Saisonale Ursachen und die Krise wirken sich gleichzeitig in Ostwürttemberg aus
Der Arbeitsmarkt zeigt im Juli weiterhin eine negative Tendenz. Im nun zu Ende gehenden Monat ist die Arbeitslosenquote in Ostwürttemberg um weitere 0,2 Prozent gestiegen und beträgt jetzt durchschnittlich 5,4 Prozent.
OSTWÜRTTEMBERG
(pm). „Diese Erhöhung ist jedoch überwiegend durch das Ende des
2. Quartals bedingt, bei dem jedes Jahr die Arbeitslosenquote im Juli ansteigt“, so Hans-Joachim Gulde, Leiter der Arbeitsagenturen in Ostwürttemberg. „Dies liegt vor allem daran, dass viele Jugendliche ihre Ausbildung beenden und wegen Urlaubszeit, Handwerker– und Betriebsferien nicht sofort eine Anschlussbeschäftigung aufnehmen können. Allerdings sind dieses Jahr gleichzeitig die Beschäftigungsangebote stark zurückgegangen, so dass sich die Arbeitslosenquote auf hohem Niveau länger halten wird“, erklärt Gulde. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote für Baden-Württemberg hat sich mit
5,
2 Prozent nicht verändert.
Im Ostalbkreis sind
8613 Personen arbeitslos gemeldet, das entspricht einer Quote von
5,
3 Prozent. Hiervon werden
4602 Personen von der Arbeitsagentur (SGB III) und
4011 Personen von der ARGE abo (SGB II) betreut. Im Landkreis Heidenheim sind
3858 Personen arbeitslos, dies entspricht einer Quote von
5,
7 Prozent; bei der Arbeitsagentur sind
2195 Personen und bei der ARGE Job-Center
1663 Personen arbeitslos gemeldet. Die Zahl der Arbeitslosen ist bei allen Personengruppen angestiegen. Am stärksten vom Anstieg sind jedoch die Jugendlichen unter
25 Jahre betroffen. Hier haben sich im Monat Juli
238 Jugendliche neu arbeitslos gemeldet, die Gesamtzahl beträgt jetzt
1790 Jugendliche. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von
6,
0 Prozent. Bei den Männern ist ein Zugang von
323 Personen zu verzeichnen, die Gesamtzahl beträgt
6859 Personen (Arbeitslosenquote
5,
4 Prozent). Bei den Frauen sind
5612 arbeitslos gemeldet (plus
173). Dies entspricht einer Quote von
5,
3 Prozent. Bei den „
50-Jährigen und älteren Arbeitslosen“ stieg die Zahl um
71 auf
3.
201 an (entspricht einer Quote von
5,
5 Prozent). Ausländische Arbeitslose sind mit
2462 Personen betroffen; die Zahl erhöhte sich hier um
86. Die Arbeitslosenquote ist mit
14,
4 Prozent weiterhin sehr hoch.
„Dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit wurden wieder
634 neue Stellen gemeldet, das sind immerhin
21 Stellen mehr als im Juni. Hiervon sind
551 Stellen „ungefördert“, also betriebliche, sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Von den gemeldeten Stellen kommen
30,
1 Prozent der Stellen aus dem Bereich der Arbeitnehmerüberlassung,
8,
7 Prozent aus dem verarbeitenden Gewerbe sowie
10,
9 Prozent aus dem Handel. Die restlichen
50,
3 Prozent verteilen sich überwiegend auf die Dienstleistungsberufe, wie
z.B. Sozial– und Erziehungsberufe, Ordnungs– und Sicherheitsberufe sowie Organisations-, Verwaltungs– und Büroberufe“, so Hans-Joachim Gulde zur Entwicklung des Stellenangebotes im Monat Juli, das mit
1237 betrieblichen Stellen um mehr als
50 Prozent zum Vorjahr reduziert ist.
In der Hauptagentur Aalen sind
2865 Arbeitslose gemeldet, das sind
158 mehr als im Juni. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei
4,
9 Prozent (Vormonat
4,
7 Prozent). In Bopfingen sind
677 Arbeitslose gemeldet, das sind
6 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote bleibt bei
4,
9 Prozent. Im Bereich Ellwangen sind
782 Arbeitslose gemeldet, das sind
38 mehr als im Juni. Die Arbeitslosenquote stieg auf
3,
5 Prozent (Vormonat
3,
3 Prozent). Insgesamt
188 Arbeitslose mehr und damit
4289 Arbeitslose sind in Gmünd gemeldet; dies entspricht einer Quote von
6,
2 Prozent (Vormonat
5,
9 Prozent). Heidenheim hat
3.
858 gemeldete Arbeitslose, das sind
106 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote liegt hier bei
5,
7 Prozent, im Vormonat lag sie noch bei
5,
6 Prozent. Der Agentur für Arbeit wurden seit Oktober letzten Jahres
2931 Ausbildungsstellen gemeldet. Demgegenüber stehen
4140 Bewerbermeldungen. Damit alle Ausbildungssuchenden so schnell wie möglich ein Angebot erhalten, wird derzeit jeden Montag von
13 bis
16 Uhr eine zusätzliche Sprechstunde im Berufsinformationszentrum angeboten.
Noch keine Kommentare vorhanden.