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» Ostalbkreis | Freitag, 31. Juli 2009

Saisonale Ursachen und die Krise wirken sich gleichzeitig in Ostwürttemberg aus

Der Arbeitsmarkt zeigt im Juli weiterhin eine negative Tendenz. Im nun zu Ende gehenden Monat ist die Arbeitslosenquote in Ostwürttemberg um weitere 0,2 Prozent gestiegen und beträgt jetzt durchschnittlich 5,4 Prozent.

OSTWÜRTTEMBERG (pm). „Diese Erhöhung ist jedoch überwiegend durch das Ende des 2. Quartals bedingt, bei dem jedes Jahr die Arbeitslosenquote im Juli ansteigt“, so Hans-​Joachim Gulde, Leiter der Arbeitsagenturen in Ostwürttemberg. „Dies liegt vor allem daran, dass viele Jugendliche ihre Ausbildung beenden und wegen Urlaubszeit, Handwerker– und Betriebsferien nicht sofort eine Anschlussbeschäftigung aufnehmen können. Allerdings sind dieses Jahr gleichzeitig die Beschäftigungsangebote stark zurückgegangen, so dass sich die Arbeitslosenquote auf hohem Niveau länger halten wird“, erklärt Gulde. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote für Baden-​Württemberg hat sich mit 5,2 Prozent nicht verändert.
Im Ostalbkreis sind 8613 Personen arbeitslos gemeldet, das entspricht einer Quote von 5,3 Prozent. Hiervon werden 4602 Personen von der Arbeitsagentur (SGB III) und 4011 Personen von der ARGE abo (SGB II) betreut. Im Landkreis Heidenheim sind 3858 Personen arbeitslos, dies entspricht einer Quote von 5,7 Prozent; bei der Arbeitsagentur sind 2195 Personen und bei der ARGE Job-​Center 1663 Personen arbeitslos gemeldet. Die Zahl der Arbeitslosen ist bei allen Personengruppen angestiegen. Am stärksten vom Anstieg sind jedoch die Jugendlichen unter 25 Jahre betroffen. Hier haben sich im Monat Juli 238 Jugendliche neu arbeitslos gemeldet, die Gesamtzahl beträgt jetzt 1790 Jugendliche. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 6,0 Prozent. Bei den Männern ist ein Zugang von 323 Personen zu verzeichnen, die Gesamtzahl beträgt 6859 Personen (Arbeitslosenquote 5,4 Prozent). Bei den Frauen sind 5612 arbeitslos gemeldet (plus 173). Dies entspricht einer Quote von 5,3 Prozent. Bei den „50-​Jährigen und älteren Arbeitslosen“ stieg die Zahl um 71 auf 3.201 an (entspricht einer Quote von 5,5 Prozent). Ausländische Arbeitslose sind mit 2462 Personen betroffen; die Zahl erhöhte sich hier um 86. Die Arbeitslosenquote ist mit 14,4 Prozent weiterhin sehr hoch.
„Dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit wurden wieder 634 neue Stellen gemeldet, das sind immerhin 21 Stellen mehr als im Juni. Hiervon sind 551 Stellen „ungefördert“, also betriebliche, sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Von den gemeldeten Stellen kommen 30,1 Prozent der Stellen aus dem Bereich der Arbeitnehmerüberlassung, 8,7 Prozent aus dem verarbeitenden Gewerbe sowie 10,9 Prozent aus dem Handel. Die restlichen 50,3 Prozent verteilen sich überwiegend auf die Dienstleistungsberufe, wie z.B. Sozial– und Erziehungsberufe, Ordnungs– und Sicherheitsberufe sowie Organisations-​, Verwaltungs– und Büroberufe“, so Hans-​Joachim Gulde zur Entwicklung des Stellenangebotes im Monat Juli, das mit 1237 betrieblichen Stellen um mehr als 50 Prozent zum Vorjahr reduziert ist.
In der Hauptagentur Aalen sind 2865 Arbeitslose gemeldet, das sind 158 mehr als im Juni. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 4,9 Prozent (Vormonat 4,7 Prozent). In Bopfingen sind 677 Arbeitslose gemeldet, das sind 6 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote bleibt bei 4,9 Prozent. Im Bereich Ellwangen sind 782 Arbeitslose gemeldet, das sind 38 mehr als im Juni. Die Arbeitslosenquote stieg auf 3,5 Prozent (Vormonat 3,3 Prozent). Insgesamt 188 Arbeitslose mehr und damit 4289 Arbeitslose sind in Gmünd gemeldet; dies entspricht einer Quote von 6,2 Prozent (Vormonat 5,9 Prozent). Heidenheim hat 3.858 gemeldete Arbeitslose, das sind 106 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote liegt hier bei 5,7 Prozent, im Vormonat lag sie noch bei 5,6 Prozent. Der Agentur für Arbeit wurden seit Oktober letzten Jahres 2931 Ausbildungsstellen gemeldet. Demgegenüber stehen 4140 Bewerbermeldungen. Damit alle Ausbildungssuchenden so schnell wie möglich ein Angebot erhalten, wird derzeit jeden Montag von 13 bis 16 Uhr eine zusätzliche Sprechstunde im Berufsinformationszentrum angeboten.
 

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