Hallensanierung Thema im Straßdorfer Ortschaftsrat
Die gute Nachricht: Die Sanierung der Straßdorfer Gemeindehalle wird ein entscheidendes Stück vorangebracht. Weniger erfreulich ist der Verzicht auf die Bühnenvergrößerung. Einstimmig beschloss der Ortschaftsrat gestern auch, die Aufstellung des Reliefs von Paulamaria Walter zu unterstützen.
GMÜND-STRAßDORF
(bt). Die marode Luftheizung wird seit längerem beanstandet. „Es gibt Veranstaltungen, bei denen es einfach nicht warm wird“, bestätigte Gisela Bader, Leiterin des Hochbauamtes, die dem Ortschaftsrat und den ungewöhnlich zahlreich erschienenen Zuhörern erklärte, was geplant ist; danach, so versicherte sie, werde die Halle in gutem Zustand sein. Die alte Anlage soll einer modernen Be– und Entlüftungsanlage mit Wasserrückgewinnung weichen. Eine Deckenstrahlheizung in jedem zweiten Balkenfeld für den Sportbetrieb helfe Energie zu sparen. Das Ganze wurde beschränkt ausgeschrieben. Die Angebote der zehn ausgewählten Firmen bewegten sich zwischen
100 und
125 Prozent; es gab also keine allzu großen Abweichungen. Die günstigste Bieterin war mit
104 955 Euro die Ellwanger Firma ESW Luft– und Klimatechnik
GmbH.
Gisela Bader informierte das Gremium dann über ein Ärgernis ersten Ranges: Bereits vor einem halben Jahr habe die Stadt beim Bundesministerium für Umwelt um Gelder für dieses Projekt gebeten, bis jetzt allerdings sei noch kein Förderbescheid eingetroffen. Nach Baubeginn ist eine Förderung nicht mehr möglich. Bader hofft darauf, dass sich der Bund doch noch beteiligt. Aber: „Ein weiterer Aufschub kommt nicht in Frage“. Der Auftrag werde in dieser Woche erteilt, die neue Anlage sowie die komplette Elektronik sollen dann in den letzten drei Ferienwochen installiert werden. Bühnenvorhang, Malerarbeiten und Bühnenbelag ließen sich nicht mehr in den großen Ferien verwirklichen; hier werde man mit den Vereinen und dem Schul– und Sportamt eine Lösung suchen.
Musikverein und Ortschaftsrat hatten seit langem um eine größere Bühne gebeten. Bader berichtete nun über die entsprechenden statischen Untersuchungen. Um die Bühne auch nur um
60 Zentimeter auf jeder Seite verbreitern zu könne, müsse ein Holzträger installiert werde, der die Lüftungskanäle unterbreche – dann gäbe es auf der Bühne keine Be– und Entlüftung, was bei bestimmten Veranstaltungen unzumutbar wäre. Zudem seien die Kosten mit
30 000 Euro recht hoch und auch nicht im Haushalt eingestellt. Im Blick auf die „angespannte Haushaltsituation“, so Ortsvorsteher Werner Nußbaum, werde man wohl oder übel auf die größere Bühne verzichten müssen. Zudem wolle man keine weitere Bauverzögerung riskieren, die eine Fertigstellung
2009 mehr als fraglich werden lasse – immerhin sollten
2010 bereits die Nebenräume saniert werden. Gar nicht glücklich war darüber Max Hummel, der sich als einziger enthielt: „Jetzt müssen wir mit kleiner Halle und kleiner Bühne leben“. Vor drei Jahren hätte vielleicht mehr erreicht werden können.
Im nächsten Tagesordnungspunkt suchten Gremium und Zuhörer gemeinsam nach einem Namen für die neue Straße im Baugebiet „Am Friedhof“. Einig war man sich darin, etwas zu wählen, dass der Geschichte dieses Gebiets Rechnung trägt. Nußbaums Vorschlag „Am Milchhäusle“ erhielt die meisten Stimmen, gefolgt von „Zur Alten Kirche“ und „Am Apfelgarten“.
Rund
4800 Euro stehen für Vereine und Anliegen zur Verfügung die ansonsten nicht gefördert werden. Wie immer erhalten die Dorfgemeinschaft Metlangen
100 Euro, die Feuerwehr
175 Euro – insbesondere fürs Aufstellen des Maibaums –, das
DRK, der Albverein und der Förderverein Straßdorf je
125 Euro, die Gartenfreunde und der Kleintierzuchtverein
75 Euro. Wie berichtet, holt der Förderverein Straßdorf ein Betonrelief der Gmünder Künstlerin Paulamaria Walter heim. Auf Werner Nußbaums Vorschlag hin beteiligt sich der Ortschaftsrat mit
2000 Euro an der Aufstellung dieses „ortsbildprägenden Kunstwerks“.
500 Euro sind für den Gemeindenachmittag am
11. Oktober bestimmt, zu dem Ortschaftsrat und Förderverein gemeinsam einladen .
Die Anfragen der Ortschaftsräte ergaben, dass noch in diesem Jahr die Spielmöglichkeiten am Bezirksamt kommen sollen. Nußbaum will sich dafür einsetzen, dass der Seitenstreifen an der Forststraße weiterhin als Parkfläche genutzt werden kann. Die Öffentlichkeit wird gebeten, Hecken zurückzuschneiden, die dem Straßenverkehr gefährlich werden. Und Anlieger des Metlanger Wegs klagen über die entstehende „Durchgangsstraße“ und bitten um eine Erweiterung der Spielstraße bis zur Donzdorfer Straße.
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