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Donnerstag, 04. Juni 2009
Leichtathletik, Hammerwurf-Meeting in Fränkisch-Crumbach: Teilnahme bei der U-23-EM rückt immer näher
Für das beste Ergebnis am zweiten Tag des Hammerwurf-Meetings in Fränkisch-Crumbach sorgte im U-23-Wettbewerb Alexander Ziegler (LG Staufen). Mit dem neuen württembergischen Rekord von 72,13 Metern schob er sich an die dritte Stelle der Jahresbestenliste seiner Altersklasse in Europa! Von Hans Bendl
Schon tags zuvor hatte der
21-Jährige im Wettkampf der Männer mit
71,
58 m eine neue WLV-Bestleistung aufgestellt. Bei den Junioren übertraf er schon im ersten Durchgang diese Weite mit glänzenden
71,
98 m. Seinen zweiten Versuch donnerte er dann auf die Siegerleistung von
72,
13 m hinaus. Nach einem ungültigen Wurf folgten ebenso exzellente
72,
05 m und
71,
79 m, ehe die hervorragende Serie mit
67,
00 m abgeschlossen wurde. Damit blieb der deutsche Juniorenvizemeister in einem einzigen Wettkampf viermal über der Norm für die U-
23-EM im litauischen Kaunas (
16. bis
19. Juli), die bei
70,
00 Metern liegt. Benjamin Hedermann (Leverkusen), der vor Wochenfrist bei den Halleschen Werfertagen erstmals die EM-Norm geknackt und dabei Ziegler zum ersten Mal in diesem Jahr bezwungen hatte, musste sich mit einer Weite von
68,
74 m zufrieden geben. Jerrit Lipske (
LG Stadtwerke München) landete mit
66,
77 m auf Platz drei.
„Die Leistung von Alexander Ziegler war mit Abstand das Highlight des Tages“, fasste Bundestrainer Michael Deyhle die Ergebnisse des Tages zusammen. Lob kam auch von Ex-Weltrekordler Karl-Hans Riehm, der übrigens für den Abriss der Leichtathletik-Anlagen im Heidenheimer Albstadion, wo er
1980 seinen Weltrekord aufgestellt hatte, keinerlei Verständnis zeigte.
Eitel Freude herrschte natürlich auch bei Coach Fred Eberle: „Das war schon ein technisches Kabinettstückchen, was der Alex da abgeliefert hat. Wenn die meisten Konkurrenten zwanzig bis dreißig Kilo mehr wiegen, dann gleichen wir das eben durch Schnelligkeit und koordinatives Geschick aus. Alex ist jetzt der Jüngste in der deutschen Spitze und der DLV wird kaum darum herumkommen, ihn für Kaunas zu nominieren.“
Dies kann er sich schon mit Blick auf die derzeitige europäische U-
23-Bestenliste nicht leisten, denn hier hat sich der
LG–Staufen-Athlet hinter dem überragenden Weißrussen Juri Shajunov (
79,
30 m) und dem Russen Anatolij Pozdnyakov (
72,
71 m) mit seinen
72,
13 m vom fünften auf den dritten Platz vorgeschoben. Benjamin Hedermann ist mit
70,
65 m Siebter.
Auch im Wettbewerb der weiblichen Jugend B war die nationale Spitze fast ausnahmslos vertreten. Sehr gut behaupten konnte sich hier wieder die von ihrem Bruder Dirk trainierte Saskia Rösiger. Im dritten Durchgang schleuderte die Gmünderin den Hammer auf ausgezeichnete
45,
14 m hinaus und verfehlte ihren ostwürttembergischen Rekord nur um
40 Zentimeter. Zwei weitere Würfe gingen über die
44-Meter-Marke hinaus. Damit wurde die baden-württembergische Winterwurfmeisterin Vierte. Fred Eberle war sich sicher, woher die Grundstabilität der
17-Jährigen herrührt: „Solche Leistungen sind erst möglich, seit wir im Stützpunkt Gmünd die neue Hammerwurf-Anlage auf dem Hardt nutzen können!“
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