt schien dem am
5. September
1949 Geborenen das wohltuende Bad in der vertrauten Gmünder Menschenmenge besser zu gefallen als all der politische Ärger, der gegenwärtig in Stuttgart tagtäglich auf ihn wartet. Von
1986 bis
1993 war
Dr. Wolfgang Schuster Stadtoberhaupt in Gmünd und ganz gewiss nicht das schlechteste der Stadtgeschichte. Schuster stand und steht für mutige Projekte der Kultur, Bildung, Toleranz und Zukunftsfreude. Mit der University of Maryland im Unipark wurde wenigsten für fünf Jahre das grenzenlose Miteinander von jungen Leuten aus aller Herren Länder und aus allen Religionen von der Vision in die Realität umgesetzt. Das Europäische Festival der Kirchenmusik hat er ins Leben gerufen. Er hat Gmünd mit ins Boot der Marketinggesellschaft Stuttgart Regio und der Metropolregion Stuttgart geholt. Und, und, und. Dass Schuster als Gmünder AGVler hier den Eintritt ins Schwabenalter feierte und damit in Gmünd „g’scheit“ geworden ist, kommt somit auch der Landeshauptstadt zugute.
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