Bartholomäer Albvereinsgruppe sucht Herausforderung in den Allgäuer Alpen
„Gemeinsam sind wir stark“. Das war die Devise der Hochtourengruppe und der Freitagswanderer, die zu einem gemeinsamen Wanderwochenende im Tannheimer Tal verweilten.
BARTHOLOMÄ
(pm). Dass auch weniger Geübte eine nicht alltägliche Bergtour unternehmen können, wenn sie unter fachlicher Anleitung stehen, das bewahrheitete sich beim Aufstieg auf die Köllenspitze und bei der Begehung des Friedberger Klettersteigs von dem Gimpelhaus bis zu den Füssener Jöchle.
Unter Führung von Karl Busch und Stephan Krieg fuhr die unternehmungslustige Gruppe mit den Privat-Pkw und Fahrgemeinschaften ins Tannheimer Tal. Der Wettergott hatte zunächst kein Einsehen, denn es goss wie in Strömen. Gegen Mittag jedoch hatte sich das Warten gelohnt. So machte sich die
20-köpfige Gruppe zum Gimpelhaus auf den Weg.
Nach einem raschen und zügigen Aufstieg blieb doch noch Zeit in Richtung Köllenspitze aufzusteigen und den nicht ganz anspruchslosen Weg zu meistern. Aufgrund der großen Nässe und der hereinbrechenden Dunkelheit wurde die Tour kurz vor dem Gipfel abgebrochen und der sichere Rückweg zur Hütte angetreten.
Nach einem gemütlichen Hüttenabend und der Übernachtung auf dem Gimpelhaus war bei sich zunehmens schönerem Wetter der Aufstieg auf die Rote Flüh angesagt. Ausgerüstet mit Steinschlaghelm und Klettergurt, wurden die letzten Passagen auf den mit Drahtseilen gesicherten Steig im Teamwork zwischen Anfängern und Erfahrenen gemeistert. Auch der Abstieg zu der Scharte erwies sich für die Ungeübten als nicht ganz ungefährlich, doch mit Unterstützung und Aufmunterung durch die Geübten ließen sich auch diese etwas schwierigen Passagen meistern. Nach einer ausgiebigen Rast in der Schattschrofenscharte galt es den Aufstieg über den Klettersteig auf den Schattschrofen zu meistern. Nach anfänglichem Zögern erwiesen sich die Bedenken als unnötig und sicher ging’s entlang der Seilsicherung auf den Gipfel. Von dort ging es hinüber zum Füssener Jöchle, wo man sich wieder mit einem kleinen Teil der Gruppe traf, die den schwierigen Teil des Klettersteiges umgangen sind. Gemeinsam und fröhlich wurde der Abstieg zum Adlerhorst angetreten, mit dem Wissen, dass dies für viele ein einmaliges Bergerlebnis war.
Dabei reifte für manchen die Erkenntnis, dass dies für einige nur möglich war, in dem sie entsprechende Unterstützung von den Berg– und Wanderfreunden bekommen haben. Bei einem Abschluss im Gasthaus Adler konnten die Bergfreunde die erlebnisreichen und schönen Tage nochmals Revue passieren lassen, mit der Gewissheit, dass Ähnliches im nächsten Jahr zwischen den beiden Gruppen wieder durchgeführt wird.
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