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» Ostalbkreis | Samstag, 01. August 2009

Sängerkranz Alfdorf sang sich bei der Sängerreise auch mit kroatischen Liedern in die Herzen der Einheimischen

Bei strömendem Regen machten sich die Alfdorfer Sänger auf die Reise nach Mimice an der kroatischen Mittelmeerküste. Nach etwa einer Stunde Flugzeit landete das Flugzeug auf dem Flughafen von Split. Mit dem Bus ging es dann in die malerische kleine Hafenstadt Mimice.

ALFDORF (vb). Nachdem das Quartier bezogen war, erfrischten sich die Alfdorfer im herrlich klaren Wasser des Mittelmeers. Nach dem Abendessen im „Peres Mora“ wurde das erste kleine Konzert für die bereits neugierig wartenden Einheimischen gegeben. Neben deutschem Liedgut hatten der Männergesangsverein Alfdorf auch eine Reihe kroatischer Volksweisen eingeübt, die natürlich bei der kroatischen Bevölkerung wohlwollend aufgenommen und mit viel Beifall bedacht wurden.
Am nächsten Tag stiegen die Sänger auf zur Kirche Mimice. Dort gestaltet der Chor einen Gottesdienst in besonderer Weise. Neben dem kroatischen Pfarrer waren auch vier Priester aus den Niederlanden zu Gast, und so war es wohl für alle ein einmaliges Erlebnis einen Gottesdienst in kroatischer, deutscher und niederländischer Sprache zu genießen. Auf der Empore merkte der Chor nicht, dass die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt war und vor der Kirche sich eine große Menschentraube gebildet hatte, die keinen Platz mehr in der Kirche fand. Nach dem Gottesdienst wurde der Chor vor der Kirche mit viel Beifall bedacht, und so konnte es nicht ausbleiben, dass die Sänger auch dort den wartenden Gottesdienstbesuchern ein kleines Ständchen brachten. Bei „Kad si bila mala Mare“ sah man bei manchen Zuhörern die eine oder andere Träne der Rührung weinen. Mit einer Marenda (zweites Frühstück) endete dieser schöne Morgen bei der Kirchengemeinde Mimice.
Danach ging die Reise nach Split. Unter der Führung des Reiseleiters Manfred Wolff erkundeten wir die Hafenstadt. In der Eingangshalle des „Diokletian-​Palastes“ stellte man sich erneut zu einem Chorvortrag auf. Schnell versammelten sich die zahllosen Besucher, um den Chor, der abermals reichlich Beifall für seine Lieder ernten durfte. Gekrönt wurde der Vortrag, als eine Gruppe Klappa-​Sänger (Kroatische Amateursänger) und die Alfdorfer gemeinsam das Lied „Pismo moja“ sangen. Danach machten sich die Konzertreisenden uns auf den Weg zur „Radomanove-​Mühle“ in der Cetina-​Schlucht. Diese ist bekannt aus den Karl-​May-​Filmen. Mit dem Boot ging es flussabwärts bis zur Meeresmündung und dann zurück in das Quartier.
Der zweite Tag führte nach Mostar, der Hauptstadt der Herzogowina. Dort konnte man die wiederaufgebaute, geschichtsträchtige Brücke über die Neretva bestaunen. Am Abend, wohlbehalten nach Kroatien zurück gekehrt, gab es am Fuße des Biokovo-​Gebirges ein „Peka-​Essen“ mit herrlichem Blick auf das Mittelmeer und die benachbarten Inseln. Auch hier sangen die Alfdorfer ihr Repertoire zu Freude des Publikumsanderen Gäste. Am Dienstag wartete ein Ausflugsboot, das die Besucher auf die Insel Brace brachte. In der Hafenstadt Pucisca hatte man die Möglichkeit die bekannte Schule für Steinmetze zu besuchen. Von dort kamen die Steine für das Capitol in Washington. Als Dankeschön für die Führung sangen die Gäste in den Werkhallen ein kleines Ständchen. Nach einem Fischessen auf dem Boot ging es weiter in das Hafenstädtchen Povlja. In dem kleinen Städtchen der „Glücklichen“, so nennt man es hier, sangen die Alfdorfer in der Kirche das Lied „Frieden“ von Gotthilf Fischer. Zurück in Mimice hatte man wieder einen gemütlichen Abend mit vielen Chorvorträgen für die Bevölkerung.
Am letzten Tag der Reise führte der Weg nach Dubrovnik. Die Perle Dalmatiens gehört zum Weltkulturerbe. Auch wenn es sehr heiß war, lohnte sich doch die Wanderung auf der Burgmauer rund um Dubrovnik. Eine erfahrene Reiseleiterin brachte den Besuchern die Schönheiten des alten „Ragusa“ näher. Etwas müde kehrten die Schwaben am Abend in unser Quartier zurück. Nach einem typischen kroatischen Abendessen ging es dann bald zu Bett, denn alle mussten bereits am frühen Morgen die Reise zurück nach Alfdorf antreten.
Die Freundlichkeit der Menschen und ihre Anteilnahme an den Chorvorträgen haben gezeigt, dass der Sängerkranz in diesem Land willkommen war. Es wurden Freundschaften geschlossen und dank des hervorragenden Reiseleiters und Vize– Dirigenten Manfred Wolff konnten sich alle unterwegs äußerst wohl fühlen.
 

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