Semesterausstellung am Freitag und Samstag an der Hochschule für Gestaltung
Snowboarder tun sich mit dem Ein– und Ausstieg in den Skilift eher schwer, auch die Fahrt ist nicht gerade angenehm. Wie es besser gehen kann, darüber macht sich eine Abschlussarbeit an der Hochschule für Gestaltung Gedanken. Ihr Resultat ist in der Semesterausstellung zu sehen.
SCHWÄBISCH GMÜND
(rw). Die drei Studienbereiche Interaktionsgestaltung, Kommunikationsgestaltung und Produktgestaltung präsentieren aktuelle Projekte aus dem laufenden Semester. Ausstellungsschwerpunkte setzen wiederum die Abschlussarbeiten der
34 Studienabsolventen. Unter ihnen befinden sich auch sechs mit dem Master-Abschluss. Zu sehen ist die Ausstellung am morgigen Freitag und am Samstag, die ganze Hochschule — soweit nicht Baustelle — wird Ausstellungsareal. Die Aula ist nach wie vor belegt: Letztmals wird während der Semesterausstellung auch die Dittert-Ausstellung zu sehen sein, bevor sie nächste Woche ins Stuttgarter Haus der Geschichte kommt (dort vom
24. Juli bis zum
11. Oktober; die RZ berichtete).
Einigermaßen breit gestreut sind die Themen der Abschlussarbeiten — sie reichen vom schmalen „Brain Pad“, eine Art erweiterter Blackberry für Teamarbeiter, bis zum erwähnten T-Anker für Schlepplifte, um nur zwei Beispiele zu nennen. Der „Ibex“-Anker soll Snowboarder komfortabel den berg hochziehen. Bislang ist das meist eine schmerzhafte und wackelige Angelegenheit, der Anker klemmt am Unterschenkel. Ibex schmiegt sich mit den gebogenen Enden an die Körperrückseite, Skifahrern gleich können Snowboarder den Anker in Hüfthöhe platzieren. Musik hören ist mittlerweile eine mobile Freizeitbeschäftigung geworden. Man trägt die digitalen Tonträger mit sich herum, in den Ohren stecken die Stöpsel. In einer Abschlussarbeit werden die elektronischen Miniaturgeräte mit einem Clip-System verbunden — man kann sie als Gürtel, Armband oder Halskette mit sich herumtragen. Eine weitere Designstudie tut etwas für die Lebensqualität von Sehbehinderten und sogar Blinden. „Navis“ arbeitet mit akustischen und optischen Signalen, regelmäßige Wege mitsamt Hindernissen wie Pollern und Randsteinen oder Abschrankungen lassen sich abspeichern. Mit Mobilität, nolens volens ein Generalthema, befasst sich auch ein Vorschlag für die Verpackung von Industriegütern. Die Verpackung ist sogar kompostierbar — sozusagen molekular mobil.
HfG–Semesterausstellung am
17. und
18. Juli jeweils von
10 bis
19 Uhr. Führungen: Fr,
11 Uhr; Sa,
11 und
14 Uhr. Alumini-Treff: Sa,
13 bis
16 Uhr.
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