Auch Möbelfabrik Schips kommt für Vermögen & Bau nicht in Frage
„Horten ist nicht aktuell und keine Diskussionsgrundlage für uns“, sagt Thomas Daul, der stellvertretende Leiter der staatlichen Vermögen & Bau Baden-Württemberg (früheres Hochbauamt Schwäbisch Gmünd), und bekräftigt damit das von OB Wolfgang Leidig am Mittwoch im Verwaltungsausschuss Gesagte.
SCHWÄBISCH GMÜND
(rw). Das Stadtoberhaupt hatte erneut negative Auswirkungen auf die Landesgartenschau-Überlegungen befürchtet. Das Horten-Gebäude in der Ledergasse soll im Zuge der Stadtumgestaltung im Zuge der Landesgartenschau möglichst bald abgerissen werden. Als Ersatzgebäude für die zu sanierende Hochschule für Gestaltung komme Horten nicht in Frage. Die
HfG kann, wie berichtet, nicht während der Sanierungsphase in ihrem Haus in der Rektor-Klaus-Straße bleiben. Die Baumaßnahmen (Kosten ohne Anbau:
12 Mio. Euro) sind schwieriger, umfangreicher und deutlich langwieriger als ursprünglich angenommen, weshalb die
HfG mit ihren
450 Studierenden, Lehrkörper, Verwaltung und Werkstätten ab März nächsten Jahres ein neues Domizil benötigt.
Dies für eine verhältnismäßig lange Zeit: Bis die Sanierung abgeschlossen ist und der benötigte Anbau am Elsässer-Bau steht, dauert es sieben Jahre. Davon geht man beim Hochbauamt aus.
Die Möbelfabrik Schips in der Goethestraße kommt, anders als OB Leidig vermutete, indes auch nicht in Frage. Schips sei nur eine Überlegung in jener Phase gewesen, als Vermögen
& Bau und Hochschule noch von einer Teilauslagerung bei gleichzeitiger Weiternutzung des Elsässer-Baus ausgingen, so Thomas Daul. In der Möbelfabrik stünden nur
800 Quadratmeter zur Verfügung. Nachdem eine Teilauslagerung nicht mehr in Frage komme, „ist das Thema Schips für uns erledigt.“
Das Ritz-Areal an der Becherlehen-Straße wäre „grundsätzlich geeignet“, vor allem das Verwaltungs-Hochhaus, ein Teil der Werkstätten und die Parkplätze rückten es in den Blick von Vermögen
& Bau. Allerdings müssten auch diese Gebäude dort erst bedarfsgerecht für die Hochschule umgebaut werden und den Kriterien für öffentliche Gebäude genügen. „Ritz ist eine Option“, betont Daul. In jedem Fall macht das Hochbauamt in den nächsten
14 Tagen eine Ausschreibung über Bauflächen von
4500 Quadratmeter, „wir wollen geeignete Alternativen erlangen.“ Der Anbieter müsse die Investitionskosten übernehmen, das Land miete dann die für Hochschulzwecke hergerichteten Gebäude an. Über für eine Hochschulnutzung geeignete Landesimmobilien verfügt das Hochbauamt in Schwäbisch Gmünd nicht. Auch das frühere Aufbaugymnasium am Herlikofer Berg stehe überhaupt nicht zur Diskussion. Es werde voll genutzt als Bildungszentrum der Oberfinandirektion und sei baulich nicht geeignet, weil es aus Wohnblöcken und einem relativ kleinen Schulgebäude bestehe. Die Totalsanierung der
HfG kommt immer noch günstiger als ein „Neubau auf der grünen Wiese“, um den Standort einmal ganz neutral zu formulieren. Dessen Kosten würden sich auf zirka
20 Millionen Euro belaufen.
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