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» Ostalbkreis | Dienstag, 28. Juli 2009

Verabschiedungen im Böbinger Gemeinderat und Neukonstituierung

So harmonische Töne kommen im Gemeinderat selten vor. Doch gestern war’s ein gegebener Anlass: die ausscheidenden Mitglieder des Gemeinderats wurden verabschiedet, das neue Gremium konstituierte sich. Aus diesem Anlass erklang der Konzertflügel.

BÖBINGEN (rw). Julia Müller stimmte mit einem Klavierstück auf die Sitzung ein, der eine große Zahl von Zuhörern beiwohnte, darunter Heubachs Bürgermeister Klaus Maier. Zunächst blickte Bürgermeister Jürgen Stempfle auf die vergangenen fünf Jahre zurück und rekapitulierte, was in Tief– und Hochbau, für Familien, bei Flurbereinigung, Hochwasserschutz und Ortsentwicklung sowie in der Kulturarbeit geleistet worden sei: Diverse Straßenbauten und die Erschließung im Baugebiet Hagenäcker, im Hochbau vor allem das Bürgerzentrum mit Saal, Rathaus und Feuerwehr sowie die Modernisierung der Römerhalle und die Erneuerung der Grundschule. Ausgebaut wurde auch in einem anderen Bereich: der Betreuung von Kindergarten– und Schulkindern. Es sei auf Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit geachtet worden, „wir können guten Gewissens den neuen Gemeinderat weiterarbeiten lassen.“ Aus dem Gremium schieden aus Dr. Egon Dick, der dem Rat zehn Jahre angehörte, Norbert Müller (10 Jahre, davor aber schon 16 Jahre von 1968 bis 1984), Corina Schramm (5 Jahre), Otto Wamsler (25 Jahre) und Karl Ziller, der vor zwei Jahren als Nachrücker in den Rat eintrat.
Anschließend verpflichtete der Schultes die wieder– und neugewählten Mitglieder des Gremiums. Es wird weiterhin drei Fraktionen geben (CDU, SPD/​Unabhängige Bürger und Freie Wähler). Die Fraktionsvorsitzenden und Bürgermeister-​Stellvertreter sind wie zuvor Günter Titze (CDU), August Freudenreich (SPD) und Manfred Gold (Freie). Ferner wurden sämtliche Ausschüsse besetzt und die verbandsvertreter bestimmt. Im Gutachterausschuss gibt es eine Veränderung: Walter Riek, Heinrich Schweizer und Fritz Killer bleiben, Gerhard Ziller rückt für Fritz Riek nach.
Danach stieg das Gremium gleich in einen nicht unbedeutenden Punkt der Tagesordnung ein: Ein Grundsatzbeschluss in Sachen Heubacher Nordumfahrung und Klotzbach-​Brückenbau war zu fassen. Heubachs Bürgermeister Maier erläuterte die Planung, im Zentrum seiner Ausführung stand der Anschluss im Osten an die Mögglinger Straße. Dieser lässt sich beim vom Land geforderten Kurvenradius von 250 Metern nur bewerkstelligen, wenn auf einer Fläche von 400 Quadratmetern auf Böbinger Markung eingegriffen wird.
Außerdem wird nördlich der neuen Klotzbach-​Brücke zum Ausgleich eine kleinere Retentionsfläche benötigt. Die Stadt Heubach kauft die benötigten Grundstücke auf. Das Gremium hatte einen Grundsatzbeschluss zu fassen, damit die Stadt das Vorkaufsrecht ausüben kann. Nach einigen Detailfragen, auch zur Verbindung zwischen Buch und Oberböbingen, stimmte der Gemeinderat bei einer Enthaltung zu.
 

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