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» Schwäbisch Gmünd | Samstag, 04. Juli 2009

Richard Arnold bereitet sich mit vielen Gesprächen und Besuchen auf sein Amt als Oberbürgermeister vor

Mit einer Vielzahl von Gesprächen und ungewöhnlichen Aktionen bereitet sich der designierte Oberbürgermeister der Stadt, Richard Arnold, auf die Amtsübernahme in vier Wochen vor. Von Heino Schütte

SCHWÄBISCH GMÜND. Im Terminkalender des zukünftigen Gmünder Oberbürgermeisters stand gestern das Freitagsgebet der türkisch-​schwäbischen Mitbürger in der „Bahnhofsmoschee“. Am Gebet selbst nahm Arnold nicht teil, doch es war ihm hernach ein Anliegen, mit möglichst vielen Angehörigen der muslimischen Gemeinde ins Gespräch zu kommen. Beim Tee saß man beieinander, um voneinander Anliegen und Erwartungen zu erfahren. Der Neubau eines muslimischen Gemeindezentrums an der Becherlehenstraße ist ja bei näherer Betrachtung keine neue Einrichtung, sondern ja nur ein Umzug der Gemeinde aus dem zukünftigen Gartenschaugelände in ein neues Domizil, das zudem diesen Stadtbezirk mit nördlichem Stadteingang (B 298) architektonisch aufwerten wird. Allseits wird zudem der Wille bekundet, dass dieses Projekt die Kulturen und Lebensgewohnheiten nicht trennen werde, sondern die Toleranz, Offenheit und das Zusammenwachsen aller Gmünder weiter fördern soll. Zum Gmünder Eingewöhnungsprogramm Richard Arnolds gehörte in dieser Woche sogar ein Praktikum bei der Gmünder Feuerwehr. Wie Arnold berichtet, habe er einfach mal den Betrieb und die Herausforderungen im Feuerwehrhaus sowohl für die hauptamtlichen als auch ganz besonders für die ehrenamtlichen Feuerwehrleute erfahren wollen. Dazu gehörte z. B. auch das Anlegen eines Atemschutzgerätes. Es habe ihn sehr beeindruckt, was in Schwäbisch Gmünd von der Feuerwehr geleistet wird. Besonders erfreut sei er gewesen, dass „ich noch unter Manfred Haag“ dieses Praktikum bei den „Roten“ absolvieren durfte. Er möchte alsbald gerne auch einen Tag bei den Leuten im Bauhof mitarbeiten. Auch deren Arbeit und Sorgen direkt und ganz praktisch kennenzulernen sei ihm ein wichtiges Anliegen. Eine Vielzahl von Kennenlern-​Gesprächen führe er auch mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung. Richard Arnold macht aus seiner Enttäuschung keinen Hehl, nachdem ihm zu verstehen gegeben worden sei, dass der amtierende OB keine Besuche Arnolds in den Amtsstuben des Rathauses wünsche. „Ich werde Wolfgang Leidig gewiss nicht provozieren, folglich treff’ ich mich mit den Leuten immer außerhalb in neutralen Räumen.“ Mit dem amtierenden OB habe es seit der Wahl bislang nur eine Zusammenkunft gegeben. Zwar sei ihm noch kein Einblick ins Amtszimmer des Stadtoberhauptes gewährt worden, doch man habe sich immerhin im kleinen Sitzungssaal treffen können. Er, Arnold, spüre eine politische Spannung in Gmünd, als würde ein Gewitter über der Stadt hängen. So betrachte er es als eine seiner wichtigsten Aufgaben, das Zuschütten von tiefen Gräben zwischen den Lagern. Richard Arnold berichtet auch von etlichen Gesprächen, die er auch schon mit dem zukünftigen Baubürgermeister Mihm geführt habe. Und zusammen mit Joachim Bläse, so erklärt Arnold in Vorfreude, „bilden wir für Gmünd gewiss ein tolles und passendes Team“,
 

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