Das Europäische Kirchenmusikfestival war abermals ein voller Erfolg
24 Ensemble-, Chor– und Orgelkonzerte, dazu Musikprojekte, Künstlergespräche und Gottesdienste — vieles wurde geboten beim Kirchenmusikfestival. Und dem Motto „Zwischen Himmel und Erde“ blieben die Verantwortlichen auch bei der gestrigen Bilanzpresse– konferenz treu. Diese fand nämlich auf dem Turm der Johanniskirche statt. Von Nicole Beuther
SCHWÄBISCH GMÜND. Der befindet sich nicht nur „zwischen Himmel und Erde“, sondern gewährt auch einen Blick auf einige Veranstaltungsorte des Europäischen Kirchenmusikfestivals. Kirchen aus acht Jahrhunderten boten die passende Kulisse für das Festival, welches vom
17. Juli bis zum
9. August stattfand.
„Facettenreich lebendig wurde das Festivalthema in der Einstimmigkeit des Mittelalters ebenso wie in Vertonungen der Spätromantik und Moderne, in groß besetzten Werken und kammermusikalischen Konzerten, in Jazz und Improvisation“, so Joachim Haller vom Kulturbüro.
Positiv fällt auch das Fazit von Programmdirektor
Dr. Ewald Liska aus. Schön sei gewesen, dass Ensembles mit geringem Bekanntheitsgrad aufgetreten seien. Neben dem Publikum habe er auch von den Künstlern ein positives Feedback erhalten. So zeigten sich einige begeistert, wie gut die Gmünder über das Festival Bescheid wussten.
Dr. Liska sprach von einer hohen internationalen Besetzung. Und die Künstlergespräche seien noch besser angekommen.
Erfreulich auch die Zuschauerbilanz der
21 Veranstaltungstage: Rund
14 300 Gäste besuchten das Festival. Dabei konnten zum dritten Mal in Folge über
9000 Karten verkauft und damit das sehr hohe Niveau nahezu gehalten werden. Klaus Stemmler, Geschäftsführer Festival Europäische Kirchenmusik, vermeldet, verglichen mit dem Vorjahr, lediglich einen sehr minimalen Rückgang an Gästen. Grund könnte das schlechte Wetter bei der Eröffnung sein, so die Vermutung Stemmlers. Großartig sei es, dass
76 Prozent der Festivalkarten, wie im Vorjahr, bereits im Vorverkauf verkauft wurden. Die Auslastung der Konzerte habe bei
98 Prozent gelegen; im Vorjahr waren es
95 Prozent. Der Geschäftsführer konnte zudem zehn ausverkaufte Konzerte vermelden. Und neben der musikalischen Vielfalt war es den Verantwortlichen auch wichtig, unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen. Ralph Häcker, Kulturbüro, sprach ein Kompliment an das Publikum aus, die mutig und neugierig gewesen seien. „Ich habe gemerkt, wie wichtig es ist, dass sich das Publikum beteiligt“, sagte Oberbürgermeister Richard Arnold, der von einer musikalischen Perle in Gmünd sprach. Das Orgelkonzert habe ihm persönlich sehr gut gefallen, „das war wirklich vom Feinsten“. Verbesserungsbedarf sieht der OB bei den Rahmenbedingungen, „so geht das nicht“. Arnold wünscht sich eine intensivere Zusammenarbeit mit den Schulen. Es sei wichtig, dass sich die jungen Menschen intensiver mit dem Festivalprogramm auseinandersetzen. Gespräche möchte Arnold auch mit dem
HGV sowie den Cafés und Restaurants führen. „Auch in dieser Hinsicht kann Gmünd mehr“, sagte der OB und gab zugleich einen Ausblick auf das Jahr
2010: Im
22. Festivaljahr widmet sich das Programm vom
16. Juli bis
8. August dem Thema „Jung und Alt“. Drei Viertel der Termine sind bereits vergeben. Der Kartenvorverkauf beginnt Ende März
2010. Der Veranstaltungsetat wird sich wieder im Bereich von
420 000 Euro bewegen.
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