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» Schwäbisch Gmünd | Freitag, 24. Juli 2009

Gläubige aus der Seelsorgeeinheit unterm Rechberg auf Wallfahrt

50 Gläubige aus Rechberg, Wißgoldingen, Straßdorf und Waldstetten freuten sich über die Ziele der jüngsten Wallfahrt der Seelsorgeeinheit: Die Benediktiner-​Erzabtei Beuron im oberen Donautal und die neu errichtete Kapelle „Maria, Mutter Europas“ in Bärenthal-​Gnadenweiler.

SCHWÄBISCH GMÜND (se). Mit dem Reisesegen durch Pfarrer Geil begann die Wallfahrt. Auf dem Weg wurde gesungen und der Rosenkranz gebetet, dazwischen gab Pfarrer Stegmaier Informationen zur wechselvollen Gesichte des Klosters Beuron, zum benediktinischen Mönchsleben, zur Beuroner Kunst und zur Innenausstattung der Klosterkirche. Im Tal der Mönche angekommen, nahm die Pilgergruppe an der 11.15 Uhr-​Messe in der Abteikirche teil, die Pater Mauritius zelebrierte. Im Anschluss hielt Pfarrer Stegmaier eine kleine Führung durch die Gnadenkapelle im Beuroner Stil, die ab 1898 an die Nordseite der barocken Klosterkirche angebaut wurde und das Beuroner Gnadenbild – eine Pietà aus den Jahren um 1440 — birgt. Was die Kapelle besonders auszeichnet, ist die Ausmalung durch schwere und dunkle Farben auf goldenem Grund. Das Bildprogramm im strengen Beuroner Stil ist ganz auf die Verehrung Marias ausgerichtet.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Hotel Pelikan stand der Höhepunkt der Wallfahrt auf dem Programm: Der Besuch der im Jahr 2007 neu geweihten Kapelle „Maria, Mutter Europas“. Hier verstand es Benediktiner-​Pater Notker Hiegl OSB fabelhaft, den Wallfahrern das Marienheiligtum auf originelle, humorvolle und gewinnende Weise zu erschließen. Die Pläne zu der neuen Kapelle stammen von dem Künstler Helmut Lutz aus Breisach. Die beiden auffälligsten Merkmale des Heiligtums sind der in Gestalt einer empfangenden Hand gestaltete Kirchturm und das Regenbogen-​Runddach über dem rechteckigen Kapellengebäude. Im Innern ist die gewölbte Decke mit rotfließenden Adern der Liebe Gottes (Brennender Dornbusch und Ecce-​Homo-​Dornenkrone) aufgebrochen. Der Blick wird damit frei auf zwölf tragende Dachbalken, zwölf Stämme. Die Zahl „Zwölf“ ist im gesamten Heiligtum überall inkorporiert. Die äußerst wertvolle barocke Marienstatue, ein Gnadenbild aus dem Jahr 1750 aus der Zentralschweiz, wurde bereits am 22. Dezember 2006 durch Walter Kardinal Kasper eingeweiht. Sie hat einen zentralen Platz in der Kapelle, ist eine „Maria mit dem Kinde lieb“, geziert mit den zwölf Sternen, die in die Europa-​Flagge eingegangen sind. Das auffälligste Detail der Innenraumgestaltung ist der als Schiffsbug geformte Altar aus Bärenthaler Tuffstein.
Man hätte Pater Notker stundenlang zuhören können, doch drängte die Zeit. Sehr wichtig war dem Benediktinerpater noch der Gedanke der Erhaltung und Re-​Evangelisierung Europas für Jesus und Maria in Zeiten eines voranschreitenden Islamismus. Maria sei die „Mutter Europas“, unter ihren Schutzmantel sollten wir unser christliches Abendland stellen und uns mit Überzeugung für den Erhalt unserer christlichen Wertegemeinschaft einsetzen. Die neue Kapelle sei ein solches Signalzeichen für Jesus und Maria. Pfarrer Geil hielt darauf mit den Gläubigen eine Marienandacht in dem Heiligtum. Dann trat man die Heimfahrt an. In Messkirch-​Heudorf wurde nochmals zu einer Kaffeepause eingekehrt. Am Abend kehrten alle wohlbehalten und mit reichen Eindrücken beschenkt in die Heimat zurück.
 

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