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» Schwäbisch Gmünd | Dienstag, 18. August 2009

Fabian Wolf mit Bettringer Kindern im Schotterwerk Böhmenkirch

SCHWÄBISCH GMÜND (pm). Sommerloch und Sommerpause? Keine Spur davon im Schotterwerk Wager-​Fischer in Böhmenkirch. Wer immer schon wissen wollte, was mit den schier unendlichen Mengen Material aus dem Gmünder Tunnel passiert, wird auf dem Albuch fündig.

Im Rahmen des Bettringer Ferienprogramms organisierte der Ortschaftsrat und Bauunternehmer Fabian Wolf einen Besuch.
Wo geht’s den hier zum Steinbruch? Diese Frage stellt sich zur Zeit eher weniger. Wer derzeit von Bettringen in Richtung Weiler unterwegs ist, fährt so gut wie immer hinter einem vollbeladenen LKW her, der den Abraum der Tunnelbaustelle auf die Alb fährt. Nämlich in den Steinbruch. Die Gruppe musste sich also lediglich an einen diese türkisgrünen Trucks hängen, um ihr Ziel zu finden.
Der Werksleiter im Steinbruch, Wolfgang Pfeifer, empfing die Kinder und versorgte sie mit interessanten Informationen. Ca. 6000 Tonnen Abraum werden aus dem Gmünder Tunnel täglich angeliefert und eingebaut. Jeden Tag also zwischen 150 und 200 LKW, welche Material in den Steinbruch bringen. Aber das ist noch lange nicht alles. Über 9000 Tonnen Schotter verlassen täglich den Steinbruch ins Rems– und ins Filstal. „Die beiden Großbaustellen Gmünder Tunnel und Ausbau der B10 verhindern derzeit eine ruhige Urlaubszeit“, so Pfeifer. Pausenlos fahren die schweren Lastwagen in und aus dem Steinbruch. „Wie in einem Bienenstock, nur mit schweren Brummern“, verglich der sechsjährige Luca Krieger passend das Treiben.
Bei einer Rundfahrt im Steinbruch wurden den Jungen eindrucksvoll die riesigen Dimensionen der Abbaustelle vor Augen geführt. Die gigantischen Abbaumaschinen und Muldenkipper verloren sich geradezu in dem riesigen Loch. Auch der durch die graue Farbe deutlich erkennbare Tunnelabraum war geradezu ein Klecks in dem gelben Jurakalkmeer.
Zum Ende der Rundfahrt wartete Wolfgang Pfeifer noch mit einer Überraschung auf: Der Lärmpegel im Steinbruch nahm plötzlich merklich ab, bis eine gespenstische Stille herrschte. Per Mobiltelefon bat er Sprengmeister „Manne“ sich fertig zu machen. Die Kinder forderte er auf, von 5 laut rückwärts zu zählen. Mit einem riesen dumpfen Knall lösten sich auf hundert Meter Länge und 20 Meter Höhe gigantische Gesteinsmengen aus der Wand gegenüber und stürzten unter lautem Getöse herab. Beeindruckt von diesem spektakulären Abschluss machte sich die Gruppe wieder auf den Heimweg. Natürlich hinter einer Kolonne Schotter-​Lastwagen.
 

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