Sieben Wochen ist eine Spiellandschaft im Riesen-Sandkasten auf dem Oberen Marktplatz Treffpunkt der Kinder
Wenn Stadtverwaltung und Spielplatzkommission erklären, dass keine andere Einrichtung von den Kindern der Stadt mit so großer Begeisterung angenommen wird, ist das eine Sache. Sehr viel überzeugender sind die Marienheim-Zöglinge, die’s nicht erwarten können, die Anlage zu stürmen.
SCHWÄBISCH GMÜND
(bt). So gelungen die Gmünder Palmeninsel war: T
&M-Chef Manfred Maile zufolge zeigten sich nicht wenige Kinder furchtbar enttäuscht, als sie erfuhren, dass sie auf „ihr“ Spielparadies noch ein wenig länger würden warten müssen. Dann kam das Landeskinderturnfest. Maile: „Seit Wochen höre ich die Frage, wann es denn endlich wieder soweit ist“. Mitglieder der Stadtverwaltung und der Spielplatzkommission, die mit diesem nunmehr im siebten Jahr aufgebauten Spielplatz zu tun haben, sind überzeugt: „Keine andere Einrichtung, kein anderes Angebot in der Innenstadt wird von den Kindern so dauerhaft und mit so großer Begeisterung angenommen“.
Jetzt darf das Jungvolk also wieder durch ein Zügle kriechen, zu zehnt (!) auf die Storchennestschaukel drängen und vor allem den Spielturm mit Netztunnel und Kletterkamin erobern – Matthias Rothaupt vom Gartenbauamt hat elf verschiedene Möglichkeiten gezählt, das Ding zu erklimmen. Amtsleiter Jupp Jünger versicherte, die Kosten hielten sich in Grenzen. So habe der Sand bereits dem Palmengarten und dem Turnfest gedient, später werde er in andere Spielplätze eingearbeitet. Der Kletterturm kommt nach dem
20. September den Herlikofern zugute; eine Hälfte wird am Bezirksamt, die andere in den Neugärten installiert.
OB Richard Arnold, der sich intensiv mit den Kleinen des Kindergartens Marienheim unterhielt, um mehr über deren Wünsche zu erfahren, nannte den Spielplatz auf dem Oberen Marktplatz eine „Riesen-Attraktion“, dazu angetan, all jenen einen schöneren Urlaub zu schenken, die nicht wegfahren könnten oder wollten. Für die Eltern seien die umliegenden Eiscafés ideal, um den Nachwuchs im Auge zu behalten und sich auch selbst etwas Gutes zu tun. Elmar Hägele, Mitglied der Spielplatzkommission, regte an, zum Beispiel an Samstagen professionelle Kinderbetreuung zu organisieren, um Eltern mehr Zeit fürs Einkaufen zu geben; Aalen mache damit wohl gute Erfahrungen. Seine Kollegin Uschi Seiz freute sich mit Blick auf die über den Platz tobenden Kinder, dass hier buchstäblich spielerisch an der Motorik der Kinder gearbeitet werde, was in einer Zeit zunehmenden Bewegungsmangels nicht unterschätzt werden dürfe.
„Degenfelder Holzspielgeräte werden zum Exportschlager“
Wichtig war Richard Arnold auch, dass die Anlage
2009 erstmals von einem heimischen Spielgeräte-Hersteller gestellt werde – von der Firma Heinzmann aus Degenfeld, einst ein traditioneller Holzbaubetrieb, der heute nicht länger nur Zäune herstelle, sondern auch attraktive und kreative Spielgeräte aus Douglasienholz. Bei seinem Besuch dort habe er sich selbst von den aus dem Ausland eingehenden Anfragen und Bestellungen überzeugen können: „Das wird ein richtiger Exportschlager“. Er dankte Eva-Maria Heinzman, die der Stadt alle den Kletterturm umgebenden Spielgeräte sieben Wochen lang kostenlos zur Verfügung stellt. Ein weiteres herzliches Dankeschön aller Beteiligten galt den Mitarbeitern des Baubetriebsamts, die, so Arnold, sehr viel und sehr engagiert gearbeitet haben.
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