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» Ostalbkreis | Freitag, 14. August 2009

Wäscherburg: Barbara Gottwik aus Walkersbach wird ab dem Frühjahr 2010 die Schlossherrin sein

Sie brennt der staatlichen Verwaltung der Schlösser und Gärten auf den Nägeln: Die Wiedereröffnung des Wäscherschlosses. Jetzt wurde die künftige Pächterin ausgewählt. Barbara Gottwik aus Walkersbach wird die „Wiege der Staufer“ ab dem kommenden Frühjahr betreiben. Von Manfred Laduch

WÄSCHENBEUREN. Michael Hörrmann, Chef der Behörde für die landeseigenen Baudenkmale, war gestern bei der Vorstellung Gottwiks extrem begeistert. Die neue Pächterin verfüge über eine „seltene Kombination von Kompetenzbereichen“. Sie sei Betriebswirtin und Pädagogin, kenne als Einheimische die Gegend und habe auch noch Charme. Damit sei es möglich, an die große Tradition anzuknüpfen, die der im vergangenen Jahr gestorbene Paul Kaisser in der öffentlichen Präsenz des Wäscherschlosses erreicht habe.
Die 40-​jährige aus Walkersbach beschrieb ihren Werdegang. Einem Betriebswirtschaftsstudium und anschließender Tätigkeit als Controllerin ließ sie ein Studium an der Gmünder PH folgen. Sie ist Mitglied der historischen Gruppe „Stauferhaufen“, die immer wieder im Kloster Lorch auftritt.
Sie wolle das Rad nicht neu erfinden, erklärte Barbara Gottwik. Konzerte (im Innenhof), Vermietungen (im Dachgeschoss) und die Nutzung als Museum (im Mittelstock) werde es im Wäscherschloss natürlich weiterhin geben. Sie wolle eine auf den Bildungsplan abgestimmte Museumspädagogik entwickeln. Dazu solle es im „Erdgeschoss“ ein kleines Café geben. Handwerkskurse könne sie sich ebenfalls vorstellen.
Karl Vesenmaier, Bürgermeister von Wäschenbeuren, zeigte sich glücklich über die im Frühjahr 2010 anstehende Wiedereröffnung – auch wenn es mit seinem Plan einer kommunalen Betreibergesellschaft mit Gmünd und Lorch nicht geklappt habe. Er wolle gleich zu Beginn der nächsten Saison Bürgermeister und Schulleiter ins Wäscherschloss einladen, um das neue Angebot weithin bekannt zu machen.
Warum es noch bis zum nächsten Frühjahr dauert, erläuterte Anton Wagenblast, Leiter des Gmünder Amtes „Vermögen Baden-​Württemberg“ (früheres Hochbauamt). Im gegenwärtigen Zustand ist das Wäscherschloss nicht verkehrssicher. So muss die gesamte Elektroinstallation erneuert werden – was in Absprache mit der neuen Pächterin geschehe.
 

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