Böbinger Michaelskirche rückt in den Blickpunkt
Der Geschichts– und Heimatverein Böbingen und die evangelischen Kirchengemeinde Böbingen laden zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 13. September 2009 in die Michaelskirche in Oberböbingen ein. Von Dieter Prölß
BÖBINGEN. Ein festlicher Gottesdienst zum Auftakt, Führungen durch das Kirchenschiff, auf den Dachstuhl und den Glockenturm sowie ein Vortrag am Nachmittag bieten vielfältige Möglichkeiten, die Kirche kennenzulernen. Eine Bewirtung im Pfarrgarten, bei schlechtem Wetter im Saal des Pfarrhauses, wird das Programm ergänzen.
Die Dorfkirche St. Michael in Oberböbingen wurde im Jahr
1084, also vor
925 Jahren, als romanische Chorturmanlage erbaut. Im
15. Jahrhundert wurde sie umgebaut und erhielt den heutigen gotischen Chor. Aus dieser Zeit stammen auch zwei der drei Glocken des Geläuts. Sie versehen also schon seit über
500 Jahre ihren Dienst.
Vor
30 Jahren wurde die Michaelskirche unter großem Engagement der Kirchengemeinde grundlegend restauriert und erneuert. Dabei wurde darauf geachtet, dass den mittelalterlichen Gegebenheiten, vor allem in der Farbgebung, Rechnung getragen wurde. So stellt sich der helle Raum der Michaelskirche heute als ein Ort dar, der jeden anspricht, der Ruhe, Besinnung und Freude vermittelt und deshalb in besonderer Weise geeignet ist, beim diesjährigen Tag des offenen Denkmals, als „Ort des Genusses und der Erholung“ vorgestellt zu werden.
Während der Erneuerungsarbeiten
1976/
77 brachten Ausgrabungen wichtige Erkenntnisse über die Geschichte der Michaelskirche, ihrer Vorgängerkirche(n) und zur Heimatgeschichte Böbingens. Pfarrer Gerhard Leidenbach wird in seinem Vortrag „Die Michaelskirche in Oberböbingen auf dem alten geschichtlichen Grund des Christenberges“ darüber berichten.
Gerhard Leidenbach war von
1970 bis
1980 Gemeindepfarrer in Böbingen, gilt als profunder Kenner der Michaelskirche sowie der Böbinger Geschichte und wird auch die Führungen leiten.
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