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» Schwäbisch Gmünd | Montag, 27. Juli 2009

Am Sonntag fand in Hussenhofen das 33. Wettkrähen der Gockel statt

Bei manchem, der auf dem Lande seinen Urlaub verbringt, mag es zu sehr bösen Gedanken führen, wenn schon frühmorgens der Gockel auf dem Mist kräht. Für andere wiederum ist es etwas, bei dem er vor Freude am liebsten mitkrähen würde.

SCHWÄBISCH GMÜND (kos). Dann nämlich, wenn es wieder soweit ist, dass in Hussenhofen auf der Anlage des Kleintierzuchtvereins das schon Kultstatus habende Hahnenwettkrähen stattfindet. Heuer konnte sich Wettkampfleiter Gerd Drössler vom Kleintierzuchtverein darüber freuen, dass das nun schon zum 33. Male in Hussenhofen der Fall war, während andernorts weit und breit aus solchem Anlass kein Hahn mehr kräht. Aber in Hussenhofen ist das Krähen der Hüter über die Hennen beliebt wie eh und je. Und diesmal gab es zusätzlich Grund zu feiern, weil es im 50. Jahr des Bestehens des Vereins am Sonntag stattfand.
Jeweils fünf Runden gibt es, die jeweils 20 Minuten dauern. Maximal neun Hähne, die nebeneinander in ihren Käfigen stehen, starten in jeder Runde. Dabei geht es nicht um die Schönheit des Gesangs, sondern um die Anzahl des Krähens der einzelnen Hähne, wobei ein pures „Gegackere“ nicht gewertet wird. Sind alle Runden vorbei, gibt es noch eine Trostrunde für all die Hähne, denen das Krähen an diesem Tag zu anstrengend war.
Zum Schluss wird ein Gesamtsieger ermittelt, der jeweils ein Angehöriger einer Großrasse oder ein Zwerghahn ist. Dabei ist es erstaunlicher Weise so, dass bisher zumeist immer die Kleinen die ausdauerndsten waren. Dieses Mal hatte schon einer der Schreihähne bis zum Mittag 60 Mal gekräht, womit ihm schon ein Pokal sicher war. Die Hähne ihrer Besitzer aus Iggingen, Herlikofen, Burgholz, Hussenhofen und anderswo hatten auch diesmal wieder ihnen liebevoll verpasste Namen, die auf ihre Eigenschaften (oder die der Besitzer?) hinwiesen. Das gab es den Roland, den Felix, den Hannibal, ein Juan Carlos war dabei und auch der Schuira Gust krähte wacker mit. Dabei führten Helfer aus dem Verein hinter einer Absperrung sitzend penibel Strichlisten über die Anzahl der Krährufe.
Die Besitzer aber dürfen nicht an die Käfige, um ihre Kräher zu animieren. Auch geht es allein um die Anzahl der Rufe und nicht darum, ob der Hahn nun ein besonderer Ausbund an Schönheit ist. Das ganze ist natürlich keine todernste Angelegenheit, und darum ist für die vielen Besucher auch immer an eine gute Bewirtung gedacht. Gesamtsieger wurde Hahn Done (60 Rufe) von Benjamin Burr, Hussenhofen. 1. Sieger Zw: Hahn Roland (39 Rufe), Philip Burr, Hussenhofen; 1.Sieger Gr: Hahn Schuira Gust (46 Rufe), Sandrine Kienhöfer, Herlikofen; 2. Sieger Zw: Hahn Juan Carlos (36 Rufe), Dietmar Seitz, Heubach; 2.Sieger Gr: Hahn Jakob (33 Rufe), Dietmar Gold, Hussenhofen; 3. Sieger Zw: Hahn Chimo (31 Rufe), Niklas Graf, Heubach; 3.Sieger Gr: Hahn Felix (31 Rufe), Simon Röhrle, Burgholz. Nullrundensieger wurde Hahn Paddy von Padrick Schmid aus Iggingen durch Losentscheid.
 

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