»
Sport |
Dienstag, 18. August 2009
Golf, VfB-Cup 2009: Bereits zum vierten Mal traf sich der Bundesligist auf dem Hetzenhof zum Austausch mit seinen Freunden
Schon seit etlichen Jahren spielen einige Fußball-Profis des VfB Stuttgart, viele Ehemalige darunter, sehr gern auf dem Hetzenhof, hoch oben über Lorch, Golf. Zum vierten VfB–Golf-Cup musste der große Freundeskreis aber auf die aktuellen Golfer aus dem VfB–Kader sowie auf das Management verzichten – der VfB landete nämlich zeitgleich in Temesvar, Rumänien. Von Giovanni Deriu
Just um
11 Uhr zum Kanonenstart per Gasfanfare (manche dachten ein Dampfer sei unterwegs) auf dem Hetzenhof-Kurs, mit Aussicht auf die drei Kaiserberge bei bestem Wetter, nahmen die
VfB–Profis ihre Vorbereitungen auf das Champions-League-„Quali“-Spiel gegen den rumänischen Club des
FC Timisoara auf. War im vergangenen Jahr Manager Horst Heldt noch selbst anwesend, erschien diesmal (verständlicherweise) gar kein aktueller Team-Vertreter. Vor dem möglichen Einzug in die Fußball-Königsklasse wird alles zur Nebensache, und das sah nicht nur Manfred Haas, der ehemalige
VfB–Präsident und jetzige Vorsitzende des GC Hetzenhof so. Immerhin, so der Golfclub-Präsident aus Waldstetten, sei die „
VfB–Familie“ ziemlich groß, und mit Hermann Ohlicher, „Buffy“ Ettmayer, Erwin Hadewicz, Karl Allgöwer und Bernd Martin, seien immer noch sehr bekannte Ex-Profis nah am
VfB dran, war sich Manfred Haas sicher. Seine Einladung als GC-Präsident zog, und die „Ehemaligen“ kamen gern, wie Hermann Ohlicher und Buffy Ettmayer unisono betonten: „Der Hetzenhof ist für uns eine feste Institution.“ Im Vorfeld hatte das Golfplatz-Team um Clubmanager Andreas Bauer alle Vorbereitungen getroffen, ehe Helga Heitzmann, als „Marshall“ für die Platzaufsicht im Elektro-Car unterwegs, pünktlich den Kanonenstart zum nicht vorgabewirksamen Turnier gab.
Es ging weniger um Punkte, sondern viel mehr um „Freundschaftspflege“ des
VfB zu seinen Freunden und Sponsoren. Der Spaß, so Hermann Ohlicher und Bernd Martin (Ex–
VfB- und Bayern-Spieler in den
80ern), stehe klar im Vordergrund. Doch wie bei Sportlern üblich, gewinnen möchten sie immer, und im Golf ihr Handicap, wenn nicht verbessern, so zumindest halten. Der Golf-Course jedenfalls war bestens präpariert, die Greenkeeper hatten ganze Arbeit geleistet, und einen Platz hergestellt, wie sie der
VfB–Kader in Timisoara wohl nicht vorfinden würde, schmunzelten viele. Haas’ GC-Vorstandskollege Agustin Carmona, verantwortlich für die „Grün-Pflege“ im Club, sei nur seiner „Pflicht“ nachgekommen, so der Spanier und Inhaber einer Autolackiererei und selbst aktiver Golfer: „Wir möchten den Mitgliedern und Gästen immer ein angenehmes Feeling verschaffen.“ Von wegen „Lack ab“ bei den ehemaligen Profis, wie Hermann Ohlicher, dem früheren
VfB–Kapitän und Meister. Er habe im Alter mit Knie– und Hüftproblemen zu „kämpfen“, bleibe beim Golfen aber „schmerzfrei“. Sein Handicap stehe immer noch bei „etwa drei“. Früher, zu seinen „wilden Zeiten“ war es Handicap „zwei“. Fast ein Golf-Profi. Ohlicher spielte in einem „Flight“ mit Buffy Ettmayer und Tom Bartels, dem
SWR–Reporter. „Buffys“ Handicap liege bei „
18-Komma-acht“, so der Österreicher. Er schaut sich die
VfB–Spiele immer intensiv an, und natürlich, „fachsimpeln“ gehöre hier dazu. Auf einem sehr guten Wege sehen viele den aktuellen
VfB. Ettmayer schätze, dass er nun endlich wieder einen tollen Kicker „vor der Brust“ sehe – und meinte damit Aleksandar Hleb. Dem pflichtete auch Hermann Ohlicher bei: „Gut ausgewogen hat der
VfB investiert“, und Präsident Haas traut dem
VfB viel zu: „Mit der Verstärkung von Pogrebnjak hat der
VfB Perspektive.“ Ein anderer, stiller Golfer, war Bernd Martin.
Der Ex-VfBler spielte gar als „Edelreservist“ für die Bayern unter Lattek und Czernai („Ein unmöglicher Trainer“). Heute ist Martin selbstständig im Bereich „Gebäudereinigung“ tätig. Den Fußball verfolgt er, und „pflegt“ nicht nur Räume sondern auch Kontakte. Sein
VfB sei auf einem „professionellen“ Weg, wie er ihn seinerzeit bereits bei den Bayern kennen lernte. Alles war bestens organisiert. Per „Lear-Jet“ zu Freundschaftsspielen, und am Flughafen in Rom wartete schon der „Bayern-Bus“, so Martins Erinnerungen. Die Konkurrenz bei den Bayern war immer „groß“. Der
VfB zieht, weiß
VfB–Marketing-Fachmann Jochen Röttgermann zu berichten: „Die Business-Logen sind bereits ausverkauft.“ Und das sei wahrlich kein „Handicap“.
Noch keine Kommentare vorhanden.