Möbelbörse der a.l.s.o. zieht vorerst in den Horten
SCHWÄBISCH GMÜND (hs). Das seit fast zehn Jahren leerstehende Kaufhaus Horten erfährt eine überraschende Wiederbelebung als Möbelhaus. Allerdings nur befristet bis Ende des Jahres. Denn voraussichtlich 2010 soll der Horten ja zugunsten der Stadtentwicklungsmaßnahmen im Rahmen der Landesgartenschau abgerissen werden.
Über diese Notmaßnahme entschied gestern unbürokratisch Erster Bürgermeister
Dr. Joachim Bläse. Es gehe darum, so erklärte er am Abend im Gespräch mit unserer Zeitung, ganz schnell ein Ausweichquartier für die Möbel– und Hausratbörse der Arbeitslosenselbsthilfeorganisation
a.l.s.o. zu schaffen. Das
a.l.s.o.–Zentrum zwischen Gmünd und Hussenhofen war in der Nacht zum Mittwoch von einem Großbrand heimgesucht und verwüstet worden. Nachdem Bürgermeister Bläse hörte, dass nun fast
30 Arbeitsplätze, darunter
25 zeitlich eng befristete und daher sehr wichtige Qualifizierungsmaßnahmen, auf dem Spiel stehen, machte er sich sofort auf die Suche nach einer geeigneten städtischen Liegenschaft. Wie er gestern zum Ausdruck brachte, danke er allen beteiligten Mitarbeitern, beispielsweise aus dem städtischen Liegenschaftsamt, für deren Mithilfe. Es sei gemeinsam beschlossen worden, das Horten-Gebäude (zwischenzeitlich ja im Besitz der Stadt) bis zum
31. Dezember der
a.l.s.o. zur Verfügung zu stellen. Bereits in der nächsten Woche könne der Umzug starten. Gestern wurde der Horten als Verpflegungsstelle für die rund
6000 Teilnehmer des Landeskinderturnfestes hergerichtet. Immer wieder findet der alte Horten mit seinen idealen Räumen und „
70er-Charme“ multifunktionale Verwendung als Event-Haus, so für Ausstellungen, Modeschauen, Partys und Empfänge. Zuletzt war der Kaufhausgigant, einst Magnet der Einkaufsstadt Gmünd, sogar als Notquartier für die sanierungsbedürftige Fachhochschule für Gestaltung im Gespräch.
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