Modell der „Projektgruppe“ steht im Café Spielplatz
Die ehrenamtlich und überparteilich arbeitende unabhängige Projektgruppe „Alternative Verkehrsführung auf dem Bahnhofsvorplatz“ hat ihr Modell ab sofort wieder im Café Spielplatz ausgestellt, damit sich die Bürger eine bessere Vorstellung machen können.
SCHWÄBISCH GMÜND
(pm). Die am
3. Februar im Stadtgarten vorgestellte veränderte Verkehrslösung auf dem Bahnhofsvorplatz sieht eine komplette Trennung des Ziel– und Quellverkehrs in Nord-Südrichtung zum und vom Bahnhof und dem starken Durchgangsverkehr in Ost-Westrichtung vor, der in einer
175 m langen Unterführung unter dem Gartenschaugelände verschwindet. Unter dem Bahnhofsvorplatz entsteht eine kostengünstig herzustellende Tiefgarage mit etwa
160 Stellplätzen, Taubental und Fehrle-Parkhaus bleiben verkehrstechnisch günstig angebunden. Die Zufahrt zur Unterführung im Westen beträgt lediglich
30 m und im Osten
50 m bei einem Gefälle von sechs Prozent. Die Unterführung selbst soll mit einer gelungenen Geländegestaltung im Stadtgarten nicht wahrnehmbar sein. Das vom designierten OB Richard Arnold angeregte kleine Amphitheater und die Hochschule für Gestaltung könnten mit der alternativen Verkehrsführung umgesetzt werden.
Die technische Machbarkeit dieser Verkehrslösung und die Mehrkosten von
2,
1 Millionen Euro wurden durch das unabhängige Ingenieurbüro Pressel
& Molnar festgestellt. Durch den Wegfall der zweispurigen Autobrücke anstelle des Kroatenstegs seien die Mehrkosten für die Unterführung bereits ausgeglichen und es würde die überregional anerkannte Gehörlosenschule von St. Josef vor zusätzlichem Verkehrsaufkommen bewahren.
Die Projektgruppe verfolgte die öffentliche Diskussion zu diesem Projekt, stellte aber fest, dass keiner der Kritiker, und hier vorneweg das Bündnis
90/Die Grünen, sich jemals umfassend über die Details informiert haben.
Kommentare
Neuen Kommentar hinzufügenDie Verknüpfung der Kostenfrage mit der im Vorentwurf geplanten Kroatenbrücke ist schlicht unseriös. Die Sorge um die Lärmbelastung der Schule für Hörgeschädigte St. Josef ist sicher berechtigt und wird bekanntlich von allen Fraktionen des Gemeinderats sehr ernst genommen. Was mir in diesem Zusammenhang bisher allerdings niemand erklären konnte, ist, wie in Augsburg die Schule für Hörgeschädigte der dortigen Region Schwaben funktionieren kann, die unmittelbar an der B 300 mit einem Verkehrsaufkommen von rund 60.000 Fahrzeugen pro Tag liegt. Darüber wird sicher noch zu reden sein.
Außer Frage steht, dass bei einer Umsetzung des Projektgruppen-Vorschlags von der ursprünglichen Stadtentwicklungs- und damit auch der Gartenschauplanung nicht mehr viel übrig bliebe, sie wäre schlicht nicht mehr wieder zu erkennen. Wenn das allerdings die Absicht hinter dem ganzen Ballyhoo der vergangenen Wochen ist, dann nur weiter so. Irgendwie werden wir unsere Stadt schon noch kleiner kriegen.