„Breite Nord“ in Mutlangen wird im Spätsommer erschlossen
In der jüngsten Mutlanger Gemeinderatssitzung, der letzten vor der Sommerpause, wurde das neue Gremium verpflichtet und einiges auf den Weg gebracht. Das neue Gewerbegebiet im Norden der Gemeinde etwa; die Erschließung beginnt nach den Handwerkerferien.
MUTLANGEN (hn). Nachdem bereits in der vorhergehenden Gemeinderatssitzung das Gremium in seiner ursprünglichen Zusammensetzung offiziell verabschiedet wurde, konnte Bürgermeister Peter Seyfried die neu gewählten künftigen Mitglieder des Gemeinderats in ihr Amt einsetzen und verpflichten.
Da im Vorfeld der Gemeinderatssitzung wegen der Regelung der Stellvertretung des Bürgermeisters und der Besetzung der gemeindlichen Ausschüsse und Gremien eine Vorbesprechung stattgefunden hat, konnte auf eine formelle Wahl verzichtet werden.
Einvernehmlich einigte sich das Gremium darüber, Gemeinderat Werner Kurz (UWL) zum
1. Stellvertreter, Gemeinderätin Melanie Kaim (UWL) zur
2. Stellvertreterin, Gemeinderat Frieder Steinhilber (Grüne) zum
3. Stellvertreter und Gemeinderat Armin Stütz (
CDU) zum
4. Stellvertreter des Bürgermeisters zu bestellen. Nachdem die Ausschussbesetzungen einvernehmlich erfolgt waren, brachte Gemeinderätin Rose Gaiser (
SPD) ihre Überraschung darüber zum Ausdruck, dass anlässlich der kürzlich stattgefundenen Vorbesprechung drei Gemeinderatsfraktionen sich zu einer Zählgemeinschaft zum Zwecke der Sitzverteilung in den einzelnen Gremien zusammengeschlossen haben. Dem Vorwurf, dass dies „eine abgekartete Sache gewesen sei“, widersprach Werner Kurz nachdrücklich.
Von dieser rechtlich zulässigen Möglichkeit hätten auch andere Fraktionen Gebrauch machen können. Diese Feststellung ergänzte Gemeinderat Harald Pfitzer (UWL) mit dem Hinweis, dass dadurch bedingt auch auf eine andere Fraktion Sitze in Gremien entfallen seien, die ihr ansonsten nicht zugekommen wären.
Bereits vor längerer Zeit war der Gemeinderat übereingekommen, die Erschließungsarbeiten für den
4. Abschnitt des Baugebiets „Wohnpark Mutlanger Heide“ so rechtzeitig in Angriff zu nehmen, dass bereits ab Mitte
2010 mit dem Bau von Wohngebäude begonnen werden kann. Über
20 ernsthafte Bauplatzinteressenten sind bei der Gemeindeverwaltung registriert. Die Firma Georg Eichele aus Untergröningen hatte mit einem Gesamtangebotspreis in Höhe von
965 000 Euro das preisgünstigste Angebot von vieren abgegeben und erhielt den Auftrag.
Erstmals nach vielen Jahren konnte die Gemeinde mit dem künftigen Gewerbegebiet „Breite Nord“ Flächen für die Ansiedlung von Handel und Gewerbe ausweisen. Der Bebauungsplan für dieses Gebiet, das an die Spraitbacher Straße sowie die Nordentlastungsstraße angrenzt, ist bereits seit Frühjahr diesen Jahres rechtskräftig. Mit den Erschließungsarbeiten ist vorgesehen, gleich nach den diesjährigen Handwerkerferien zu beginnen und diese im Frühjahr
2010 abzuschließen. Anschließend, bis Juli des kommenden Jahres soll auch der Kreisverkehr fertiggestellt werden, der überwiegend „unter fließendem Verkehr“ ausgebaut werden wird.
Nach Angaben von Ricky Winter (Büro LKP) hatte auch für diese Arbeiten die Firma Georg Eichele aus Untergröningen das preisgünstigste Angebot mit einer geprüften Angebotssumme von
860000 Euro abgegeben. Mit einer Vergabe an die Firma Eichele zum angebotenen Preis war das Gremium einverstanden.
Ebenfalls keine Einwendungen gab es im Zusammenhang mit der Vergabe der Abbrucharbeiten eines gemeindeeigenen Gebäudes an der Wetzgauer Straße. Diese Arbeiten waren unter fünf in Frage kommenden Firmen beschränkt ausgeschrieben worden. Das preisgünstigste Angebot kam von der Firma Josef Bühler, die in der Vergangenheit bereits für die Gemeinde bei ähnlichen Maßnahmen tätig war. Diese Firma erhielt vom Gemeinderat zum Preis von
13 000 Euro den Auftrag. Bereits in einer früheren Sitzung war vom Gemeinderat festgelegt worden, im Rahmen des Konjunkturpakets II einen Teil der Straßenbeleuchtungsanlage erneuern zu lassen. Danach ist vorgesehen,
160 Mastaufsatzleuchten, insbesondere in den Gebieten „Spagen“, „Költrain“, Goethestraße mit angrenzenden Seitenstraßen sowie im Gewerbegebiet auf der „Mutlanger Heide“zu erneuern. Der Auftrag hierfür ging an die preisgünstigste Bieterfirma, nämlich die
EnBW–ODR aus Ellwangen zum Angebotspreis in Höhe von
62 000 Euro.
Derzeit wird im Schul– und Sportzentrum der erste Abschnitt eines Nahwärmeversorgungsnetzes aufgebaut. Die Grab– und Rohrverlegungsarbeiten waren schon in der vorangegangenen Gemeinderatssitzung vergeben worden. Im Zuge dieser Maßnahme ist zunächst vorgesehen, von der Heizzentrale im Gebäude der Hauptschule zur Hornberghalle und von dort zum Gebäude des
2. Bauabschnitts der Realschule bis zur Gemeindehalle Heizleitungen zu verlegen. Die hierfür notwendigen Installationsarbeiten waren vom beauftragten Ingenieurbüro Gschwendtner beschränkt ausgeschrieben worden. Das preisgünstigste Angebot kam von der Firma Erhardt
& Schwarz, die ohnehin derzeit die Heizungsinstallationsarbeiten in der Gemeindehalle ausführt. Gegen die Vergabe der Arbeiten an die preisgünstigste Firma zum Preis von
14000 Euro hatte der Gemeinderat keine Einwendungen.
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